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Terrorangst in Europa

Höchste Warnstufe in Brüssel verlängert - Internationale Allianz gegen IS

Der Kampf gegen Terror hält Europas Hauptstädte in Atem. In Brüssel startete ein groß angelegter Anti-Terror-Einsatz, Berlin sieht eine ernste Lage.

23.11.2015
  • KNUT PRIES (MIT DPA, AFP)

Brüssel/Paris Schulen geschlossen, U-Bahn-Verkehr eingestellt, Sportveranstaltungen abgesagt, das Atomium abgesperrt. Brüssel lebt im Zeichen der Furcht vor dem Terror. Gestern Abend verlängerte die Regierung die höchste Terrorwarnstufe. Das teilte der belgische Regierungschef Charles Michel mit. Schulen und U-Bahn bleiben damit auch am heutigen Montag geschlossen. "Wir haben ziemlich präzise Informationen über das Risiko eines Anschlages wie in Paris", hatte Premierminister Charles Michel die Maßnahme am Wochenende begründet. Gestützt auf entsprechende Hinweise der Sicherheitsbehörden hatte die Regierung daher die höchste Alarmstufe für die Region Brüssel ausgerufen. In den Straßen zogen zusätzliche Militär-Einheiten auf. In Brüssel sollen sich zwei Terrorverdächtige aufhalten.

Am Abend dann startete die Polizei im Zentrum von Brüssel einen großangelegten Anti-Terror-Einsatz. Mehrere Straßen in der Nähe des zentralen Marktplatzes Grand Place wurden abgesperrt, berichteten Medien übereinstimmend, Polizeihubschrauber kreisten über den Dächern. Es seien "verschiedene Operationen im Gange", bestätigte die belgische Bundespolizei am Abend. Die Polizei verhängte eine Nachrichtensperre - und bat auch die Bevölkerung, keine Einzelheiten zu "laufenden Aktionen" in sozialen Netzwerken zu verbreiten.

Auch auf internationaler Ebene soll der Kampf gegen die Terrormiliz IS verstärkt werden. Dazu treffen sich in den nächsten Tagen führende Staats- und Regierungschefs. Der UN-Sicherheitsrat forderte alle Mitglieder der Vereinten Nationen auf, den Kampf gegen den "Islamischen Staat" (IS) zu verstärken. Frankreichs Präsident François Hollande will mit einer Serie von Gesprächen eine Allianz gegen den IS voranbringen: am Montag mit dem britischen Premierminister David Cameron, am Dienstag mit US-Präsident Barack Obama, am Mittwoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und am Donnerstag in Moskau mit Kremlchef Wladimir Putin.

In Deutschland gilt die Gefahrenlage weiter als ernst. Die Brüsseler Terrorwarnung habe aber keine Auswirkungen für die Bedrohung, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU).

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23.11.2015, 12:00 Uhr

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