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Amnesty--International-Bericht

Hinrichtungen auf Rekordhoch

Die Zahl der Hinrichtungen hat 2015 nach Angaben von Menschenrechtlern weltweit den höchsten Stand seit 25 Jahren erreicht.

06.04.2016
  • EPD

London. Am meisten Todesurteile wurden in China, im Iran, in Pakistan, in Saudi-Arabien und in den USA vollstreckt, wie Amnesty International in einem Bericht mitteilte, der am Mittwoch in London veröffentlicht wurde.

In China wurden laut Schätzung im vergangenen Jahr tausende Menschen hingerichtet, die Todesstrafe wird dort aber als Staatsgeheimnis gehandelt. Ohne China zählte Amnesty 2015 mindestens 1634 Exekutionen, über 50 Prozent mehr als im Jahr davor. Auf die drei Länder Iran, Pakistan und Saudi-Arabien entfielen demnach 89 Prozent der erfassten 1634 Hinrichtungen, sie verzeichneten auch den stärksten Anstieg. In den USA gab es dagegen einen Rückgang auf 28 Hinrichtungen, das war die niedrigste Zahl seit 1991. In den USA haben laut Amnesty 18 der 50 Bundesstaaten die Todesstrafe völlig abgeschafft.

Amnesty-Generalsekretär Salil Shetty zeigte sich bestürzt: "2015 haben Regierungen weiter unbarmherzig Menschen das Leben genommen - unter der falschen Annahme, dass die Todesstrafe uns mehr Sicherheit bringt." Als Zeichen der Hoffnung wertet Amnesty, dass zum ersten Mal eine Mehrheit der Staaten - es sind 102 - auf die Todesstrafe verzichten. In 140 Staaten werde sie nicht vollstreckt.

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06.04.2016, 06:00 Uhr

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