Hier wohnte ... - Stolpersteine in Horb

Mit der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938, an dem in Deutschland und Österreich die Synagogen zerstört wurden, begannen die Vorbereitungen zur Vernichtung der jüdischen Menschen. Entlang der Stolpersteine soll an sie erinnert werden. 48 Steine liegen in Nordstetten, Mühringen, Rexingen und Horb selbst. Die SÜDWEST PRESSE hat sie alle fotografiert und erzählt in Zusammenarbeit mit dem Synagogenverein ihre Geschichten. Texte: Barbara Staudacher / Bilder: Benjamin Breitmaier

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Karl Steinharter: Er war Viehhändler in Mühringen und mit Selma Erlanger aus Jebenhausen bei Göppingen verheiratet. Auch er wurde Soldat im Ersten Weltkrieg und kehrte mit verschiedenen Auszeichnungen zurück. Das Ehepaar hatte einen Sohn, Siegfried, der sich 1938 der Rexinger Auswanderergruppe nach Palästina anschloss. Selma Steinharter starb 1940. Der Witwer wurde im Dezember 1941 deportiert. Er war 61 Jahre alt, wie und wann er gestorben ist, wissen wir nicht.
Eugen Rohrer: Der Schlosser Eugen Rohrer arbeitete im Betrieb seines Vaters in der Horber Marktstraße. 1898 hatte er einen Arbeitsunfall und stürzte vom Dach. Er schien unverletzt, aber nach einer Reihe von kleineren Unfällen in der Folge verändert er sich psychisch so stark, dass die Familie beunruhigt war und ihn 1903 in die Heil- und Pflegeanstalt Rottenmünster einliefern ließ. Von Rottenmünster kam er nach Tübingen, dann nach Pfullingen und schließlich nach Winnenden. Er war Patient gegen seinen Willen und wurde im Juni 1940 nach Grafeneck verlegt und dort ermordet. Er war 76 Jahre alt.
Zilly, Wilhelm und Ilse Käthe Wälder: Auch Wilhelm Wälder war ein Rexinger Viehhändler. Er hatte mit seiner Frau Zilly drei Kinder. Der Sohn Sally konnte nach Schweden fliehen, die Tochter Hella in die USA. Die jüngste Tochter Ilse Käthe hatte Krankenschwester gelernt und wurde mit 19 Jahren ins Ghetto Izbica deportiert. Wahrscheinlich wurde sie in Treblinka oder Belzec ermordet. Von ihrem Vater ist noch eine Postkarte aus Theresienstadt an seinen Freund Cornelius Vögele in Rexingen erhalten. Es gehe ihnen gut, schrieb er, wie es die Zensur verlangte. Aber als die Postkarte 1943 ankam, war seine Frau schon an Hunger oder Krankheit gestorben. Wilhelm Wälder wurde 1944 in Auschwitz ermordet. Er war 64 Jahre alt, seine Frau starb mit 58 Jahren.
Zilly, Wilhelm und Ilse Käthe Wälder: Auch Wilhelm Wälder war ein Rexinger Viehhändler. Er hatte mit seiner Frau Zilly drei Kinder. Der Sohn Sally konnte nach Schweden fliehen, die Tochter Hella in die USA. Die jüngste Tochter Ilse Käthe hatte Krankenschwester gelernt und wurde mit 19 Jahren ins Ghetto Izbica deportiert. Wahrscheinlich wurde sie in Treblinka oder Belzec ermordet. Von ihrem Vater ist noch eine Postkarte aus Theresienstadt an seinen Freund Cornelius Vögele in Rexingen erhalten. Es gehe ihnen gut, schrieb er, wie es die Zensur verlangte. Aber als die Postkarte 1943 ankam, war seine Frau schon an Hunger oder Krankheit gestorben. Wilhelm Wälder wurde 1944 in Auschwitz ermordet. Er war 64 Jahre alt, seine Frau starb mit 58 Jahren.
Zilly, Wilhelm und Ilse Käthe Wälder: Auch Wilhelm Wälder war ein Rexinger Viehhändler. Er hatte mit seiner Frau Zilly drei Kinder. Der Sohn Sally konnte nach Schweden fliehen, die Tochter Hella in die USA. Die jüngste Tochter Ilse Käthe hatte Krankenschwester gelernt und wurde mit 19 Jahren ins Ghetto Izbica deportiert. Wahrscheinlich wurde sie in Treblinka oder Belzec ermordet. Von ihrem Vater ist noch eine Postkarte aus Theresienstadt an seinen Freund Cornelius Vögele in Rexingen erhalten. Es gehe ihnen gut, schrieb er, wie es die Zensur verlangte. Aber als die Postkarte 1943 ankam, war seine Frau schon an Hunger oder Krankheit gestorben. Wilhelm Wälder wurde 1944 in Auschwitz ermordet. Er war 64 Jahre alt, seine Frau starb mit 58 Jahren.
