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Der Herbst ist die beste Zeit für Neupflanzungen

Hochsaison im Garten

Erfahrene Gartenbesitzer wissen es: Im Herbst ist die richtige Zeit, um Stauden, Büsche, Gräser und Bäume zu pflanzen.

17.09.2014

Die Tübinger Staudengärtnerin Erika Jantzen gibt Tipps, wie der Garten jetzt im Herbst und in der kommenden Saison 2015 zu einem bunten und lebendigen Paradies wird.

Herbstzeit ist Pflanzzeit – für welche Stauden gilt das ganz besonders?

Erika Jantzen: Das trifft auf sehr viele Stauden zu. Besonders günstig ist es, Stauden im Herbst zu pflanzen, die dann im Frühjahr blühen – beispielsweise Steingartenpflanzen wie Blaukissen, Wolfsmilch oder Steinkraut sowie Pfingstrosen, Glockenblumen aller Art und viele mehr. Diese Stauden entwickeln sich viel kräftiger, als wenn man sie erst im Frühjahr pflanzt, weil sie schon ein kräftiges Wurzelwerk bilden können. Der ideale Pflanzzeitpunkt ist jetzt vor allem auch für zweijährige Pflanzen. Hierzu gehören klassische Bauerngartenpflanzen wie Bartnelken, Marienglockenblumen und Fingerhüte. Sie werden um ein Vielfaches kräftiger und üppiger als bei Frühjahrspflanzung. Und nicht zu vergessen: Auch winterharte Blumenzwiebeln werden im Herbst gepflanzt.

Nach dem tristen Hochsommer könnten Gartenbesitzer ja auch jetzt noch etwas Farbe vertragen?

Blühende Stauden können jetzt auch noch gepflanzt werden, schließlich kommt ja noch der Altweibersommer! Am augenfälligsten sind jetzt alle Sorten von Herbstastern und Gräsern. Hierfür empfehle ich wirklich den September und nicht später, damit noch genügend Zeit zum Einwachsen vor dem Winter gegeben ist. Die Pflanzen können in den Gärtnereien jetzt noch im blühenden Zustand ausgesucht werden und sind einfach tolle Farbtupfer. Meiner Meinung nach gehört ein üppig dimensioniertes Asternbeet in jeden Garten – diesen Farbrausch im Herbst finde ich phänomenal! Sehr bemerkenswert ist auch, wie viele Bienen unermüdlich die Korbblütler und Fetthennen besuchen.

Welche Stauden blühen noch bis zum Frost?

Einige Herbstastern und natürlich Winterastern blühen bis in den November hinein. Es gibt auch wunderschöne herbstblühende Clematis, die die ersten Fröste in der Regel gut aushalten. Sonnenhüte, Japan-Anemonen, Silberkerzen, Hummelschaukel oder Gelenkblume sind ebenfalls noch lange dekorativ. Und immer wieder Gräser, Gräser, Gräser: Farblich zurückhaltend, sind sie doch im herbstlichen und winterlichen Garten nicht wegzudenken!

Was muss man vor dem Winter beachten? Sollten Stauden mit Herbstlaub abgedeckt oder zurückgeschnitten werden?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Mein Tipp: die ersten stärkeren Fröste abwarten – alles, was nicht mehr gefällt, weil es dann matschig oder hässlich ist, kann geschnitten werden. Muss aber nicht! Was das Abdecken betrifft, gibt es auch keine allgemeingültige Regel. Stauden können auch ersticken, wenn sie zu dick abgedeckt werden. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, einen Fachmann oder eine Fachfrau zu fragen. Und die etwas erfahreneren Gartenbesitzer dürfen einfach ihrem Bauchgefühl vertrauen!

Hochsaison im Garten
Gartenbesitzer leisten einen großen Beitrag zum Bienenschutz, wenn sie auf eine artenreiche Bepflanzung achten. Zur Zeit sind Spätblüher wie zum Beispiel Herbstastern sehr beliebt.Bild: © Jean Kobben/Fotolia.com

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17.09.2014, 12:00 Uhr

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