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Hochkarätiger Jahresendspurt am Genfer See
Reitsport

Hochkarätiger Jahresendspurt am Genfer See

Mit drei Springpferden und der zuletzt in Stuttgarts Hallengeländederby siegreichen Nachwuchsstute Corazón hat sich Michael Jung gestern auf den Weg zu einem Fünfsterne-Hallenweltcupturnier in der Schweiz gemacht.

07.12.2017
  • Frank Häusler

Wie zuletzt bei den Stuttgart German Masters dürfen sich die Teilnehmer auch beim heute beginnenden CHI Genf auf eine überdimensionale Wettkampfarena freuen. Diesmal lauten die Hallenmaße satte 95 auf 56 Meter. „Da können sogar viele Freilandturniere nicht mithalten“, meint Michael Jung von der RSG Altheim.

„Wegen der riesigen Arena ist es wie ein überdachtes Außenturnier. Man hat wie in Aachen oder Calgary viel Platz zum Galoppieren – das kommt mir und meinen Pferden sehr entgegen“, verdeutlicht Philipp Weishaupt. Er ist der Chefbereiter aus dem Turnierstall von Ludger Beerbaum aus Riesenbeck am Teutoburger Wald und wird in Genf im Springparcours gemeinsam mit Christian Ahlmann (Marl) und Michael Jung die deutsche Fahne hochhalten. In der Schleyer-Halle landete Weishaupt im Großen Preis hinter dem Schweizer Steve Guerdat und vor dem drittplatzierten Ahlmann auf dem zweiten Platz. Diese Top drei des Stuttgarter Finalspringens möchten am liebsten auch in Genf im Fünfsterne-Finale ganz vorne mitmischen.

Unklar ist hingegen, ob für Michael Jung überhaupt ein Großer-Preis-Start infrage kommt. 40 Finalstartplätze werden nur zu vergeben sein. „Bis jetzt habe ich den Großen Preis von Genf eher nicht im Plan, meine Springpferde sind aber alle super drauf“, sagt der 35 Jahre alte Altheimer. Vorrang haben alle im Hallenweltcupranking vor ihm liegenden Weltklassespringreiter. So wird Jung in Genf im klassischen Springreiten allein auf neun Olympiasieger (Mannschaft und Einzel) treffen, darunter die Einzel-Goldmedaillengewinner Jeroen Dubbeldam (Niederlande), Eric Lamaze aus Kanada und eben Stuttgart-Sieger Steve Guerdat.

Trotzdem braucht sich der Vielseitigkeits-Olympiasieger mit seinen drei Springpferden keineswegs verstecken. Der schnelle Schimmel-Wallach Fischer-Daily Impressed (9) sowie die unlängst in der Fünfsterne-Klasse erstklassig gesprungenen Westfalenstuten Fischer-Chelsea (ebenfalls neunjährig) und die erst achtjährigen Fischer-Solution scheinen zum Jahresendspurt in Bestform zu sein. Das Lukrative für den Altheimer: wie bei den German Masters steht erneut eine Hallenvielseitigkeitsprüfung auf dem Programm. Diese erstreckt sich vom Streckenverlauf des langen Hallen-Geländeparcours anders als in Stuttgart sogar durch zwei Arenen. Die 95 Meter-Hauptarena und zuvor durch die direkt angrenzende Abreite-Halle.

Eine ungewohnte und so noch nie erlebte Situation für Jungs Gelände-Nachwuchshoffnung, die erst sieben Jahre alte Corazón. Offiziell zwar eingetragen als Hannoveraner-Stute kann Jung im Sattel dieser Casillas-Tochter nun
in Genf auf ein insgeheimes Heimspiel hoffen. Die Besitzerin von Corazón ist nämlich Maria Stein. Eine pferdesportbegeisterte Schweizerin.

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07.12.2017, 01:00 Uhr

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