Fanny, Viktor, Heinz Simon und Ruth Wälder: Viktor Wälder wurde in Rexingen geboren und hatte einen Viehhandel in Horb. Von 1914 bis 1918 war er Soldat im Ersten Weltkrieg. Seine Frau starb 1922 kurz nach der Geburt ihres zweiten Kindes Ruth. 1924 heiratete er ein zweites Mal, Fanny Hirsch aus dem Elsass. Sie bekamen 1925 noch den Sohn Simon. Da Viktor Wälder politisch links aktiv war, musste die Familie schon 1933 nach Frankreich fliehen. Als dort 1941/42 die systematische Judenverfolgung begann, versuchten sie, in die Schweiz zu gelangen, wurden aber an der Grenze abgewiesen und verhaftet. Über Drancy kamen sie 1943 nach Auschwitz. Nur die älteste Tochter Hilde überlebte in einem Versteck in Frankreich. Viktor Wälder war 59, sein Frau 49 und die Kinder Ruth und Simon 21 und 18 Jahre alt.
Fanny, Viktor, Heinz Simon und Ruth Wälder: Viktor Wälder wurde in Rexingen geboren und hatte einen Viehhandel in Horb. Von 1914 bis 1918 war er Soldat im Ersten Weltkrieg. Seine Frau starb 1922 kurz nach der Geburt ihres zweiten Kindes Ruth. 1924 heiratete er ein zweites Mal, Fanny Hirsch aus dem Elsass. Sie bekamen 1925 noch den Sohn Simon. Da Viktor Wälder politisch links aktiv war, musste die Familie schon 1933 nach Frankreich fliehen. Als dort 1941/42 die systematische Judenverfolgung begann, versuchten sie, in die Schweiz zu gelangen, wurden aber an der Grenze abgewiesen und verhaftet. Über Drancy kamen sie 1943 nach Auschwitz. Nur die älteste Tochter Hilde überlebte in einem Versteck in Frankreich. Viktor Wälder war 59, sein Frau 49 und die Kinder Ruth und Simon 21 und 18 Jahre alt.
Fanny, Viktor, Heinz Simon und Ruth Wälder: Viktor Wälder wurde in Rexingen geboren und hatte einen Viehhandel in Horb. Von 1914 bis 1918 war er Soldat im Ersten Weltkrieg. Seine Frau starb 1922 kurz nach der Geburt ihres zweiten Kindes Ruth. 1924 heiratete er ein zweites Mal, Fanny Hirsch aus dem Elsass. Sie bekamen 1925 noch den Sohn Simon. Da Viktor Wälder politisch links aktiv war, musste die Familie schon 1933 nach Frankreich fliehen. Als dort 1941/42 die systematische Judenverfolgung begann, versuchten sie, in die Schweiz zu gelangen, wurden aber an der Grenze abgewiesen und verhaftet. Über Drancy kamen sie 1943 nach Auschwitz. Nur die älteste Tochter Hilde überlebte in einem Versteck in Frankreich. Viktor Wälder war 59, sein Frau 49 und die Kinder Ruth und Simon 21 und 18 Jahre alt.
Fanny, Viktor, Heinz Simon und Ruth Wälder: Viktor Wälder wurde in Rexingen geboren und hatte einen Viehhandel in Horb. Von 1914 bis 1918 war er Soldat im Ersten Weltkrieg. Seine Frau starb 1922 kurz nach der Geburt ihres zweiten Kindes Ruth. 1924 heiratete er ein zweites Mal, Fanny Hirsch aus dem Elsass. Sie bekamen 1925 noch den Sohn Simon. Da Viktor Wälder politisch links aktiv war, musste die Familie schon 1933 nach Frankreich fliehen. Als dort 1941/42 die systematische Judenverfolgung begann, versuchten sie, in die Schweiz zu gelangen, wurden aber an der Grenze abgewiesen und verhaftet. Über Drancy kamen sie 1943 nach Auschwitz. Nur die älteste Tochter Hilde überlebte in einem Versteck in Frankreich. Viktor Wälder war 59, sein Frau 49 und die Kinder Ruth und Simon 21 und 18 Jahre alt.
Thekla, Elias und Trude Schwarz: Elias Schwarz betrieb zusammen mit seinen Brüdern eine Viehhandlung in Rexingen. Er war Witwer, als er 1919 Thekla Schwarz aus Mühringen heiratete. Zuvor war er Soldat im Ersten Weltkrieg gewesen. Aus erster Ehe hatte er zwei Töchter und bekam mit seiner zweiten Frau noch einmal zwei Mädchen. Drei der Töchter konnten sich durch Flucht ins Ausland retten. Die Familie lebte in Armut, nachdem Elias Schwarz Berufsverbot hatte und zur Zwangsarbeit verpflichtet worden war. Die 18jährige Tochter Trude suchte noch 1940 verzweifelt nach Verdienst- und Fluchtmöglichkeiten. Sie kamen nach Riga ins Lager Jungfernhof. Wann, wo und wie sie gestorben sind, ist nicht bekannt. Sie waren 59, 48 und 19 Jahre alt.
