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Baden soll teurer werden

Hallenbad-Umbau geht in die Schlussphase

Drei Millionen Euro investieren die Stadtwerke in die Erweiterung des Hallenbades. Einen kleinen Teil davon wollen sie über höhere Eintrittspreise wieder herein bekommen.

21.09.2010
  • michael hahn

Rottenburg. Seit einem Jahr läuft der Umbau des Hallenbades. Über den Jahreswechsel wird das Bad für ein paar Wochen geschlossen; die Wiedereröffnung ist für Februar geplant. Das neue Hallenbad biete „mehr Nutzen für die Badegäste“, ist Stadtwerke-Chef Martin Beer überzeugt.

Unter anderem wird es ein zweites Becken geben, so dass Bahnenschwimmer und (Warm-)Plantscher einander nicht mehr ins Gehege kommen. Außerdem will Beer die „Öffnungszeiten optimieren“ – und, nein, damit sei keine Kürzung gemeint, sondern behutsame Verschiebungen und Verlängerungen. Schließlich werde man das Zeitfenster für einen Badebesuch erweitern (bisher anderthalb Stunden).

Daher vertraut der Stadtwerke-Chef darauf, dass die Kundschaft auch einen höheren Eintrittspreis akzeptieren wird. Derzeit beträgt er 2,30 Euro für eine Erwachsenen-Einzelkarte und 250 Euro für eine Familien-Jahreskarte. Diese Preise wurden laut Beer seit fast zehn Jahren nicht mehr erhöht. Wie hoch die Verteuerung ausfallen wird, dazu wollte Beer noch keine genaue Zahl nennen. Die Entscheidung fällt der Stadtwerke-Aufsichtsrat unter Vorsitz von Oberbürgermeister Stephan Neher.

Der Badebetrieb bleibt trotzdem defizitär – das ist in allen Kommunen so. Jeder Rottenburger Badegast wird mit 7,60 Euro bezuschusst, hat Beer ausgerechnet. Noch mehr Verlust als das Hallenbad macht das Freibad. Dort gibt es aber auch einen ungewöhnlich großen Einnahme-Posten: Die Verpachtung des Nachbargrundstücks.

Früher war angedacht, dort ein neues Spaßbad zu bauen, um die Freibad-Infrastruktur (Heizung!) ganzjährig nutzen zu können. Mit der Erweiterung des bestehenden Hallenbades auf dem Hohenberg-Gelände haben sich diese Überlegungen aber erübrigt.

Das Freibad verbuchte in diesem Sommer übrigens rund 86 000 Besucher, 6000 weniger als vor einem Jahr. Vorgestern endete dort die Bade-Saison.

2,3 Millionen Euro für die städtische Infrastruktur

Ihren Jahresgewinn von 2009 überweisen die Stadtwerke komplett an die Stadtkasse. Mit 111 000 Euro fiel er deutlich geringer aus als in den Vorjahren. Der Rückgang ist laut Martin Beer unter anderem der teuren Sanierung des Neckarstauwehrs beim Schänzle geschuldet – und den schmaleren Gewinnspannen beim Stromverkauf. Für 2010 rechnet er mit einem Gewinn von 150 000 Euro.

Die Stadtwerke leisten aber weit mehr für die Stadt insgesamt, rechnet Beer vor: Sie tragen auch die Defizite der Bäder, des Busverkehrs und der Parkhäuser, und sie überweisen fast eine halbe Million Euro als Wasserkonzession und als

Gewerbesteuer an die Stadtkasse: macht insgesamt 2,3 Millionen Euro im Jahr.

Hallenbad-Umbau geht in die Schlussphase
Die Erweiterung des Rottenburger Hallenbads soll ein zweites Becken mit variablem Boden bekommen. Hinten rechts entsteht der Kleinkinderbereich. Hinter den Spanplatten in der Mitte geht es zum jetzigen Schwimmbecken.Bild: Mozer

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21.09.2010, 12:00 Uhr

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