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Herumspinnen ausdrücklich erwünscht
Das Weissenhofmuseum gehört zur gleichnamigen Siedlung, die Vorbild für die neue Bauausstellung sein wird. Foto: dpa
Stuttgart

Herumspinnen ausdrücklich erwünscht

In wenigen Wochen fällt der Startschuss zur Internationalen Bauausstellung.

24.10.2016
  • UWE ROTH

Stuttgart. Das Vorbild steht in Stuttgart: die Weißenhofsiedlung. 1927 wurde jenes Häuser-Areal am Stuttgarter Killesberg eingeweiht, auf dem die beiden Le-Corbusier-Bauten stehen, die mittlerweile zum Unesco-Welterbe gehören. 100 Jahre später sollen erneut im Rahmen einer Internationalen Bauausstellung (IBA) innovative Neubauten in die Architekturgeschichte eingehen. In den kommenden zehn Jahren werden diesmal die Objekte nicht nur in der Landeshauptstadt entstehen, sondern in der gesamten Region, so die Zielsetzung.

Deswegen ist der Verband Region Stuttgart (VRS) der Initiator und Begleiter eines „kreativen Prozesses, bei dem man am Anfang nicht immer weiß, was am Ende rauskommt“. Das sagte VRS-Vorsitzender Thomas Bopp Mitte Oktober zum Abschluss der sechs Monate dauernden Vorbereitungsphase, an der nach VRS-Angaben 500 Fachleute beteiligt waren. Ihre Wunschvorstellungen von einer „Baukultur einer Neuen Moderne“ oder „Neuen Technologien für die lebenswerte StadtRegion“ sind auf 13 Seiten im „Memorandum IBA 2027 StadtRegion Stuttgart“ festgehalten. Nun müssen diese geplant, finanziert und genehmigt werden. Vorsorglich appellierte Bopp an die Verantwortlichen in den Kommunen, „den Kreativen einen Vertrauensvorschuss zu gewähren“, und ermunterte die Architekten und Planer: „Spinnen Sie, aber verpacken Sie ihre Spinnereien so, dass sie in den Gemeinderäten mehrheitsfähig sind.“

Beschluss im Dezember

Die nächsten Schritte sind ein Beschluss der Regionalversammlung, mit welchen Mitteln der Planungsprozess starten kann, sowie die Einrichtung eines Projektbüros in den Räumen der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS). Die Stadt Heidelberg arbeitet seit 2012 an einer IBA, die 2022 abgeschlossen sein soll. In der dortigen Geschäftsstelle ist ein zehnköpfiges Team damit beschäftigt, die Ausstellung zu einem Erfolg werden zu lassen. Für den Aufbau der IBA-Geschäftsstelle in Stuttgart sind für das kommende Jahr rund 360 000 Euro eingeplant. Der Etat muss allerdings noch von den Regionalräten in ihrer Sitzung am 7. Dezember beschlossen werden.

Initiatoren einer IBA müssen sich diese nicht von einer übergeordneten Stelle absegnen lassen. Sie wird völlig in Eigenregie ausgerichtet. Neben Heidelberg sind das Land Thüringen und die Stadt Basel dabei, innovative Bauprojekte unter dem IBA-Titel voranzutreiben. Die Bundeshauptstadt hat ihre IBA Berlin 2020 aus Kostengründen im Juni 2013 wieder abgesagt. Uwe Roth

Info Näheres im Internet über den Link: http://iba2027.region-stuttgart.de/media/memorandum_iba_2027_stadtregion_stuttgart.pdf

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24.10.2016, 06:00 Uhr

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