Thekla, Elias und Trude Schwarz: Elias Schwarz betrieb zusammen mit seinen Brüdern eine Viehhandlung in Rexingen. Er war Witwer, als er 1919 Thekla Schwarz aus Mühringen heiratete. Zuvor war er Soldat im Ersten Weltkrieg gewesen. Aus erster Ehe hatte er zwei Töchter und bekam mit seiner zweiten Frau noch einmal zwei Mädchen. Drei der Töchter konnten sich durch Flucht ins Ausland retten. Die Familie lebte in Armut, nachdem Elias Schwarz Berufsverbot hatte und zur Zwangsarbeit verpflichtet worden war. Die 18jährige Tochter Trude suchte noch 1940 verzweifelt nach Verdienst- und Fluchtmöglichkeiten. Sie kamen nach Riga ins Lager Jungfernhof. Wann, wo und wie sie gestorben sind, ist nicht bekannt. Sie waren 59, 48 und 19 Jahre alt.
Thekla, Elias und Trude Schwarz: Elias Schwarz betrieb zusammen mit seinen Brüdern eine Viehhandlung in Rexingen. Er war Witwer, als er 1919 Thekla Schwarz aus Mühringen heiratete. Zuvor war er Soldat im Ersten Weltkrieg gewesen. Aus erster Ehe hatte er zwei Töchter und bekam mit seiner zweiten Frau noch einmal zwei Mädchen. Drei der Töchter konnten sich durch Flucht ins Ausland retten. Die Familie lebte in Armut, nachdem Elias Schwarz Berufsverbot hatte und zur Zwangsarbeit verpflichtet worden war. Die 18jährige Tochter Trude suchte noch 1940 verzweifelt nach Verdienst- und Fluchtmöglichkeiten. Sie kamen nach Riga ins Lager Jungfernhof. Wann, wo und wie sie gestorben sind, ist nicht bekannt. Sie waren 59, 48 und 19 Jahre alt.
Martha Schwarz: Sie war die Schwester von Sofie Elsässer und arbeitete im Mühringer Textil- und Schuhgeschäft ihres Schwagers Salomon Elsässer. Sie war unverheiratet und wohnte im eigenen Haus in der Burggasse. Zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Emma Feigenheimer wurde sie im Dezember 1941 nach Riga deportiert. Dort verlieren sich ihre Spuren. Martha Schwarz war 44 Jahre alt.
Louis Schwarz: Louis Schwarz und seine Frau Hedwig stammten beide aus der weit verzweigten Rexinger Schwarz-Familie. Er war Viehhändler und bereiste unter anderem die Gegend um Oberndorf. In Epfendorf hatte er einen Gaststall und ein Zimmer im Gasthaus Krone gemietet. Das Ehepaar hatte nur eine Tochter, Hilde, die den Viehhändler Julius Lemberger heiratete und mit ihm einen Sohn bekam. Nach dem Tod ihres Mannes zog sie von Horb nach Rexingen zu den Eltern zurück. 1942 wurde sie in der Nähe von Riga mit dem Kind erschossen. Die Eltern Louis und Hedwig Schwarz wurden 1942 deportiert. Louis Schwarz starb 1944 in Theresienstadt mit 64 Jahren an Unterernährung. Seine Frau Hedwig überlebte das Ghetto und starb 1952 nach langer Krankheit im Marienhospital in Stuttgart.
Elsa Pressburger: Sie stammte aus Rexingen und war mit dem Viehhändler Heinrich Pressburger verheiratet. Das Ehepaar hatte einen Sohn, Alfons, der in Grafing bei München als Viehhändler arbeitete. Er erschoss sich am 8. April 1933 in seiner Wohnung, als ihn die Polizei wegen seiner offen geäußerten Kritik an der Boykottaktion vom 1. April verhaften wollte. Heinrich Pressburger starb im November 1939. Seit Juni wohnte der letzte Lehrer Arnold Isenberg mit seiner Frau im Haus und waren Zeugen der Deportation von Elsa Pressburger. In Riga verliert sich ihre Spur. Sie war 62 Jahre alt.
Kathi und Isak Pressburger
Sie stammten beide aus Rexingen und lebten auch dort, bis sie im Dezember 1941 deportiert wurden. Isak Pressburger war Viehhändler, seine Frau führte eine Lebens- und Futtermittelhandlung. Das Ehepaar hatte nur eine Tochter, Hilde, der zusammen mit ihrem Mann die Flucht in die USA gelang. Wie viele der jüdischen Männer in Rexingen war auch Isak Pressburger als Soldat im Ersten Weltkrieg gewesen. Viele dieser Kriegsveteranen, die mit Auszeichnungen aus dem Krieg zurückgekommen waren, konnten nicht glauben, dass ihnen etwas geschehen würde. Im Lager Jungfernhof verliert sich die Spur von Isak und Kathi Pressburger. Sie waren 60 und 59 Jahre alt.
