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Sicherheit

Hausbesitzer rüsten auf

Angesichts gestiegener Einbruchzahlen werden viele Eigenheime professionell geschützt. Mancherorts findet man sogar einen Fingerabdrucksensor für die Haustür.

18.01.2017
  • DPA

München. Die Zutrittskontrolle für Besucher kennen die meisten Bürger bislang nur aus dem Büro oder aus dem Fernsehen. Doch wegen der stark gestiegenen Einbruchzahlen rüsten inzwischen viele Bürger ihre Häuser mit professioneller Sicherheitstechnik aus. Das Angebot geht mittlerweile weit über Alarmanlage und Bewegungsmelder hinaus – vom einbruchhemmenden Fensterglas bis zum Fingerabdrucksensor. Bei der Messe „Bau 2017“ in München ist der Einbruchschutz in dieser Woche ein großes Thema.

Ein Trend: die Videoüberwachung. Moderne Videokameras speichern die Filmaufnahmen – so können die Bewohner nachträglich jeden betrachten, der vor ihrer Haustür stand. 2015 wurden in Deutschland demnach 65 000 Türstationen verkauft – davon bereits 15 Prozent mit Videoüberwachung. 2014 waren es nach Angaben des Furtwanger Sicherheitsunternehmens Siedle erst 12 Prozent.

Vernetzte Steuerung

„Einbruchhemmung ist das Thema Nummer eins“, sagt Frank Horhäuser, Produktmanager beim hessischen Tür- und Fenstergriffhersteller Hoppe – eines von mehreren Unternehmen, die Fingerscanner für die Haustür anbieten. Verbreitung für den privaten Hausgebrauch finden somit auch Technologien, die bis vor einigen Jahren ausschließlich in Hochsicherheitsbereichen von Firmen, Behörden und Forschungsinstituten zu finden waren.

Der Einbruchschutz ist oft mit „smart home“-Produkten vernetzt. Wer gerne per Handy Heizung und Wohnzimmerlampe an- oder ausschaltet, entscheidet sich häufig auch für ferngesteuerte Türkontrolle und Videoüberwachung. Eigenheimbesitzer haben damit inzwischen ähnliche Kontrollmöglichkeiten wie Sicherheitsleute in Büros. „Wir spüren einen starken Trend, dass sich das stark von dem gewerblichen in den privaten Bereich hineinbewegt“, sagt Gabi Bauer, Marketingchefin beim Gebäudetechnikhersteller Geze aus Leonberg.

Polizei und Versicherungen allerdings legen weniger Wert auf Hightech als auf schlichte mechanische Sicherung – etwa einbruchhemmendes Fensterglas und Türbeschläge oder zusätzliche Schlösser für die Fenster. Denn die polizeiliche Erfahrung lehrt, dass es Einbrecher eilig haben. Gelingt es ihnen nicht, innerhalb kurzer Zeit in ein Haus oder eine Wohnung einzudringen, ziehen viele wieder ab. Bevorzugte Einbruchmethode ist nach wie vor das Aufhebeln von Fenster oder Tür – das lässt sich durch ein gutes Schloss oft verhindern.

In Bayern etwa zählte die Polizei 2015 insgesamt 7480 Einbruchsdelikte, davon blieben 46 Prozent unvollendet. „Fast jeder zweite Einbruch blieb also im Versuchsstadium stecken, weil die Täter gestört oder von einer wirkungsvollen Sicherungstechnik abgehalten wurden“, sagt ein Sprecher des bayerischen Innenministeriums. dpa

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18.01.2017, 06:00 Uhr

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