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Mit wem die Spielzüge üben?

Handball: Mössinger Handballerinnen vom Verletzungspech verfolgt

Was ist nur los mit den Landesliga-Handballerinnen der Spvgg Mössingen? Im vergangenen Jahr als Zweiter erst in der Relegation zur Württembergliga gescheitert, warten sie auch nach dem Derby in Rottenburg immer noch auf den ersten Sieg. Das wird bald klappen, sagt das Trainergespann Sabine Wagner und Jürgen Ulmer. Sie machen vor allem die Verletztenmisere für den Fehlstart verantwortlich.

11.11.2015
  • bernhard schmidt

Mössingen. Vier Niederlagen hatten die Mössinger Handballerinnen auch in der vergangenen Saison auf ihrem Konto – allerdings über die gesamte Spielzeit gesehen, die sie als Zweiter beendeten. Das gleiche Team hat in dieser noch jungen Spielzeit nach fünf Spieltagen schon fünf Niederlagen kassiert, gegen die noch verlustpunktfreie HSG Albstadt wird am kommenden Wochenende wohl die sechste hinzukommen. Ein Fehlstart ohne Zweifel.

Die Niederlagenserie – zuletzt die 22:29-Pleite im Derby gegen den TV Rottenburg – habe natürlich ihre Gründe, sagt Trainer Jürgen Ulmer, der vor dieser Saison Georg Lorch abgelöst hat. Zum einen ist das Team nicht mehr das selbe, drei Leistungsträgerinnen sind nicht mehr dabei: Carolin Ellenberg ist berufsbedingt nach Heidelberg umgezogen, Sophia Pfeiffer, in der Vorrunde zumindest in den wichtigen Spielen noch dabei, ist studienbedingt endgültig in Frankfurt zuhause. Und Linda Thumm will kürzer treten, spielt jetzt in der Zweiten.

Hinzu kommen: Nasenbeinbruch, Finger ausgekugelt, Bänder gedehnt, massive Rückenbeschwerden. Die Mössingerinnen bekamen zu Saisonbeginn die volle Verletztenbreitseite ab. In die Spiele sei er zuletzt gerade mal mit sechs bis sieben gesunden Spielerinen gegangen, in den Trainingseinheiten unter der Woche sei er immer wieder zu Improvisationen gezwungen, müsse den Kader mit Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft oder aus der A-Jugend auffüllen, klagt Trainer Ulmer: „Uns fehlen die gemeinsamen Trainingseinheiten. Da ist es ganz schwierig, etwas einzustudieren. So können wir dann kein Spiel 60 Minuten lang durchziehen.“ Und so hat der Spvgg-Trainer derzeit nur einen Wunsch: „Ich will endlich mal ein Spiel ohne Verletzte erleben.“

In einigen Situationen fehlt noch die Erfahrung

Der Unterbau in Mössingen ist, dank der erfolgreichen HiM-Nachwuchsarbeit, zweifellos vorhanden. Die Spvgg hat eine starke A-Jugend, dazu erstmals ein zweites Frauen-Team in der Kreisklasse angemeldet. Gute Ansätze seien ja absolut erkennbar, sagt Ulmer. Die jungen Spielerinnen gingen voll engagiert zur Sache: „Es fehlt ihnen aber die Erfahrung für eine tragende Rolle in der starken Landesliga.“

Außerdem müssten die Spvgg-Spielerinnen mit einer neuen Situation umzugehen lernen: „Endlich den ersten Sieg einfahren und da hinten rauskommen ist ein ganz ungewohnter Druck“, sagt Ulmer. „Wir haben ja erst fünf Spiele hinter uns“, springt Sabine Wagner ihrem Trainerkollegen bei, „wenn wir jetzt dran bleiben, wird’s Schritt für Schritt besser. Da bin ich mir sicher.“ So früh in der Saison müsse man sich über den Abstieg auch noch keine Gedanken machen.

Wagner, einst Bundesliga- und Nationalspielerin, außerdem Trainerin der zweiten Mannschaft, verweist aufs niedrige Durchschnittsalter des Teams, verbindet damit aber auch die Hoffnung auf Besserung. Die jungen Spielerinnen, die meisten unter 22 Jahren, seien ehrgeizig und aufnahmebereit. Die Niederlageserie hat der Trainerin jedenfalls noch lange nicht die Laune verdorben: „Es macht viel Spaß, mit den Mädchen zu arbeiten. Und auch im Trainerstab ergänzen wir uns hervorragend.“

Handball: Mössinger Handballerinnen vom Verletzungspech verfolgt
Dank einer beherzten Abwehr bald zum ersten Sieg? Die jungen Mössinger Handballerinnen (Nina Schaller, links, und Mara Petschel bremsen die Rottenburgerin Laura Grimmer aus) hoffen auf Besserung. Bild: Rippmann

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11.11.2015, 12:00 Uhr

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