Kathi und Isak Pressburger: Sie stammten beide aus Rexingen und lebten auch dort, bis sie im Dezember 1941 deportiert wurden. Isak Pressburger war Viehhändler, seine Frau führte eine Lebens- und Futtermittelhandlung. Das Ehepaar hatte nur eine Tochter, Hilde, der zusammen mit ihrem Mann die Flucht in die USA gelang. Wie viele der jüdischen Männer in Rexingen war auch Isak Pressburger als Soldat im Ersten Weltkrieg gewesen. Viele dieser Kriegsveteranen, die mit Auszeichnungen aus dem Krieg zurückgekommen waren, konnten nicht glauben, dass ihnen etwas geschehen würde. Im Lager Jungfernhof verliert sich die Spur von Isak und Kathi Pressburger. Sie waren 60 und 59 Jahre alt.
Peppi und Thekla Oppenheimer: Die Schwestern waren in Mühringen geboren und lebten dort bis zu ihrer Deportation. Sie wohnten im elterlichen Haus und hatten eine Schneiderwerkstatt. Das Haus mussten sie 1941 zu einem Schleuderpreis verkaufen. Der Erlös ging an die Jüdische Kultusgemeinde in Stuttgart, die die Schwestern unterstützte und die auch für den so genannten „Heimeinkaufsvertrag“ für das Ghetto Theresienstadt bezahlen musste. Im April 1942 wurden sie nach Rexingen zwangsumgesiedelt und im August deportiert. Thekla Oppenheimer wurde im September in Treblinka ermordet. Peppi, die zu schwach für den Transport gewesen war, starb einen Tag nach ihrer Schwester. Sie waren 77 und 73 Jahre alt.
Peppi und Thekla Oppenheimer: Die Schwestern waren in Mühringen geboren und lebten dort bis zu ihrer Deportation. Sie wohnten im elterlichen Haus und hatten eine Schneiderwerkstatt. Das Haus mussten sie 1941 zu einem Schleuderpreis verkaufen. Der Erlös ging an die Jüdische Kultusgemeinde in Stuttgart, die die Schwestern unterstützte und die auch für den so genannten „Heimeinkaufsvertrag“ für das Ghetto Theresienstadt bezahlen musste. Im April 1942 wurden sie nach Rexingen zwangsumgesiedelt und im August deportiert. Thekla Oppenheimer wurde im September in Treblinka ermordet. Peppi, die zu schwach für den Transport gewesen war, starb einen Tag nach ihrer Schwester. Sie waren 77 und 73 Jahre alt.
Jeanette und Samuel Levi: Samuel Levi war wie sein Vater Viehhändler in Rexingen. Er war seit 1013 mit Jeanette Hahn aus Nenzenheim bei Kitzingen verheiratet. Im Ersten Weltkrieg war er Soldat, die Kinder wurden 1920 (Kläre Käthe) und 1924 (Isbert) geboren. Samuel Levi musste, wie alle Rexinger Viehhändler, seinen Betrieb spätestens im Januar 1939 einstellen. Es gelang den Eltern, für den Sohn Isbert 1939 einen Platz in einem Jugendtransport nach Palästina zu bekommen. Der Transport ging über Schweden, und Isbert Levi entschloss sich, dort zu bleiben. Die Tochter heiratete 1940 und wurde mit ihrem Mann deportiert. Samuel und Jeanette Levi kamen, wie so viele andere Rexinger Jüdinnen und Juden nach Riga ins Lager Jungfernhof, wo sich ihre Spur verliert. Sie waren 58 Jahre alt.
Jeanette und Samuel Levi: Samuel Levi war wie sein Vater Viehhändler in Rexingen. Er war seit 1013 mit Jeanette Hahn aus Nenzenheim bei Kitzingen verheiratet. Im Ersten Weltkrieg war er Soldat, die Kinder wurden 1920 (Kläre Käthe) und 1924 (Isbert) geboren. Samuel Levi musste, wie alle Rexinger Viehhändler, seinen Betrieb spätestens im Januar 1939 einstellen. Es gelang den Eltern, für den Sohn Isbert 1939 einen Platz in einem Jugendtransport nach Palästina zu bekommen. Der Transport ging über Schweden, und Isbert Levi entschloss sich, dort zu bleiben. Die Tochter heiratete 1940 und wurde mit ihrem Mann deportiert. Samuel und Jeanette Levi kamen, wie so viele andere Rexinger Jüdinnen und Juden nach Riga ins Lager Jungfernhof, wo sich ihre Spur verliert. Sie waren 58 Jahre alt.
Hilde und Siegfried Lemberger: Hilde Lemberger war die Witwe von Julius Lemberger und die Schwiegertochter von Dorchen und Max Lemberger. Ihr Mann hatte in Horb eine Viehhandlung betrieben. Nach seinem Tod 1936 zog sie mit ihrem kleinen Sohn Friederle wieder nach Rexingen zu ihren Eltern Hedwig und Louis Schwarz. Sie und ihr Sohn wurden zusammen mit ihrer Schwägerin Erna Heß und deren Sohn Rudolf wie alle Mütter mit Kindern im Lager Jungfernhof im März 1942 in einem Wald in der Nähe des Lagers erschossen. Sie war 32 Jahre, ihr Sohn 6 Jahre alt.
