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Silvesternacht

Hohe Zahl von Nordafrikanern bereitet Sorgen

Polizei ist überzeugt, dass nur durch ihre starke Präsenz die Zahl der Straftaten gering geblieben ist.

03.01.2017
  • RAIMUND WEIBLE

Stuttgart. Die wiederum große Ansammlung junger nordafrikanischer Männer auf dem Stuttgarter Schlossplatz in der Silvesternacht stimmt die Verantwortlichen im Rathaus und bei der Polizei bedenklich. Die Massierung von Männern überwiegend maghrebinischer Herkunft sei schon „sehr auffällig“ gewesen, sagte Olef Petersen vom Polizeipräsidium am Montag.

Auffällig sei auch die geringe Zahl von Einheimischen auf dem Platz gewesen – wohl als Reaktion auf die Vorkommnisse bei der Jahreswende 2015/16, als 28 Anzeigen wegen sexueller Nötigung bei der Polizei eingegangen waren. Die Delikte waren meist Nordafrikanern zugeordnet worden.

Ordnungsbürgermeister Martin Schairer (CDU) sieht mit Missbegagen die Notwendigkeit, wegen Silvesterfeiern so viele Sicherheitsvorkehrungen treffen zu müssen. „Unter Polizeischutz zu feiern, da möchte man sich nicht daran gewöhnen“, sagte er. Und: „Es wäre schade, wenn es so bliebe in unserer offenen Gesellschaft.“ Keine Erkenntnisse haben Polizei und Stadt dazu, von wo die vielen jungen Männer nordafrikanischer Abstammung kommen. Auch nicht, warum sie in so großer Zahl – ihre Zahl wurde auf etwa 1000 geschätzt – den Schlossplatz, den zentralen Platz der Landeshauptstadt, als Treffpunkt wählen.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) bedankte sich bei allen, die in der Neujahrsnacht Dienst geleistet haben. Viele hundert Mitarbeiter hätten auf ihre private Silvesterfeier verzichtet „und dafür gesorgt, dass in Stuttgart friedlich gefeiert“ werden konnte: „Das verdient Lob und Anerkennung.“ Auf seiner Facebook-Seite wies Kuhn die Kritik der Grünen-Bundesvorsitzenden Simone Peter an der Kölner Polizei zurück.

Potenzielle Täter abgeschreckt

Auch am Montag sind der Stuttgarter Polizei keine Fälle bekannt geworden, dass in der Silvesternacht Frauen angegrapscht worden wären. Petersen führte die relativ geringe Zahl der Straftaten – es gab vor allem Körperverletzungsdelikte – auf die Präsenz der Polizei zurück. „Ich bin mir sicher, dass wir potenzielle Täter abgeschreckt haben. Präsenz hat immer eine abschreckende Wirkung.“

Schwerste Verbrennungen zog sich in Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) ein zehnjähriger Junge durch einen Feuerwerkskörper zu. Der Brandsatz war beim Abfeuern am Sonntagnachmittag in die Jacke des Buben geraten. Sein elfjähriger Freund wurde leicht verletzt.

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03.01.2017, 06:00 Uhr

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