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Ein Kuhhandel

Haller-Haid: Vorzug der B 29 nicht einsichtig

„Die B 28 im Neckartal muss endlich gebaut werden“, fordert Rita Haller-Haid. Für die Tübinger SPD-Landtagsabgeordnete ist es nach wie vor nicht nachvollziehbar, dass der Bund der B 29-Umfahrung bei Mögglingen den Vorzug gibt.

18.10.2014
  • ran

Tübingen. Wie gestern berichtet, erhielten die CDU- und SPD-Abgeordneten der Region vor wenigen Tagen Antwort von Alexander Dobrindt auf einen gemeinsamen Brief vom 6. August. Obwohl ihm die Abgeordneten das Gegenteil dargelegt hatten, begründete der CSU-Verkehrsminister die Priorität der B 29 unter anderem mit einer höheren Verkehrsbelastung. „Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger im Neckartal empfinden Ihre Entscheidung als eine Vertagung auf den Sankt-Nimmerleins-Tag und haben ohne plausible Begründung das Vertrauen in unsere gemeinsame Bundesregierung ansonsten verloren“, warnten die Abgeordneten schon damals.

Haller-Haid bleibt auch nach der Antwort des Bundesverkehrsministers dabei: Der Grund, die B 29 bei Mögglingen zu bevorzugen, liege vor allem in einem „Kuhhandel zwischen Verkehrsminister und seinem Spezi Norbert Barthle“. Obwohl die B 28 im Kosten-Nutzen-Verhältnis weiter höher als die B 29 einzustufen sei, komme sie dieses Jahr nicht zum Zug. Dabei sei anders als von Dobrindt behauptet das Ziel von Bund und Land dasselbe: Dass diejenigen Baumaßnahmen als erste angegangen werden, die am meisten zu einer Entlastung des Verkehrs beitragen. Für Dobrindt scheine es jedoch „nur ein wirklich wichtiges Kriterium zu geben, nämlich ob die Straße in Bayern liegt“.

Überrascht zeigte sich die Abgeordnete gestern über die Pressemitteilung ihrer Bundestagskollegen Annette Widmann-Mauz (CDU) und Martin Rosemann (SPD). Der Bundesminister sei durch das gemeinsame Schreiben der Tübinger Abgeordneten nun sensibilisiert für die Probleme der Bevölkerung im Neckartal, hieß es darin. Wenn es so sei, solle sich „der Verkehrsminister zügig auf den Weg nach Hirschau aufmachen“ und den Leuten erklären, warum die B 28 erneut zurückgestellt wurde, fordert Haller-Haid.

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18.10.2014, 12:00 Uhr

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