Hilde und Siegfried Lemberger: Hilde Lemberger war die Witwe von Julius Lemberger und die Schwiegertochter von Dorchen und Max Lemberger. Ihr Mann hatte in Horb eine Viehhandlung betrieben. Nach seinem Tod 1936 zog sie mit ihrem kleinen Sohn Friederle wieder nach Rexingen zu ihren Eltern Hedwig und Louis Schwarz. Sie und ihr Sohn wurden zusammen mit ihrer Schwägerin Erna Heß und deren Sohn Rudolf wie alle Mütter mit Kindern im Lager Jungfernhof im März 1942 in einem Wald in der Nähe des Lagers erschossen. Sie war 32 Jahre, ihr Sohn 6 Jahre alt.
Dorchen Lemberger: Ihr Mann, der Rexinger Viehhändler Max Lemberger, war 1935 gestorben. Ihr ältester Sohn Julius starb 1936 an den Folgen einer Kriegsverletzung aus dem Ersten Weltkrieg. Die Söhne Josef und Salli schlossen sich 1938 der Rexinger Auswanderergruppe nach Palästina an. Die Tochter Erna zog 1939 nach der Emigration ihres Mannes wieder zu ihrer Mutter nach Rexingen. Diese musste 1941 die Deportation von Tochter und Enkel nach Riga miterleben. Sie selbst kam ins Ghetto Theresienstadt und wurde einen Monat später in Treblinka ermordet. Sie war 72 Jahre alt.
Maria Leins: Sie wuchs in Horb in der Hirschgasse auf. Sie war eine lebenslustige junge Frau und hatte einen kleinen Sohn, der bei den Großeltern aufwuchs, während sie als Arbeiterin bei der Waffenfabrik Mauser in Oberndorf dienstverpflichtet war. In Horb lernte sie einen polnischen Zwangsarbeiter kennen, der beim Spital arbeitete und verliebte sich. Bei einem Treffen Ende 1943 wurden sie beobachtet und denunziert. Am nächsten Tag wurde Maria Leins direkt von der Arbeit in Oberndorf ins Gefängnis gebracht und von dort in eine Erziehungsanstalt eingewiesen. Der junge Pole wurde vermutlich erschossen. Maria Leins starb am 27. Februar 1945 im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück. Sie wurde 23 Jahre alt.
Friederike und Arnold Isenberg
Sie waren keine Rexinger. Friederike Isenberg kam aus der Pfalz, ihr Mann aus Pommern. Er war Lehrer, und bevor sie nach Rexingen kamen, unterrichtete er im Jüdischen Waisenhaus in Esslingen. In Rexingen durften die jüdischen Kinder ab November 1938 das Schulhaus nicht mehr betreten und wurden im alten Gemeindehaus unterrichtet. Arnold Isenberg übernahm ab Juni 1939 die Stelle von Herbert Kahn, der nach England emigriert war. Er versuchte, den wenigen verbliebenen Kindern einen behüteten Schulalltag zu ermöglichen. Schließlich wurde er im April 1942 mit seiner Frau deportiert. Wo und wie Friederike und Arnold Isenberg gestorben sind, lässt sich nicht mehr mit Bestimmtheit sagen. Sie waren 53 und 51 Jahre alt.
Friederike und Arnold Isenberg
Sie waren keine Rexinger. Friederike Isenberg kam aus der Pfalz, ihr Mann aus Pommern. Er war Lehrer, und bevor sie nach Rexingen kamen, unterrichtete er im Jüdischen Waisenhaus in Esslingen. In Rexingen durften die jüdischen Kinder ab November 1938 das Schulhaus nicht mehr betreten und wurden im alten Gemeindehaus unterrichtet. Arnold Isenberg übernahm ab Juni 1939 die Stelle von Herbert Kahn, der nach England emigriert war. Er versuchte, den wenigen verbliebenen Kindern einen behüteten Schulalltag zu ermöglichen. Schließlich wurde er im April 1942 mit seiner Frau deportiert. Wo und wie Friederike und Arnold Isenberg gestorben sind, lässt sich nicht mehr mit Bestimmtheit sagen. Sie waren 53 und 51 Jahre alt.
Ida, Julius und Sally Hopfer: Der Viehhändler Julius Hopfer war 1931 in den Rexinger Gemeinderat gewählt und 1933 wieder ausgeschlossen worden. Er war zweifacher Witwer und hatte in dritter Ehe Ida Hanauer aus Schluchtern geheiratet. Der Sohn Arnold aus erster Ehe konnte in die USA fliehen, ebenso wie seine Tochter Paula mit ihrem Mann Adolf Pressburger. Sie durften allerdings ihre Kinder Werner und Anneliese nicht mitnehmen. Die beiden wohnten bei ihren Großeltern und Paulas Bruder Sally Hopfer kümmerte sich um sie und ihre Ausreise, bis er sie 1941 Jahr alleine ihren Eltern nachschicken konnte. Für ihn selbst war es für eine Flucht zu spät. Er kam von Riga nach Buchenwald und wurde beim Transport nach Theresienstadt kurz vor der Befreiung bei einem Fliegerangriff getötet. Er war 42 Jahre alt.
