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Ermordeter Mönch im Kloster

Herbert Noack aus Vöhringen hat mit „Albtraum Jakobsweg“ einen Krimi veröffentlicht

Die Liebe zum Schreiben trägt Herbert Noack schon seit seiner Jugendzeit mit sich herum. Doch erst jetzt hat der Vöhringer einen Kriminalroman zu Papier gebracht. „Albtraum Jakobsweg“ heißt das Erstlingswerk. Für den gelernten Industriemechaniker ist das Schreiben ein kreativer Ausgleich zum Beruf. Der Kriminalroman spielt auf dem Jakobsweg. Dort kennt Noack sich selbst gut aus.

19.03.2015

Von petra haubold

Vöhringen. Der Hobby-Autor, der zusammen mit seiner Frau schon selbst rund 1500 Kilometer in Etappen auf dem berühmten Jakobsweg gepilgert ist, hegte schon lange den Wunsch, die Erlebnisse und Ideen zu Papier zu bringen. Herbert Noack baut deshalb allerlei bekannte Orte wie das Kloster Beuron oder die Städte Konstanz und Freiburg mit in die Handlung ein.

Kurz zusammengefasst geht es um die Romanhelden Franz und Sarah, die ihren Traum, bis nach Santiago de Compostela in Spanien zu pilgern, umsetzen und zunächst bei einem heftigen Gewitter in das Kloster Beuron im Donautal gelangen. Dort beginnt der Albtraum, denn ein Mönch wird ermordet aufgefunden. Das friedliche Pilgerpaar schlittert in ein riskantes Abenteuer. Auch Tochter Anna wird in die Geschehnisse hineinverstrickt. Denn die Archäologiestudentin findet bei Ausgrabungen in Konstanz eine geheimnisvolle schwarze Madonna und gerät schnell in das Visier verbrecherischer Machenschaften.

Machtgier, religiöser Wahn, Betrug und Manipulation dominieren die Erzählung in dem 264 Seiten starken Buch, das im Dezember 2014 im Tredition-Verlag erschienen ist.

Bis auf den Prolog, der ins mittelalterliche Konstantinopel führt, spielt die Handlung in der Gegenwart. „Auch die Ehe der beiden Romanhelden bekommt einen neuen Inhalt?, verrät der aus Bautzen stammende Autor. Herbert Noack verließ im Jahr 1988 die DDR ? nach dreijähriger Wartezeit auf eine Ausreiseerlaubnis. Zunächst verschlug es den Mechaniker nach Rosenfeld. Seit 2013 ist die Gemeinde Vöhringen Noacks Heimat geworden.

Die Charakterzüge der Protagonisten in dem Krimi hat Herbert Noack aus dem wahren Leben gegriffen, doch die Geschehnisse sind fiktiv. Das Anliegen des Hobby-Schriftstellers ist es, einen intelligenten Krimi zu schreiben. „Die Leser sollen ihren Alltag vergessen und in eine ganz andere Welt eintauchen?, wünscht sich der Autor.

Geschrieben hat der Vöhringer auch schon Kurzgeschichten, doch die wollte der Auto nicht veröffentlichen. Die Liebe zu Büchern begleitet Herbert Noack seit seiner Kindheit: Abenteuerromane von Jules Verne verschlang der Bautzener schon als kleiner Junge. Heute haben es dem Vöhringer in erster Linie die Gegenwartsliteraten, aber auch Gesellschaftskritisches und Kirchengeschichtliches angetan.

Rund drei Jahre lang hat Noack an dem Buch gearbeitet, doch die Vorbereitungen dauerten schon viel länger: „Auf unseren Pilgertouren haben wir so viel erlebt, und irgendwo wollte ich mit den Erlebnissen hin?, schmunzelt der 53-jährige Schriftsteller-Debütant. Es gebe zwar viel Literatur über den Jakobsweg, aber eben kaum Krimis. Daher wollte Herbert Noack „eine fiktive Geschichte an realen Orten? erarbeiten und eigene Erlebnisse miteinfließen lassen. Am meisten Spaß machten das Gestalten der Figuren und diese in einer Handlung weiterzuführen.

Das erste Buch des 53-Jährigen wird wohl nicht das letzte gewesen sein. „Die Geschichte ist zwar in sich abgeschlossen, könnte aber jederzeit fortgesetzt werden?, lässt der frischgebackene Autor schon mal durchblicken.

Info Das Buch „Albtraum Jakobsweg? von Herbert Noack ist im Tredition-Verlag erschienen und im Buchhandel als E-Book oder Taschenbuch erhältlich.

Für Debütant Herbert Noack aus Vöhringen ist mit der Veröffentlichung von „Albtraum Jakobsweg“ der erste Schritt in Richtung Krimi-Autor getan. Bücher und Lesen sind neben Wandern die großen Leidenschaften des 53-Jährigen.Bild: pez

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Erstellt:
19. März 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
19. März 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. März 2015, 12:00 Uhr

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