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Millionen für den Hochbau

Haushalt 2015: Mössingen investiert unter anderem in Stadtzentrum, Schulen, Rathaus und Pausa

Das Stadtbild wird sich im Laufe des kommenden Jahres verändern. Die Mössinger Verwaltung will unter anderem in die Entwicklung des Merz-Areals investieren. Außerdem stehen aufwendige Sanierungs- und Umbauarbeiten an mehreren Schulen und am Rathaus an.

12.11.2014
  • Moritz Siebert

Mössingen. Der Katalog an Projekten für das kommende Jahr hat nur wenige Seiten. Die Vorhaben, die das Bauamt darin auflistet, wiegen dafür schwer. Für die bevorstehende Haushaltsplanung hat das Amt zusammengestellt, mit welchen Kosten in 2015 zu rechnen ist. Am meisten fällt für die Sanierungsarbeiten an der Friedrich-List-Realschule und für den Bau des Parkhauses auf dem Merz-Areal an.

Rathaus: Den Umbau und die Sanierung des Rathauses will die Stadtverwaltung schrittweise angehen. Im kommenden Jahr sollen zunächst das Standesamts und das Bürgerbüro im Erdgeschoss des nördlichen Gebäudeteils eingerichtet werden. Im Jahr 2016 wolle man dann mit den restlichen Gebäudeteilen beginnen, teilte Bauamtsleiter Gebhard Koll am Montag in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses mit. Es werde sich einiges ändern, was die räumliche Gestaltung im Verwaltungsbau angeht. Für 2015 rechnet die Stadt mit Kosten in Höhe von 1,1 Millionen Euro.

Schulen: Zum Schuljahresende 2015 sollen die Bauarbeiten an der Friedrich-List-Realschule beginnen. 1,5 Millionen Euro fallen dafür im kommenden Jahr an, die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf 5,7 Millionen Euro. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass die Arbeiten insgesamt eineinhalb Jahre dauern. Für den Übergang sollen Container als Klassenräume her. Die Kosten dafür liegen bei 900 000 Euro, schätzt das Bauamt. Noch vor den Sommerferien sollen sie stehen.

Im Quenstedt-Gymnasium bröckelt der Estrich unter dem Bodenbelag. Dieser soll nächstes Jahr für 150 000 Euro erneuert werden. Den gleichen Betrag plant die Stadt für neuen Sonnenschutz am Quenstedt ein. Weitere 175 000 Euro will sie für neue Licht- und Tontechnik investieren. In der Filsenbergschule in Öschingen muss die Heizung ausgetauscht werden. Die Stadtverwaltung schätzt die Kosten dafür auf 450 000 Euro. Außerdem bestehe an der Bästenhardtschule erheblicher Sanierungsbedarf, teilte Koll mit. Er rechnet mit 150 000 Euro Planungskosten, die im kommenden Jahr anfallen. Für 120 000 Euro soll es neue Lampen geben.

Kindergärten: Der Kindergarten Hinter Höfen ist baufällig: Ob das Gebäude saniert wird oder ein Neubau kommt, steht noch nicht fest. An Planungskosten fallen nächstes Jahr jedenfalls 100 000 Euro an. Der Kindergarten Hinter Höfen habe momentan Priorität, sagte Oberbürgermeister Michael Bulander. Talheim muss indes warten. Der Teilort würde gerne seine beiden Kindereinrichtungen zusammenlegen. Der Kindergarten Dachtel und das Kinderhaus Otto-Merz-Straße bekommen neue Spielgeräte.

Haus an der Steinlach: Die Arbeiten für die Brandschutzsanierung an der Mössinger Seniorenresidenz in der Falltorstraße laufen. Im kommenden Jahr fallen dafür etwa 1,1 Millionen Euro an, schätzt die Stadt. Die Gesamtkosten für die Sanierung liegen bei 1,4 Millionen Euro.

Stadtmitte: Auf dem Merz-Areal hat vor einem Monat der Bau des Gesundheitszentrums begonnen. Im kommenden Jahr startet die Stadt mit den Planungen für das Parkhaus, das ebenfalls auf dem Gelände entlang der Grasshoppersstraße entstehen soll. Dafür geht der größte Teil der 2,25 Millionen Euro drauf, die die Stadtverwaltung für die Entwicklung des Areals im kommenden Jahr eingeplant hat. Ein großer Teil davon sind aber förderfähige Kosten.

Pausa-Viertel: Für die Modernisierung des Pausa-Erdgeschosses und das dort geplante Streuobst-Café mit Regionalmarkt plant die Stadt im Haushalt 510 000 Euro ein. Geld soll auch für die Teilsanierung des Verwaltungsgebäudes eingestellt werden. Das Projekt ist förderfähig.

Hochwasserschutz: Im kommenden Jahr will die Stadt mit dem Bau des Regenrückhaltebeckens in Belsen beginnen. Dafür sieht das Bauamt 500 000 Euro im Haushaltsplan vor. Weitere 1,5 Millionen folgen dann im Jahr 2016. Zusammen mit dem Grunderwerb belaufen sich die Gesamtkosten auf 2,35 Millionen Euro. Etwa die Hälfte davon ist förderfähig.

Tiefbau: Unter anderem sollen im Haushalt Mittel für die Bauarbeiten an der Zeppelinstraße eingestellt werden. Wie berichtet, wird die Straßensanierung teurer. Das Baugebiet Vor Dörnach soll erschlossen werden. Dafür sollen 120 000 Euro berücksichtigt werden, teilte Bernd-Peter Häcker, Leiter der Abteilung Bauliche Infrastruktur mit. In Talheim steht die Erschließung des Baugebiets Anger an. Die Kosten dafür liegen bei rund 260 000 Euro. Für die Erneuerung von Straßen- und Gehwegbelägen sollen im Haushalt 220 000 Euro eingeplant werden. Die „Unterhaltung des Straßenbegleitgrüns“ wird die Stadt voraussichtlich 220 000 Euro kosten. Für die Unterhaltung der Spielplätze sieht das Bauamt 80 000 Euro vor. Im kommenden Jahr soll der Öschinger Spielplatz am Meisenbühlring mit neuen Geräten ausgestatten werden.

Haushalt 2015: Mössingen investiert unter anderem in Stadtzentrum, Schulen, Rathaus und Pausa

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Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau hatte nach der Sicherung des Rutschgebiets hinter der Landhaussiedlung im Sommer angeordnet, dass das Areal kontinuierlich mit sogenanntem Monitoring überwacht werden muss. Jede mögliche Bewegung des Geländes wird so aufgezeichnet. Außerdem messen Mitarbeiter zwei Mal die Woche, wie viel Wasser aus dem Rutschgelände in den Öschenbach abfließt. Auch die drei Schlammfänge im Gebiet müssen regelmäßig gereinigt werden. Oberbürgermeister Michael Bulander vermutet, dass die Stadt das Rutschgebiet dauerhaft überwachen muss. Dafür gibt es keine Zuschüsse, das Geld aus dem EU-Programm gab es nur für die Sofortmaßnahmen. Die Überwachung kostet die Stadt 20 000 Euro im Jahr.

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12.11.2014, 12:00 Uhr

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