Seine Eltern wurden 1944 von Theresienstadt nach Auschwitz gebracht und ermordet. Sie waren 69 und 56 Jahre alt.
Ida, Julius und Sally Hopfer: Der Viehhändler Julius Hopfer war 1931 in den Rexinger Gemeinderat gewählt und 1933 wieder ausgeschlossen worden. Er war zweifacher Witwer und hatte in dritter Ehe Ida Hanauer aus Schluchtern geheiratet. Der Sohn Arnold aus erster Ehe konnte in die USA fliehen, ebenso wie seine Tochter Paula mit ihrem Mann Adolf Pressburger. Sie durften allerdings ihre Kinder Werner und Anneliese nicht mitnehmen. Die beiden wohnten bei ihren Großeltern und Paulas Bruder Sally Hopfer kümmerte sich um sie und ihre Ausreise, bis er sie 1941 Jahr alleine ihren Eltern nachschicken konnte. Für ihn selbst war es für eine Flucht zu spät. Er kam von Riga nach Buchenwald und wurde beim Transport nach Theresienstadt kurz vor der Befreiung bei einem Fliegerangriff getötet. Er war 42 Jahre alt.
Seine Eltern wurden 1944 von Theresienstadt nach Auschwitz gebracht und ermordet. Sie waren 69 und 56 Jahre alt.
Ida, Julius und Sally Hopfer: Der Viehhändler Julius Hopfer war 1931 in den Rexinger Gemeinderat gewählt und 1933 wieder ausgeschlossen worden. Er war zweifacher Witwer und hatte in dritter Ehe Ida Hanauer aus Schluchtern geheiratet. Der Sohn Arnold aus erster Ehe konnte in die USA fliehen, ebenso wie seine Tochter Paula mit ihrem Mann Adolf Pressburger. Sie durften allerdings ihre Kinder Werner und Anneliese nicht mitnehmen. Die beiden wohnten bei ihren Großeltern und Paulas Bruder Sally Hopfer kümmerte sich um sie und ihre Ausreise, bis er sie 1941 Jahr alleine ihren Eltern nachschicken konnte. Für ihn selbst war es für eine Flucht zu spät. Er kam von Riga nach Buchenwald und wurde beim Transport nach Theresienstadt kurz vor der Befreiung bei einem Fliegerangriff getötet. Er war 42 Jahre alt.
Seine Eltern wurden 1944 von Theresienstadt nach Auschwitz gebracht und ermordet. Sie waren 69 und 56 Jahre alt.
Erna und Richard Heß: Mutter und Sohn wohnten zur Zeit ihrer Deportation in Rexingen bei der verwitweten Großmutter Dorchen Lemberger. Der Vater, Walter Heß, war Viehhändler in Malsch gewesen und 1938 nach Argentinien geflohen. Er konnte seine Frau und seinen Sohn nicht nachholen. Deshalb zogen die beiden 1939 wieder nach Rexingen. Erna und Richard Heß wurden im März 1942 in der Nähe des Lagers Jungfernhof bei Riga erschossen.
Erna und Richard Heß: Mutter und Sohn wohnten zur Zeit ihrer Deportation in Rexingen bei der verwitweten Großmutter Dorchen Lemberger. Der Vater, Walter Heß, war Viehhändler in Malsch gewesen und 1938 nach Argentinien geflohen. Er konnte seine Frau und seinen Sohn nicht nachholen. Deshalb zogen die beiden 1939 wieder nach Rexingen. Erna und Richard Heß wurden im März 1942 in der Nähe des Lagers Jungfernhof bei Riga erschossen.
Sie waren 38 und 11 Jahre alt.
Klara und Max Haarburger: Sie stammten aus Mühringen und betrieben dort ein Metzgereigeschäft. Zwei Kinder waren schon kurz nach der Geburt gestorben. Max Haarburger war Teilnehmer im Ersten Weltkrieg und engagierte sich im örtlichen Vereinsleben. Im April 1933 erließen die Nationalsozialisten ein Schächtverbot, was das berufliche Ende für koschere Metzger bedeutete. In der Folge verarmte das Ehepaar. In Theresienstadt starb Klara Haarburger nach wenigen Monaten an Hunger oder Krankheit verstarb. Max Haarburger wurde im Mai 1944 in Auschwitz ermordet. Sie waren 63 und 70 Jahre alt.
Berta und Sigmund Gideon: Sigmund Gideon war Viehhändler in Rexingen. Er betreute die Gegend um Sulz und Loßburg. Die Tochter Käthe und der Sohn Hermann gehörten zur Auswanderergruppe und den Gründern von Shavei Zion. Eine zweite Tochter konnte in die USA emigrieren. Sigmund Gideon war Soldat im Ersten Weltkrieg gewesen, vielleicht fühlte er sich deshalb in Rexingen sicher. Im September 1942 wurden er und seine Frau in Treblinka ermordet. Fünf Geschwister des Ehepaares starben ebenfalls in der Shoa. Berta und Sigmund Gideon waren 62 und 70 Jahre alt.
