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Auf Nachwuchs-Schau in der Basketball-Arena

Hochkarätig besetzte Vorträge beim „Tigers Career Day“ / Regionale Firmen suchen unter Tübinger Studierenden Mitarbeiter

Syss-Chef Sebastian Schreiber knackte iPads, Bundesliga-Schiedsrichter Knut Kircher gab Tipps zur Entscheidungsfindung: Vor dem rosa Hintergrund der Paul-Horn-Arena kamen gestern beim ersten „Tigers Career Day“ Firmen und Uni-Absolventen zusammen. Ein paar mehr Besucher hätten es sein dürfen, doch die Veranstalter sind zufrieden.

04.07.2014
  • Volker Rekittke

Tübingen. „Das Herz jedes Unternehmens sind seine Mitarbeiter“, sagt Sebastian Schreiber. Grad hat er im VIP-Bereich der Paul-Horn-Arena vor 70 meist jungen Zuschauern gezeigt, was seine IT-Firma so auf dem Kasten hat: Virenscanner überlisten („wir kommen durch jeden durch“) und Spähprogramme auf Rechnern installieren, die vierstellige Handy-PIN knacken und beim derzeit beliebten Smartphone-Spiel „Quizduell“ schummeln: Auf manipulierten Geräten wird das richtige Antwortfeld immer schon angezeigt.

In Zeiten von Cyberspionage und NSA-Skandal braucht sich seine Firma um Aufträge nicht zu sorgen – im Gegenteil. Deshalb macht Schreiber auch bei der Karrieremesse der etwas anderen Art mit. Und trommelt für sein Unternehmen: „Wir freuen uns über Bewerbungen aus Tübingen und aller Welt.“ Einige interessante Gespräche melden seine Mitarbeiter am Stand unten in der rosa Spielarena.

Wär’ das nicht was für ihn? Eher nicht, sagt Moritz Drechsel-Grau, 23: „Im Moment sind die noch zu klein und brauchen eher Techniker.“ Der Volkswirtschaftler hat gerade seine Bachelor-Arbeit geschrieben – und schaut sich jetzt mal am Bosch-Stand um. Dort berät man ihn gerne über Karrierechancen bei der Weltfirma.

Schwer was los ist in den Umkleidekabinen der Bundesliga-Basketballer. Den ganzen Nachmittag über treffen sich Studierende, die meisten kurz vor oder nach dem Abschluss, mit den Personalern von fünf regionalen Firmen. Speed-Dating nennt sich diese Form des Kurzvorstellungsgesprächs – bei dem in den Katakomben der Halle einige Kontakte geknüpft und Praktika gleich vergeben werden. Durchgehend beschäftigt sind auch Mitarbeiter/innen am Stand des mitveranstaltenden Uni-„Career Service“. Hier werden unter anderem Bewerbungsmappen gemeinsam durchgesehen. Eine längere Schlange bildet sich gleich nebenan, beim Bewerbungsfoto-Shooting samt Business-Make-up fürs Vorstellungsgespräch sowie einer „Stil- und Imageberatung“.

Während die Veranstaltungen im VIP-Bereich alle gut besucht sind – Bundesliga-Schiedsrichter Knut Kircher hören über 100 zu – ist an manchen Firmen-Ständen zu hören: „Toll organisiert das Ganze, aber ein bisschen mehr Action wäre schön.“ Das Bombenwetter habe sicher eine Rolle dabei gespielt, dass keine Massen strömten, sagt Mitveranstalter Christoph Koppensteiner, dazu die laufenden Prüfungen an der Universität. Zufrieden ist er trotzdem: „Wir machen die Veranstaltung nächstes Jahr wieder, aber dann früher.“

Angetan von der neuesten Tübinger Berufsfindungs-Börse mit Basketball-Flair ist der Tübinger Wirtschaftsförderer Thorsten Flink. Die WIT und die Stadt Tübingen sind Co-Veranstalter. „In bestimmten Branchen ist der Fachkräftemangel bereits ein Thema, im IT-Bereich lässt die Auswahl an Bewerbern schon nach“, sagt Flink – und Syss-Geschäftsführer Schreiber nickt. Dabei gibt es in Tübingen eine große Zahl junger Menschen, die nach dem Studium einen Job suchen. „Die klopfen oft bei großen Firmen, bei Global Playern an“, weiß Flink. „Dabei liegt das Gute doch oft so nah“ – etwa bei etlichen boomenden kleinen und mittleren Firmen in Tübingen und Umgebung, die motivierte Mitarbeiter suchen.

Auf der Suche ist auch Irina Kleppert, 24. Die Psychologiestudentin im 8. Semester hat gerade ihren Bachelor gemacht, jetzt geht’s für sie in Richtung Master. Welche Jobs bieten ihr Firmen wie die Walter AG, Bosch, Kreissparkasse oder solche aus dem IT-Bereich? Größere Firmen suchten Menschen mit ihrer Ausbildung manchmal für Marketing-Stellen oder im Personalmanagement, erklärt sie. Aber jetzt will sie sich erstmal für ein professionelles Bewerbungsfoto stylen lassen.

Die ganze Zeit über ist das Plopp-Plopp von Basketbällen zu hören. Mal sind es kleinere oder größere Besucher, mal springt Show-Dunker Salu Benjamin Tadi alias Mr. Hangtime nach einem Dribbling in Richtung Korb (Bild oben rechts). Auch ein Basketballprofi der Walter Tigers lässt sich am Abend blicken: Das Tübinger Eigengewächs Julian Albus, der gleichzeitig an der Tübinger Uni studiert, nimmt an der Talkrunde über „Motivation in Leistungssport und Berufsleben“ teil – zusammen mit Tigers-Manager Robert Wintermantel, IBM-Managerin Gabriele Hallmayer, Persönlichkeitstrainerin Antje Heimsoeth, dem Tübinger Uni-Sportpsychologen Oliver Höner sowie dem Ex-Skispringer, Rennfahrer und Buchautor Sven Hannawald.

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Show-Dunker Salu Benjamin Tadi alias Mr. Hangtime in Aktion. Bild: Metz

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Kontaktbörse für Firmen und Hochschulabsolventen: der „Tigers Career Day“ in der Paul-Horn-Arena.

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04.07.2014, 12:00 Uhr

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