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Stinkender Kuchen

Hirrlinger Kläranlage presst ihren Klärschlamm

Der Klärschlamm der Hirrlinger Kläranlage wird nicht mehr auf Felder ausgebracht, sondern gepresst und kompostiert. Der Abwasserzweckverband beschloss den Etat für 2015.

08.07.2015
  • mi

Hirrlingen. Früher übernahm ein Landwirt den Klärschlamm aus der Kläranlage im Starzeltal zwischen Hirrlingen und Bietenhausen. Das war nicht mehr praktikabel. Deswegen lässt der Abwasserzweckverband den Klärschlamm neuerdings in einer gemieteten Presse zu großen „Kuchen“ pressen (und damit auch trocknen). Genauso macht es auch die Rangendinger Kläranlage. Ein Nachteil dieses Verfahrens ist der hohe Strombedarf fürs Pressen.

Anschließend übernimmt die Grosselfinger Entsorgungsfirma Bogenschütz die Schlamm-Kuchen und bringt sie in eine Kompostieranlage. Insgesamt fielen im vergangenen Jahr 2861 Kubikmeter gepresster Klärschlamm ein, berichtete der Hirrlinger Bürgermeister Manfred Hofelich vor kurzem auf der Sitzung des zuständigen Abwasserzweckverbandes. Zur Veranschaulichung: Wenn man die Klärschlamm-Kuchen auf einem Basketballfeld lagern würde, wäre dieser braune Block etwa sieben Meter noch.

Insgesamt sei das vergangene Betriebsjahr „wenig spektakulär“ verlaufen, heißt es in Hofelichs Bericht. Soll heißen: Anders als in den Vorjahren gab es 2014 mal keine großen Hochwasser- oder andere Schäden. Entsprechend sank auch die Schmutzwassermenge wieder auf normales Niveau.

Die Reinigungsleistung der Hirrlinger Kläranlage sei wieder „sehr gut“ gewesen, sagte Hofelich mit Blick auf die chemischen Werte. Und der Zweckverband konnte seine Schulden sogar noch etwas stärker abbauen als geplant. Der jetzt beschlossene Jahres-Etat für 2015 entspricht den Haushaltsplänen der Vorjahre.

Die Hirrlinger Kläranlage reinigt das Abwasser aus Hirrlingen und aus den Rangendinger Ortsteilen Bietenhausen und Höfendorf. Die Kosten teilen sich die beiden Gemeinden entsprechend der jeweiligen Einwohnerzahl auf.

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08.07.2015, 12:00 Uhr

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