Berta und Sigmund Gideon: Sigmund Gideon war Viehhändler in Rexingen. Er betreute die Gegend um Sulz und Loßburg. Die Tochter Käthe und der Sohn Hermann gehörten zur Auswanderergruppe und den Gründern von Shavei Zion. Eine zweite Tochter konnte in die USA emigrieren. Sigmund Gideon war Soldat im Ersten Weltkrieg gewesen, vielleicht fühlte er sich deshalb in Rexingen sicher. Im September 1942 wurden er und seine Frau in Treblinka ermordet. Fünf Geschwister des Ehepaares starben ebenfalls in der Shoa. Berta und Sigmund Gideon waren 62 und 70 Jahre alt.
Auguste, Martha und Simon Fröhlich: Die Viehhänder-Witwe Auguste Fröhlich stammte aus einer alten Rexinger Familie. Sie hatte zwei Söhne. Julius Fröhlich gelang mit seiner Familie die Flucht nach Palästina. Er gehörte zu den Gründern von Shavei Zion. Simon Fröhlich war im fränkischen Wiesenstetten verheiratet. Auch er wollte sich mit Frau und Kind der Auswanderer-Gruppe anschließen, aber es gelang ihnen Ende 1939 nur noch, den 13jährigen Sohn Heinz allein nach Shavei Zion zu schicken. Nach vielen Schwierigkeiten konnten sie 1940 nach Rexingen zur Mutter ziehen. Ein Jahr später wurde das Ehepaar ins Lager Jungfernhof in Lettland deportiert, wo sich ihre Spur verliert. August Fröhlich wurde im September 1942 in Treblinka ermordet. Sie war 73, Simon und Martha Fröhlich 46 und 43 Jahre alt.
Auguste, Martha und Simon Fröhlich: Die Viehhänder-Witwe Auguste Fröhlich stammte aus einer alten Rexinger Familie. Sie hatte zwei Söhne. Julius Fröhlich gelang mit seiner Familie die Flucht nach Palästina. Er gehörte zu den Gründern von Shavei Zion. Simon Fröhlich war im fränkischen Wiesenstetten verheiratet. Auch er wollte sich mit Frau und Kind der Auswanderer-Gruppe anschließen, aber es gelang ihnen Ende 1939 nur noch, den 13jährigen Sohn Heinz allein nach Shavei Zion zu schicken. Nach vielen Schwierigkeiten konnten sie 1940 nach Rexingen zur Mutter ziehen. Ein Jahr später wurde das Ehepaar ins Lager Jungfernhof in Lettland deportiert, wo sich ihre Spur verliert. August Fröhlich wurde im September 1942 in Treblinka ermordet. Sie war 73, Simon und Martha Fröhlich 46 und 43 Jahre alt.
Auguste, Martha und Simon Fröhlich: Die Viehhänder-Witwe Auguste Fröhlich stammte aus einer alten Rexinger Familie. Sie hatte zwei Söhne. Julius Fröhlich gelang mit seiner Familie die Flucht nach Palästina. Er gehörte zu den Gründern von Shavei Zion. Simon Fröhlich war im fränkischen Wiesenstetten verheiratet. Auch er wollte sich mit Frau und Kind der Auswanderer-Gruppe anschließen, aber es gelang ihnen Ende 1939 nur noch, den 13jährigen Sohn Heinz allein nach Shavei Zion zu schicken. Nach vielen Schwierigkeiten konnten sie 1940 nach Rexingen zur Mutter ziehen. Ein Jahr später wurde das Ehepaar ins Lager Jungfernhof in Lettland deportiert, wo sich ihre Spur verliert. August Fröhlich wurde im September 1942 in Treblinka ermordet. Sie war 73, Simon und Martha Fröhlich 46 und 43 Jahre alt.
Emma Feigenheimer: Zusammen mit ihrem Mann Julius Feigenheimer betrieb sie in Mühringen eine Fell- und Lederhandlung. Julius Feigenheimer war Gemeinderat und SPD-Mitglied. Seine Firma musste er Anfang 1939 schließen; er starb im Oktober 1940. Der leicht behinderte 24jährige Sohn Heinz-Arthur wurde kurz danach in die Heil- und Pflegeanstalt Zwiefalten eingeliefert und einige Tage später in Grafeneck ermordet. Emma Feigenheimer wurde Anfang Dezember 1941 von Mühringen über Stuttgart nach Riga deportiert. Dort verliert sich ihre Spur. Sie war 58 Jahre alt.
Alice, Helmut und Viktor Esslinger: Die Familie Esslinger wohnte in der Gutermannstraße in Horb, wo sie auch ihr Textilgeschäft hatte. In der Nacht zum 10. November 1938 wurden die Schaufenster eingeworfen, Viktor Esslinger wurde für zwei Wochen in Dachau inhaftiert. Das Geschäft musste geschlossen werden, das Haus wurde im November 1940 zwangsverkauft. Zusammen mit Alice Esslingers Vater Siegfried Stern mussten sie im Juli 1941 nach Rexingen umziehen und wurden im Dezember deportiert. Mutter und Kind wurden im März 1942 von Einheiten des SD erschossen. Von Viktor Esslinger verlieren sich die Spuren. Sein Schwiegervater Siegfried Stern wurde 1942 in Treblinka ermordet. Viktor, Alice und Helmut Esslinger waren 44, 36 und 5 Jahre alt.
