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Hoch in Heidenheim
Erfolgsfaktoren: Frank Schmidt (links), der Trainer des 1. FC Heidenheim, und Spielgestalter Marc Schnatterer. Foto: Eibner
Fußball

Hoch in Heidenheim

Der Zweitligist von der Ostalb hat sich still und leise an die Spitze der Tabelle herangearbeitet. Doch die Kluboberen geben sich zurückhaltend.

03.03.2018
  • DETLEF GRONINGER

Heidenheim. Der große Durchbruch ist dem Stürmer Andreas Voglsammer während seiner zwölf Monate im Kader des Zweitligisten 1. FC Heidenheim verwehrt geblieben. Morgen kehrt er mit neun Saisontreffern als Leistungsträger mit Arminia Bielefeld in die Voith-Arena zurück.

„Ich freue mich für ihn, dass er in Bielefeld das geschafft hat, was ihm bei uns nicht gelungen ist. Es zeigt auch, dass wir nicht den falschen Spieler im Fokus gehabt haben“, sagt Holger Sanwald, der Vorstandsvorsitzende des FCH.

Die Gastgeber, die den siebten Heimsieg in Serie einfahren möchten, gehen mit höchstem Respekt in die Partie gegen Voglsammer und seine Bielefelder. „Das ist eine Mannschaft, gegen die du heiß laufen und immer 100 Prozent geben musst“, warnt Heidenheims Trainer Frank Schmidt. Zumal trotz des Höhenflugs längst nicht alles Gold ist, was bei den Ostwürttembergern derzeit glänzt. „Uns ist es selten gelungen, über 90 Minuten konstant zu spielen“, sagt Schmidt: „Wir sind keine Mannschaft, die den besten Kader oder die besten Bedingungen hat. Wir befinden uns aber auf Augenhöhe mit fast jeder anderen Mannschaft.“

Von dieser komfortablen Situation waren die Heidenheimer zu Saisonbeginn weit entfernt. Am 20. Oktober des vergangenen Jahres, als sie nach dem 0:3 in Ingolstadt plötzlich auf den Relegationsrang 16 abgestürzt waren, schrillten die Alarmglocken. „Das war der Tiefpunkt“, so erinnert sich Klubchef Sanwald: „Es herrschte Unzufriedenheit und Unsicherheit. Im Nachhinein war es eine neue und wichtige Erfahrung für uns. Wir hatten unheimlichen Gegenwind und viel Druck, schnell wieder zu punkten.“

In dieser Phase bewies Trainer Schmidt seine fachlichen Qualitäten, aber auch soziale Kompetenz. In einer gemeinsamen Sitzung mit Mannschaft, Trainer- und Funktionsteam sowie der Vereinsführung lieferte er den Impuls für den Schulterschluss im Verein. Der Inhalt dieser Ansprache ist bis heute nicht nach außen gedrungen. „Das war seine Leistung, das hat er fantastisch gemacht“, lobt Sanwald. Der Trainer traf offensichtlich auch den Nerv der Spieler. „Das Kompliment gilt auch der Mannschaft“, sagt Sanwald. „Sie ist den Anweisungen von Frank gefolgt.“

Der Erfolg spricht für sich. Alle im Klub ziehen an einem Strang. Die Philosophie mit dem ungebremsten Einsatzwillen und der Stärke im Kollektiv feierte eine Art Wiedergeburt. Der FCH ist wieder der für jeden Kontrahenten unangenehme Widersacher.

Realistische Zwischenbilanz

Die Verantwortlichen bleiben trotz nur vier Punkten Rückstand auf Relegationsrang drei geerdet. Vom Sprung in die Bundesliga spricht auf der Ostalb keiner. „Die Fans dürfen gerne träumen“, so erklärt es Sanwald: „Du kannst in dieser Liga aber schnell wieder in eine Abwärtsspirale kommen. Die 33 Punkte reichen nicht zum Klassenerhalt. Wir haben noch zehn Spiele Zeit, um die sieben Zähler für die magischen 40 zu holen. Erst dann können wir schauen, ob mehr möglich ist.“

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03.03.2018, 06:00 Uhr

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