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Fußball-Bundesliga

Hannover stoppt Hamburger Höhenflüge

Viele Chancen, kein Ertrag: Der lange Zeit deutlich überlegene HSV verliert das Nordderby 1:2. Die 96er dürfen feiern - und keiner weiß genau, warum.

02.11.2015
  • SID

Hamburg Michael Frontzeck konnte sein Glück kaum fassen und nahm jeden in den Arm, der ihm über den Weg lief. Bruno Labbadia stemmte die Hände in die Hüften und schüttelte ungläubig den Kopf. Nach dem 2:1-Sieg von Hannover 96 im Nordderby beim drückend überlegenen Hamburger SV wusste niemand so recht, was gerade passiert war.

Mit einem Doppelschlag in acht Minuten hatten die 96er ein Spiel gedreht, das eigentlich schon verloren war. Hiroshi Kiyotake (59./Foulelfmeter) und Salif Sane (67.) sorgten für einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf und verschafften ihrem Trainer Frontzeck nach dem schwachen Saisonstart und dem Aus im DFB-Pokal (1:2 in Darmstadt) mit dem Sprung auf Platz 14 Luft. "Wir haben Moral gezeigt und hatten auch ein Quäntchen Glück", sagte Nationaltorwart Ron-Robert Zieler: "Beim Blick auf die Tabelle können wir jetzt wieder ein wenig aufatmen." Für den HSV ging der kleine Höhenflug abrupt zu Ende. Trotz der frühen Führung durch Michael Gregoritsch (6.), deutlicher Überlegenheit und vieler Chancen verspielte das Team von Trainer Labbadia leichtfertig den möglichen Anschluss an die Europacup-Plätze.

"Das ist brutal, schon Wahnsinn und ein großer Rückschlag für uns. Es ist unerklärlich, wie wir das Spiel verlieren konnten", sagte Hamburgs Ivo Ilicevic: "In der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel im Griff, hätten 2:0 oder 3:0 führen können. Hannover war quasi tot. Die drehen dann das Spiel - und keiner weiß warum." Zielstrebig, dominant, zweikampfstark: Mit dem besten Saisonstart seit fünf Jahren im Rücken präsentierten sich die Hamburger vor 54 607 Zuschauern im Volkspark dominant und marschierten von Beginn an munter nach vorne. Während sich der Gastgeber angesichts der zahlreichen Chancen nur den Vorwurf der schlechten Verwertung gefallen lassen musste, enttäuschte Hannover im ersten Abschnitt auf ganzer Linie und ließ keine echte Spielidee erkennen.

Einen besonderen Grund zur Freude hatte bei den Niedersachsen Torhüter Zieler. Der Nationalspieler überflügelte mit seinem 153. Ligaspiel in Folge den früheren 96-Verteidiger Jupp Hellingrath und stellte einen neuen Vereinsrekord auf. Zuletzt hatte Zieler am 2. April 2011 (1:4 bei Borussia Dortmund) ein Spiel in der Bundesliga verpasst.

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02.11.2015, 12:00 Uhr

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