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Heute startet die Weihnachtsspendenaktion des SCHWÄBISCHEN TAGBLATTS

Hilfe für Kinder und Flüchtlinge

Kindern, die an einer schweren Darmerkrankung leiden, und Menschen, die vor Elend und Krieg fliehen mussten, kommt in diesem Jahr die Spendenaktion des SCHWÄBISCHEN TAGBLATTS zugute.

28.11.2014
  • ulrich janssen

Kreis Tübingen. Bauchschmerzen hat jedes Kind ab und zu, und zum Glück gehen sie in der Regel bald wieder vorbei. Manchmal aber steckt mehr hinter den Schmerzen als ein harmloser Virus oder ein verdorbener Magen. So gibt es Kinder, die mit einem beschädigten Darm auf die Welt kommen, andere haben entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder sogar eine Hepatitis.

In vielen Fällen können die Ärzte den Kindern heute helfen, wenn ein Organ wie die Leber oder der Darm versagt. Die Tübinger Kinderklinik zählt zu den wenigen Kliniken in Deutschland, die mit Erfolg Leber- und sogar Dünndarmverpflanzungen vornehmen. Pro Jahr betreut die Tübinger Klinik etwa 130 Kinder mit schweren Leber- und Darmerkrankungen.

Doch bei besonders schlimmen Krankheiten geht es nicht nur um die akute medizinische Versorgung. Die Kinder und ihre Eltern brauchen auch begleitend Rat und Hilfe, wenn etwa ein künstlicher Darmausgang gelegt wird und Kind und Eltern den Umgang damit erst lernen müssen.

Um die Betreuung solcher Patienten und ihrer Familien kümmern sich an der Klinik eine Fachkinderkrankenschwester und eine Sozialpädagogin. Ihre Aufgaben reichen von der Unterstützung bei der Pflege des Kindes bis hin zum Gespräch mit Kindergarten oder Schule. Die beiden Stellen hat der Tübinger Verein „Hilfe für kranke Kinder“ eingerichtet, doch läuft die Förderung im kommenden Jahr aus. Für die nächsten beiden Jahre muss der Verein gut 60 000 Euro aufbringen, damit die beiden Frauen ihre Arbeit wie bisher fortführen können. Elisabeth Frate, die Verlegerin des SCHWÄBISCHEN TAGBLATTS bittet deshalb die Leser/innen um Hilfe: „Mir ist es ein Herzensanliegen, dass die oft sehr kranken Kinder auch weiterhin optimal betreut werden können.“

Am Herzen liegt der Verlegerin aber auch das Schicksal der Flüchtlinge, die wegen des Krieges in Syrien derzeit in großer Zahl auch nach Tübingen kommen. Als zweites Projekt unterstützt der Verlag deshalb in diesem Jahr den „Notfonds Flüchtlingshilfe“. Dahinter stehen 25 christliche Gemeinden aus Tübingen, der Freundeskreis Asyl Südstadt, der Asyl-AK der Stiftskirche, der Freundeskreis Asyl Weilheim, der Freundeskreis Asyl in Rottenburg, der Stadtteiltreff WHO und die Bahnhofsmission.

Eigens für die Weihnachtsspendenaktion haben sich die Träger des Fonds in nur zwei Wochen zusammengefunden. „Ich hatte den Aufruf im TAGBLATT gelesen“, berichtet Sylvia Takacs, die Kirchengemeinderatsvorsitzende der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde, „und habe dann spontan eine Menge Mails verschickt.“ Ergebnis: Alle sagten spontan zu, und es wurden immer mehr. „Es war, als ob sie alle darauf gewartet hätten.“

Gemeinsam wollen sie im kommenden Jahr dafür sorgen, dass sich die teilweise schwer traumatisierten Flüchtlinge im Landkreis Tübingen wohlfühlen. Die vielen ehrenamtlichen Helfer, die sich derzeit melden, werden sich speziell um die vielen kleinen und großen Alltagsprobleme kümmern, mit denen sich die Flüchtlinge in der neuen Umgebung herumschlagen müssen. So beraten sie die Flüchtlinge bei der Suche nach einer Beschäftigung. Sie organisieren Hausaufgabenbetreuung für die Kinder oder helfen bei Behördengängen und beim Einkaufen.

Wichtig ist aber auch, dass die Neuankömmlinge mal ein Fest feiern, ins Kino oder ins Schwimmbad gehen können. Für all das braucht man schnell und unbürokratisch Geld, das sich der Notfonds von der Spendenaktion des TAGBLATTS erhofft. „Mit dem Geld“, sagt Sylvia Takacs, „können wir viel Gutes bewirken und zeigen, dass wir die Flüchtlinge willkommen heißen und ihnen helfen wollen, sich hier zurecht zu finden.“

Hilfe für Kinder und Flüchtlinge
Erst 30 Tage alt: Dem kleinen Gaetano Frisch wurde im Jahr 2005 in der Tübinger Kinderklinik eine neue Leber eingepflanzt. Bild: UKT

Hilfe für Kinder und Flüchtlinge

Wie immer bieten wir unseren Lesern zwei Spendenkonten an. Sie haben die Wahl zwischen der Kreissparkasse Tübingen (IBAN: DE94 6415 0020 0000 1711 11 ) und der Volksbank Tübingen (IBAN:DE 91 6419 0110 0171 1110 01). Im Überweisungsauftrag sollten Sie vermerken, wenn Sie eine Spendenquittung benötigen. Bitte schreiben Sie in diesem Fall Ihre vollständige Adresse hinzu. Nötig ist das aber nur bei Beträgen über 200 Euro. Darunter reicht dem Finanzamt ein Kontoauszug. Vermerken können Sie auch, wenn Sie ein bestimmtes Projekt unterstützen wollen (Projekt 1 oder Projekt 2) oder im TAGBLATT nicht erwähnt werden möchten.

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28.11.2014, 12:00 Uhr

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