Alice, Helmut und Viktor Esslinger: Die Familie Esslinger wohnte in der Gutermannstraße in Horb, wo sie auch ihr Textilgeschäft hatte. In der Nacht zum 10. November 1938 wurden die Schaufenster eingeworfen, Viktor Esslinger wurde für zwei Wochen in Dachau inhaftiert. Das Geschäft musste geschlossen werden, das Haus wurde im November 1940 zwangsverkauft. Zusammen mit Alice Esslingers Vater Siegfried Stern mussten sie im Juli 1941 nach Rexingen umziehen und wurden im Dezember deportiert. Mutter und Kind wurden im März 1942 von Einheiten des SD erschossen. Von Viktor Esslinger verlieren sich die Spuren. Sein Schwiegervater Siegfried Stern wurde 1942 in Treblinka ermordet. Viktor, Alice und Helmut Esslinger waren 44, 36 und 5 Jahre alt.
Alice, Helmut und Viktor Esslinger: Die Familie Esslinger wohnte in der Gutermannstraße in Horb, wo sie auch ihr Textilgeschäft hatte. In der Nacht zum 10. November 1938 wurden die Schaufenster eingeworfen, Viktor Esslinger wurde für zwei Wochen in Dachau inhaftiert. Das Geschäft musste geschlossen werden, das Haus wurde im November 1940 zwangsverkauft. Zusammen mit Alice Esslingers Vater Siegfried Stern mussten sie im Juli 1941 nach Rexingen umziehen und wurden im Dezember deportiert. Mutter und Kind wurden im März 1942 von Einheiten des SD erschossen. Von Viktor Esslinger verlieren sich die Spuren. Sein Schwiegervater Siegfried Stern wurde 1942 in Treblinka ermordet. Viktor, Alice und Helmut Esslinger waren 44, 36 und 5 Jahre alt.
Auguste Eppstein: Sie zog, nachdem ihr Mann, der Viehhändler Julius Eppstein 1915 in Mühringen gestorben war, wieder ins elterliche Haus nach Rexingen zurück. Ihre beiden Töchter hatten Nichtjuden geheiratet (was sie vor der Deportation rettete) und wohnten in Stuttgart. Ein Sohn starb 1937 an den Folgen eines Verkehrsunfalls, ein anderer konnte nach Südamerika fliehen. Der dritte Sohn überlebte verschiedene Lager und starb unmittelbar nach Kriegsende an Typhus. Die Spur von Auguste Eppstein verliert sich in Izbica, einem Ghetto in Polen. Die Todeslager Treblinka und Belzec waren nicht weit. August Eppstein war 64 Jahre alt.
Sofie und Salomon Elsässer: Salomon Elsässer aus Mühringen und die Mühringerin Sofie Schwarz heirateten 1906 und hatten ein Schuh- und Textilgeschäft am Ort. Er war Soldat im Ersten Weltkrieg. Ihr einziger Sohn Martin floh 1936 nach Palästina und versuchte von dort vergeblich, seinen Eltern ebenfalls zur Flucht zu verhelfen. Im April 1942 wurde das Ehepaar nach Rexingen zwangsumgesiedelt und im August deportiert. Auch sie wurden einen Monat später in Treblinka ermordet. Er war 68, sie war 60 Jahre alt.
Sofie und Salomon Elsässer: Salomon Elsässer aus Mühringen und die Mühringerin Sofie Schwarz heirateten 1906 und hatten ein Schuh- und Textilgeschäft am Ort. Er war Soldat im Ersten Weltkrieg. Ihr einziger Sohn Martin floh 1936 nach Palästina und versuchte von dort vergeblich, seinen Eltern ebenfalls zur Flucht zu verhelfen. Im April 1942 wurde das Ehepaar nach Rexingen zwangsumgesiedelt und im August deportiert. Auch sie wurden einen Monat später in Treblinka ermordet. Er war 68, sie war 60 Jahre alt.
Mina und Sigmund Auerbacher: Der Metzger Sigmund Auerbacher aus Nordstetten war Witwer und fast 60 Jahre alt, als er die 40jährige Mina Schwab aus Haigerloch heiratete. Sie betrieben in Nordstetten einen Handel mit Häuten, Fetten und Ölen. Sigmund Auerbach war ab 12. November 1938 fünf Wochen lang im KZ Dachau inhaftiert. Nach seiner Rückkehr durfte er sein Gewerbe nicht mehr ausüben. Im Juni 1941 wurde das Ehepaar gezwungen, nach Rexingen umzuziehen. Von dort wurden sie im August 1942 deportiert und im September 1942 in Treblinka ermordet. Er war 73, sie 54 Jahre alt.

Bild: Benjamin Breitmaier
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