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Die Autos sollen raus

Herrenberg drückt 2015 auf Verkehrsentlastung der Innenstadt

Bei der Sperrung des Schönbuchtunnels war jetzt im Nu wieder einmal halb Herrenberg verstopft. Die Ammerbucher Nachbarstadt plant seit langem schon die Entlastung der City.

02.01.2015
  • Ernst Bauer

Herrenberg. Von einem der „Megathemen 2015“ sprach der Herrenberger Oberbürgermeister Thomas Sprißler schon bei der Einbringung des Haushaltsplans fürs neue Jahr – nicht weniger als 275 000 Euro sind, als Planungsrate, für die Entlastung der Innenstadt darin vorgesehen.

Weiträumig um die Innenstadt herum

Sprißler versprach, den Planungsprozess so offen und transparent fortzusetzen, wie er gestartet wurde, und dabei die Bürgerschaft ebenso einzubinden wie die verschiedenen Interessengruppen.

In der letzten Gemeinderatssitzung in Herrenberg sprach sich das Gremium einmütig für zusätzliche Verkehrsuntersuchungen aus. In der Bürgerfragestunde meldeten sich Vertreter einer Südwestumfahrung (G 14) zu Wort und äußerten Zweifel, ob es nötig sei, diese Variante zu untersuchen, die den Verkehr weiträumig um die Innenstadt herumführen würde.

Die Stadtentwicklung sei „gebremst“, meinte OB Sprißler, solange das Verkehrsthema nicht entschieden sei. Und ein Ratsmitglied präzisierte: Diese Untersuchung schaffe eine verlässliche Grundlage für die Entscheidung, die viele Bereiche der Stadtentwicklung tangiere.

Der Herrenberger Gemeinderat beauftragte schließlich ohne Gegenstimme die Ingenieurgesellschaft Dr. Brenner mit den weiteren Planungen. Wenn alles glatt läuft, so hieß es, könne im kommenden Frühjahr die erneute Bürgerbeteiligung über die Bühne gehen und im Juli 2015 dann eine Entscheidung fallen.

Unter den zig Varianten der Herrenberger Innenstadtberuhigung sollen vor allem folgende Punkte nun geprüft werden:

Bei der Variante 13 (Bahndurchstich) wird untersucht, ob sich dadurch der Schleichverkehr in den angrenzenden Wohngebieten erhöht. Und ob eine alternative Anbindung an die Nagolder Straße möglich ist.

Die Variante G 14+ (Ringlösung), von der SPD als weiträumige Südwestumfahrung ins Gespräch gebracht, wird ebenfalls weiter verfolgt. Dabei müsste der Reinhold-Schick-Platz in eine Fußgängerzone umgewandelt werden.

Aus für einen Schlossbergtunnel

Im Sommer war auch schon mal von einem Herrenberger Schlossbergtunnel die Rede. Ein Gutachten riet jedoch dringend davon ab. Mit den Tunnelplänen hätte man gerade den Schick-Platz, von täglich 40 000 Autos überflutet, auf einen Schlag beruhigt. Doch mit rund 120 Millionen Euro erschien das Projekt nicht nur zu teuer. Es hätte auch den Schlossberghang ins Rutschen bringen können – und damit die Herrenberger Stiftskirche gefährdet.

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02.01.2015, 12:00 Uhr

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