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Hat der Mörder auch in Tirol getötet?
Blumen, Kerzen, Abschiedsbriefe liegen auf dem Marktplatz in Endingen zum Gedenken an die getötete Joggerin. Foto: DPA
Verbrechen

Hat der Mörder auch in Tirol getötet?

Der Mordfall in Endingen weist Ähnlichkeiten mit Tötung einer Studentin in Kufstein im Jahr 2014 auf. Die Polizei arbeitet eng zusammen. V

27.01.2017
  • PETRA WALHEIM

Endingen/Kufstein. Es könnte der gleiche Täter gewesen sein. Die Spurenlage weist darauf hin, dass ein und derselbe Mann 2014 in Kufstein eine Studentin erschlagen und sexuell missbraucht hat und im November 2016 in Endingen am Kaiserstuhl eine Joggerin vergewaltigt und getötet hat. Die Spuren, die in beiden Fällen an den Tatorten sichergestellt wurden, haben eine derart hohe Übereinstimmung, dass sowohl die deutsche als auch die österreichische Polizei davon ausgeht, dass es sich um den gleichen Täter handelt. „Die Teams, die ermitteln, haben Kontakt und führen die zwei Mordfälle zusammen“, sagt Polizeisprecher Walter Roth.

Obwohl in beiden Mordfällen an den Tatorten nur Teile der DNA des Täters sichergestellt werden konnten, war es nun technisch möglich, diese DNA-Fragmente hochzurechnen und miteinander zu vergleichen, sagt Walter Roth. Der Abgleich habe diese hohe Übereinstimmung erbracht.

Die Erkenntnisse legen nach Auskunft von Walter Roth die Vermutung nahe, es könnte sich um einen Lkw-Fahrer handeln, der auf seinen Touren regelmäßig sowohl an Kufstein als auch am Kaiserstuhl vorbeikommt. Dass beide Morde an Sonntagen begangen wurden, an Tagen, an denen für Lastwagen ein Fahrverbot herrscht, erhärte die Theorie, ebenso, dass für beide Morde Eisenstangen verwendet wurden. Nach Auskunft der Polizei handelt es sich um Eisenstangen, die bei hydraulischen Hebe-Systemen zum Einsatz kommen, zum Beispiel bei hydraulischen Hubwagen oder zum Abkippen von Lkw-Führerkabinen.

Die österreichische Polizei hatte seit dem Mord an der französischen Austausch-Studentin Lucile in der Nacht zum Sonntag, 12. Januar 2014, keinen Tatverdächtigen ermitteln können, war aber ständig auf der Suche nach ähnlich gelagerten Fällen. Nun mit Erfolg. Die 20-jährige Studentin war gegen Mitternacht auf dem Weg zu zwei Freundinnen alleine in Kufstein auf der Promenade unterwegs gewesen. Nach Auskunft von Walter Pupp, Leiter des Landeskriminalamtes Tirol, hatte der Täter sie mit einer Eisenstange angegriffen und mit mehreren wuchtigen Schlägen auf den Kopf getötet. Danach habe er sie sexuell missbraucht.

In Endingen war eine 27-jährige Joggerin am hellen Sonntagnachmittag, am 6. November 2016, auf ihrer Runde durch die Weinberge ebenfalls mit einer Eisenstange erschlagen worden. Der Täter hat sie vergewaltigt.

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27.01.2017, 06:00 Uhr

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