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Hoffen auf die letzte Chance
Die Mitarbeiter von Tengelmann bangen um ihre Jobs. Foto: dpa
Kaiser’s Tengelmann

Hoffen auf die letzte Chance

Hinter den Kulissen wird noch an einer Rettung der Lebensmittelkette gearbeitet.

15.10.2016
  • DPA

Mülheim/Köln. Auch nach dem Abbruch der Gespräche zu einer Lösung für die angeschlagene Supermarktkette Kaiser‘s Tengelmann gibt es noch Hoffnung auf eine Rückkehr an den Verhandlungstisch. „Wir gehen noch nicht davon aus, dass die Gespräche zu Ende sind“, sagte eine Verdi-Sprecherin gestern. Derzeit liefen noch Kontakte zwischen der Gewerkschaft und den Beteiligten, in erster Linie den konkurrierenden Lebensmittelketten Edeka und Rewe.

Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger kritisierte das überraschend bekanntgegebene Aus für die in den vergangenen Wochen intensiv geführten Gespräche. Auch die Gewerkschaft NGG appellierte an die Beteiligten, „nichts unversucht zu lassen“. Das Bundeswirtschaftsministerium verwies auf eine von den Firmen selbst gesetzte Frist bis zum kommenden Montag.

Der Eigentümer von Tengelmann Karl-Erivan Haub räumte in einem Brief an die Mitarbeiter eine letzte Chance für die Suche nach einer Lösung ein: „Ich habe deshalb noch einmal an Rewe, Markant und Norma appelliert, das Wohl von 16 000 Menschen und ihrer Angehörigen über ihre wirtschaftlichen Interessen zu stellen und den Weg frei zu machen für die Übernahme durch Edeka.“ Es gebe es noch ein „kleines Zeitfenster“ für die Suche nach einer Lösung.

Rewe hatte angeboten, Kaiser‘s Tengelmann als Ganzes mitsamt der Schulden zu übernehmen und alle Arbeitsplätze abzusichern. Haub hatte dies als rechtlich nicht gangbar zurückgewiesen. Jetzt fordert Rewe einen Vermittlungsversuch von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Voraussetzung sei jedoch, dass nicht mehr Verdi, sondern ein Mediator „mit Kompetenz und politischer Autorität“ den Krisengipfel leite.

Tengelmann-Eigentümer Haub will mit der Zerschlagung zunächst für das Kaiser‘s-Filialnetz der Vertriebsregion Nordrhein beginnen, die Vertriebsregionen München und Berlin solle später starten. Vor allem in den vorwiegend in Nordrhein-Westfalen wird mit dem Verlust von mehreren tausend Jobs gerechnet. dpa

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15.10.2016, 06:00 Uhr

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