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Mit dem wachen Blick einer „Reigeschmeckten“

Heidi Heuschs Buch über einige Kindheiten im Wachendorf der 1920er Jahre wurde jetzt neu aufgelegt

Lange war es vergriffen, jetzt ist es wieder erhältlich: Heidi Heuschs Zeitzeugen-Befragung „Großvater, erzähl mal, wie es früher war – eine Kindheit auf dem Lande, Wachendorf um 1920“. Die Torbogen-Theaterintendantin bekam dafür 1987 einen Landespreis.

20.12.2012

Starzach. Den Anstoß, das ursprünglich Ende der 1980er erschienene und seither oft nachgefragte Werk neu aufzulegen, habe der Tod des letzten Überlebenden der dort befragten Gruppe gegeben. Sigurd Freiherr von Ow-Wachendorf starb im Juni dieses Jahres im Alter von 87 Jahren. Er gehörte zu jenen, die Heidi Heusch mit ihren damaligen Schüler(inne)n für den Heimatkundeunterricht befragte.

Mit einem Fragenkatalog schickte sie diese zu den damals Ältesten und ließ jene von ihrem früheren Alltagsleben erzählen. Daraus entstand ein Geschichten-Band, über den Kultusminister Gerhard Mayer-Vorfelder anlässlich der Preisverleihung 1988 schrieb, er vermittle „über die Ortsgebundenheit hinaus heimat- und kulturgeschichtlich interessante Einblicke in das dörfliche Alltagsleben“.

Noch entschiedener sagt es der renommierte Kulturwissenschaftler Eckart Frahm, der sich seit Jahren als Fachmann mit allen Fragen dörflichen Lebens und der Dorfentwicklung beschäftigt und zur Neuauflage eine Vorbemerkung geschrieben hat: „Dieses Buch vermittelt einen interessanten Blick auf den historisch geprägten Eigen-Sinn des Dorfes.“ Heidi Heusch sei dies umso eher gelungen, als sich ihr als „Reigeschmeckter“ in ihrer neuen Heimat ständig Fragen zu vielen alltäglichen Dingen gestellt hätten, die den Einheimischen nach ihrem Verständnis allgemein bekannt gewesen seien.

So seien die Wachendorfer Geschichten nicht nur für die Wissenschaft und die aktuellen Chronik-Schreiber eine große Bereicherung. Auch für alle anderen seien die eher zufällig entstandenen Aufzeichnen ein Gewinn, „weil man vielerorts und in vielen Familien die früheren Verwandten nicht mehr fragen kann“.

Wie bei der Erstausgabe unterstützt die Gemeinde Starzach auch diesmal wieder Herausgabe des Buches. Erhältlich ist es zum Preis von 19,80 Euro im Rathaus Bierlingen, beim Torbogen-Verlag, Hinter dem Adler 2, in Rottenburg (Telefon 0 74 72 / 25 371) oder im Buchhandel.ele

Heidi Heuschs Buch über einige Kindheiten im Wachendorf der 1920er Jahre wurde jetzt neu aufgelegt

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20.12.2012, 12:00 Uhr

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