Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Kein Anreiz für zu viele OPs

Hilde Mattheis (SPD) fordert Personalstandards für Kliniken

Möglichst viele Operationen als Einnahmequelle, Geld, das beim Personal gespart wird, um es zu investieren. Bei der Krankenhausfinanzierung gibt es Fehlanreize. Sie sollen jetzt abgebaut werden. Hilde Mattheis, SPD, spricht darüber am Klinikum.

26.10.2014
  • Renate Angstmann-Koch

Tübingen. Die Ulmer Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis ist am heutigen Montag bei einer Personalversammlung des Uniklinikums zu Gast. Am Donnerstag traf sich die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD mit Vertretern der Beschäftigten der Kliniken der Region und der Gewerkschaft Verdi. Danach besuchte sie das TAGBLATT.

Die Bund-Länder-Kommission zur Neuregelung der Krankenhausfinanzierung hat Vertraulichkeit vereinbart. Deshalb konnte die Abgeordnete über den Zwischenstand nach drei von sechs Verhandlungsrunden wenig sagen. Sie wiederholte nur, wo die Probleme liegen und welche Positionen die SPD vertritt.

Für ihre Partei hätten das Festlegen von Personalstandards und die Weiterentwicklung der diagnosebezogenen Fallpauschalen oberste Priorität, sagte Mattheis. Es gehe darum, falsche Anreize abzubauen – etwa den, aus finanziellen Gründen möglichst viel zu operieren. Bei der Neuregelung müssten die besonderen Belastungen der Unikliniken berücksichtigt werden, die derzeit nur durch ein Hilfspaket des Bundes über die Runden kommen. Sie müssen eine Vollversorgung anbieten, Patienten mit besonders komplizierten Erkrankungen behandeln, als Notaufnahme dienen und überdies Forschung und Lehre gewährleisten.

Für die SPD sei das Personal der „Dreh- und Angelpunkt“. Alle Bundesländer müssten ihre Pflicht erfüllen zu investieren, sodass die Kliniken das Geld nicht bei den Betriebskosten und damit bei den Pflegekräften hereinholen müssen.

Mattheis ist Vorsitzende der Demokratischen Linken in der SPD (DL 21). In jüngerer Zeit gab es Austritte, dennoch wachse die Vereinigung. „Wir haben viel vor, was Gerechtigkeit und Verteilung anbelangt. Da darf man sich nicht im Kleinklein zerfleischen“, fordert Mattheis. Die SPD-Linke stehe für Steuergerechtigkeit und mehr Investitionen.

Hilde Mattheis (SPD) fordert Personalstandards für Kliniken
„Wir schauen debatten- und inhaltsorientiert auf die Bundestagswahl 2017“, sagt Hilde Mattheis, Sprecherin der Demokratischen Linken in der SPD. Bild: Metz

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

26.10.2014, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball