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Augsburg

Haftbefehle gegen 30 Flüchtlinge erlassen

Nach Protesten gegen eine Abschiebeaktion der Polizei sind gegen 30 Flüchtlinge aus Donauwörth Haftbefehle erlassen worden.

15.03.2018

Von dpa/lby

Ein Schild mit der Aufschrift «Polizei» ist zu sehen. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv dpa/lby

Augsburg. Wie die Augsburger Staatsanwaltschaft berichtete, sind in der Nacht zum Freitag die letzten Haftbefehle in Vollzug gesetzt worden. Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern Landfriedensbruch vor. Die Haftbefehle seien mit der Fluchtgefahr begründet, erklärte Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai. Bei dem Widerstand gegen die Polizisten hätten die Bewohner des Flüchtlingsheims erhebliche kriminelle Energie gezeigt.

Am Mittwoch war in der Aufnahmeeinrichtung in Nordschwaben die Situation eskaliert, als Beamte einen Bewohner für eine geplante Abschiebung abholen wollten. Andere Asylbewerber hielten die Polizisten davon ab. Später rückte die Polizei mit Verstärkung durch Bereitschaftsbeamte wieder an. Dabei wurden insgesamt 32 Männer vorläufig festgenommen, überwiegend Flüchtlinge aus Gambia. Nur zwei davon wurden später wieder freigelassen.

Gegen die anderen beantragte die Staatsanwaltschaft Haftbefehle. Die Untersuchungsrichter am Augsburger Amtsgericht waren am Donnerstagabend bis nach 21.00 Uhr damit beschäftigt, die Haftanträge zu prüfen. Die Männer sitzen nun in verschiedenen bayerischen Justizvollzugsanstalten ein.

Ein Schild mit der Aufschrift «Polizei» ist zu sehen. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv dpa/lby

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Erstellt:
15. März 2018, 17:36 Uhr
Aktualisiert:
16. März 2018, 10:20 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. März 2018, 10:20 Uhr

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