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Heiße Debatten
bei winterlicher Kälte
Die Zukunftsprojekte der Partnerschaft berieten die Franzosen (von links) Nicolas Haller, Philippe und Brigitte Meulle mit den Horbern Nelly Asprion und Thomas Bauer (von rechts).Bild: Greiß
Städtepartnerschaft

Heiße Debatten bei winterlicher Kälte

Die deutsch-französische Freundschaft nimmt Fahrt auf, wie bei dem Besuch aus Salins-les-Bains auf dem Horber Weihnachtsmarkt zu spüren war. Gleich zwei Delegationen waren aus der Partnerstadt gekommen.

06.12.2017
  • Hans-Michael Greiß

Der Partnerschaftskreis um den alten Mitstreiter und neuen Vorsitzenden Philippe Meulle hatte erlesene Produkte aus der Heimat mitgebracht. Horber Partnerschaftsfreunde hatten vor dem Salinendenkmal auf der Inselspitze einen Verkaufsstand und ein beheiztes Bewirtungszelt aufgestellt. Für den Genuss des ausgezeichneten Juraweins waren die winterlichen Temperaturen zu kalt, dafür musste für die Suppen und den Rosé-Glühwein eiligst Nachschub angefordert werden. Der Compté-Käse war, kaum ausgepackt, bereits ausverkauft.

Bürgermeister Ralph Zimmermann wertete den Besuch der Stadtvertreter um Adrien Lavier und der Jumelage-Organisatoren als Zeichen einer bewährten und doch neu entfachten Freundschaft über alle Grenzen hinweg. Sichtbar im Horber Festleben auf dem Weihnachtsmarkt vertreten ließen die mitgebrachten Spezialitäten erkennen, wie wichtig gerade diese Partnerschaft für Horb sei. Zum Gegenbesuch wird die Horber Stadtspitze beim Weihnachtsmarkt in Salins-les-Bains in zwei Wochen erwartet.

Interessante Ansätze

Stadtmarketing-Chef Thomas Kreidler nutzte den Besuch zu ausführlichen Beratungen und dem persönlichen „Beschnuppern“ der Franzosen. Er sprach anschließend von hochinteressanten Ansätzen einer Zusammenarbeit. Der nächste offizielle Besuch wird am 14. September 2018, eine Woche nach dem Horber Stadtfest, zum Tag des Denkmals und des Büchermarkts nach Salins führen.

Mit Unterstützung seiner ganzen Familie servierte der neue Horber Vorsitzende Thomas Bauer seinen Gästen ein reichhaltiges Frühstück mit Croissants und schwäbischen Weckle im Steiglehof, das sich schnell zum Arbeitsessen wandelte. Nelly Asprion und Annea Sophie Foret kamen mit ihren Übersetzungen kaum nach, was die zu Freunden gewordenen Verantwortlichen anpacken wollen. Termine, Namen und Veranstaltungen schwirrten nur so über den Tisch, dass Brigitte Meulle beim Auflisten der vielen Ideen bald das Papier ausging.

Fest vereinbart ist bereits die „Schüler-Olympiade“ am 9. und 10. Juni 2018; die Hohenberghalle wurde dafür bereits reserviert. Mit Basketball, Staffelrennen und Vertrauensspielen
bekommen die Schüler aller Schulen beider Städte ein erstes Gefühl von europäischer Gemeinschaft. Bis in den Wort
laut der Teilnehmerurkunden und der Trophäen wurden Details geklärt.

In beiden Städten sind nun die Sportlehrer gefordert, ihre Schützlinge der neunten und zehnten Klassen für diese Herausforderungen zu trainieren. Natürlich darf eine zünftige
Party im Marmorwerk bei diesem Event nicht fehlen. Auch dies wurde in die Planung einbezogen.

Treue „Fortuna“-Musiker

Der Musikverein Fortuna Talheim hat die Partnerschaftsbesuche in den vergangenen 25 Jahren treu begleitet. Diesem leuchtenden Beispiel möchten doch viele Vereine folgen, war der von beiden geäußerte Wunsch, um den Kontakt beider Städte zu intensivieren.

Thomas Bauer wollte bereits Wiederbelebungszeichen bei der Feuerwehr erkannt haben, die mit ihren französischen Kollegen wie vor Jahren ihre Erfahrungen austauschen. Für ein gemeinsames Konzert mit Vocalmania Isenburg hat die Groupe Vocal Salinois lebhaftes Interesse angemeldet. Alle Vereine sind aufgefordert, ihr Interesse zu bekunden, die Kontakte werden schnell vermittelt, versprachen die beiden Vorsitzenden.

Beide Partnerschaftsgremien arbeiten derzeit bereits intensiv an der Einrichtung von Plattformen in sozialen Medien. Der Horber Newsletter soll ein französisches Pendant erhalten, selbst eine parallele Pressearbeit wurde angesprochen. Beide Verkehrsbüros werden auf die Angebote ihrer Partnerstädte hinweisen. Wenn die Kommunikation so entwickelt sei, dass Käse und Schwarzwälder Schinken gegenseitig bestellt und in Reisepläne einbezogen werden, habe er sein erstes Ziel erreicht, definierte Thomas Bauer seine Vorstellungen.

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06.12.2017, 01:00 Uhr

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