Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Fußball-Landesliga: Klaißle trifft in letzter Sekunde

Hochverdientes 2:2 der Freudenstädter gegen Hildrizhausen

Bis zur letzten Spielminute blieben die Nerven der Freudenstädter Fans am Samstagnachmittag im Hermann-Saam-Stadion beim Landesliga-Auftakt angespannt. Dann gelang Angreifer Timo Klaißle mit einem sehenswerten Treffer zum 2:2 (1:1) vor knapp 500 Zuschauer der verdiente Ausgleich.

23.08.2010

Freudenstadt. Einer der Glücklichsten im Freudenstädter Dress dürfte am Samstagabend nach Abpfiff der ersten Landesliga-Partie nach zwei Jahren Zugang Stefan Kirgis gewesen sein. Nach einem von ihm unnötig verursachten Elfmeter kurz nach der Halbzeit ging der in der Offensive relativ harmlose TSV Hildrizhausen dadurch kurz nach der Halbzeit zum zweiten Mal in Führung. Schon das Führungstor der Gäste bezeichnete Trainer Klaus Zistler als Geschenk, als Torwart Philip Eberle und Stefan Kirgis Abstimmungsprobleme hatten. Anfangs wirkten die Kicker der Spvgg noch recht nervös, dies machte sich vor allem im Spielaufbau bemerkbar. Klaus Zistler monierte: „Da produzierten wir viel zu viele Fehlpässe.“ Doch kreuzte die Spvgg in der Viertelstunde zwei Mal recht gefährlich im Gäste-Strafraum auf. Zunächst scheiterte Klaißle an Torwart Florian Mack, der mit Kopfschutz spielte. TSV-Coach Willi Zimmermann klärte auf: „Florian hatte in den letzter Zeit zwei Gehirnerschütterungen hinter sich und dies ist eine Vorsichtsmaßnahme.“ Dann zischte ein Schuss von der linken Seite von Michael Züfle nach Diagonal-Vorlage von Ümit Dagistan knapp am Pfosten vorbei.

Überraschend dann die Führung für das Zimmermann-Team: FDS-Keeper Eberle war sich nach einem Ball Richtung Strafraum nicht sicher, ob er mit der Hand ran darf, Abwehrspieler Kirgis kam dann ans Spielgerät und köpfte zu Eberle zurück, der brachte den Ball zunächst nicht unter Kontrolle und konnte ihn im Nachfassen auch nicht richtig festhalten. Der bis dato agilste Hausemer Angreifer Marcel Tieck schaltete am schnellsten, nahm den Ball und lochte zum 1:0 für den TSV ein (18.). Klaus Zistler: „Das war ein Geschenk, sowas darf nicht passieren.“ Vier Minuten später musste der Torschütze mit Oberschenkelzerrung ausgewechselt werden. „Schade, Marcel hätte sicher noch für Wirbel gesorgt,“ klagte Willi Zimmermann. Denn was den Angriff betraf, hatte das runderneuerte Team vom Schönbuchrand nicht mehr viel zu bieten.

Freudenstadt kam immer besser ins Spiel und vor allem über die rechte Seite, wo Sebastian Braun seine Kreise zog, konnte die Spvgg Löcher in der Hildrizhäuser Abwehr aufreißen. Sebastian Schubl und Yasin Bozkurt hatten in der Innenverteidigung beim TSV nun alle Hände voll zu tun, die Fehler der Neben- und Vorderleute auszubügeln. Angetrieben von den Fans der Tribüne konnten sich die Spvgg-Kicker immer besser ins Spiel beißen. Zunächst senkte sich ein Flugball von Dagistan gegen die Querlatte (29.), kurz danach jagte Züfle per Direktabnahme nach Klaißle-Hereingabe den Ball übers Tor. Die Spvgg drängte weiter, Mack brachte den Flankenball von Gerhard Melewzik nicht unter Kontrolle, wehrte den Nachschuss von Züfle reaktionsschnell aber zur Ecke. Zwei Minuten vor dem Wechsel dann der längst fällige Ausgleichstreffer, TSV- Mittelfeldspieler Stefan Maier spielte in der Vorwärtsbewegung einen katastrophalen Fehlpass, Martin Schmid bediente mustergültig Klaißle auf der rechten Seite, der blieb zunächst an Torwart Mack hängen, doch da war noch Züfle, der den Abpraller eiskalt zum umjubelten 1:1 verwertete (43.).

Fünf Minuten nach Wiederanspiel brachte Kirgis im linken Strafraumbereich ohne Not und völlig überhastet den eingewechselten Nico Jordan zu Fall. David Wieczorek verwandelte den Elfer zum 2:1 (50.) für den TSV. Das Spiel plätscherte bei den hohen Temperaturen nun mehr oder weniger vor sich, Freudenstadt kam zwar immer wieder in den Hausemer Strafraum, zwingende Torchancen blieben aus. Das Zimmermann-Team hingegen hatte kaum noch eine nennenswerte Aktion nach vorne zu verzeichnen.

In der Schlussphase erhöhte die Spvgg den Druck nochmals und wurde auch belohnt, nach Steilvorlage von Braun nahm Klaißle den Ball mit dem Absatz mit und traf volley von der rechten Strafraumseite zum 2:2 (90.). Willi Zimmermann: „Ich weiß nicht so recht, haben wir heute zwei Punkte verloren oder einen Punkt gewonnen.“ Klaus Zistler war zunächst froh über das Last-Minute-Tor: „Ich bin happy darüber, dass uns noch der Ausgleich gelang. Verdient war das Ergebnis alle Mal, glücklich eben, weil das Tor so spät fiel, denn überwiegend hatten wir das Spiel im Griff. Ärgerlich waren unsere beiden Geschenke“ mak

Spvgg Freudenstadt: Eberle, Boos, Melewzik (62. Matanovic), Kirgis (62. Daglar), Fahrner, Schau, Braun, Dagistan, Züfle, Schmid, Klaißle.

Hochverdientes 2:2 der Freudenstädter gegen Hildrizhausen
Timo Klaißle (links gegen den Ex-Vöhringer Kai Cmelik) schoss in letzter Sekunde den hochverdienten Ausgleich für Neuling Freudenstadt. Bild: Ulmer

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

23.08.2010, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball