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Florian Neu lässt Worten Taten folgen

Hornissenlauf-Sieger gewinnt mit Ansage

Mit Ansage: Florian Neu redete vor dem Start des 23. Hornissenlaufs nicht lang drumrum: „Ich will gewinnen“, sagte der Läufer vom SV Ohmenhausen. Und das gelang ihm auch deutlich.

23.07.2012
  • werner bauknecht

Kusterdingen. Nach etwa 34 Minuten tauchte Neu mutterseelenallein auf der langen Zielgerade zum Wasserturm hin auf, lediglich begleitet vom Führungsfahrrad. Locker überquerte er als Sieger nach 34:21 Minuten die Ziellinie. Erst 50 Sekunden nach ihm kam Nico Elsäßer als Zweiter ins Ziel. „Ich bereite mich auf den München Marathon im Oktober vor“, so „Flo“ Neu, „und ich bin schon voll im Training.“ Sprachs, und lief danach noch ein Dutzend Kilometer aus.

Die Bedingungen beim glänzend organisierten Hornissenlauf waren bestens: Die Sonne kam gerade raus, wenig Wind und immerhin 157 Finisher. „Der rast ja los wie von der Hornisse gestochen“, sagte ein Zuschauer über den Start des späteren Siegers.

Ein ehemaliger Sieger stand am Streckenrand und gab den Helfer. Frank Honold, Kusterdinger Lokalmatador und mehrfach Laufsieger, ist nach langer Verletzung noch nicht so weit, um wieder voll Gas geben zu können. „Mir fehlt ein wenig die Motivation, aber das kommt schon wieder“, meint er optimistisch.

Beim Frauenrennen war der Sieg deutlich umkämpfter als bei den Herren. Bis Kilometer vier lag die spätere Gewinnerin Silke Holzmann aus Reutlingen noch auf dem zweiten Platz. „Aber die vor mir konnte an einer Steigung nicht mehr, da bin ich vorbeigezogen“, sagt sie im Ziel. So lief sie mit ihren 41:06 noch fast eine Minute Vorsprung auf die Zweitplatzierte Catrin Veil (PT Reutlingen) heraus. „Ich bin in keinem Verein und laufe bloß die Rennen vor meiner Reutlinger Haustür“, meinte Holzmann, während sie mit Mann und Kindern dem Einlauf der Konkurrenz zuschaute.

„Die Strecke unterschätzt man gerne mit ihren Steigungen und kleinen Rampen“, sagte eine müde Katrin Kummer (LAV Stadtwerke Tübingen), die vor ein paar Wochen noch den 72 Kilometer langen Rennsteiglauf bezwungen hatte. Vor allem ein Wendepunkt hat es in sich, der sich am tiefsten Punkt befindet, und bei dem man den ganzen Abstieg in einem Zug wieder hochrennen muss. Gernot Kurtz von den IGL Reutlingen schreckt das alles nicht. Der „Dauerläufer“ hat von den bisher 23 Hornissenläufen erst 3 oder 4 verpasst. „Das gehört zum Standardprogramm bei mir.“

Erich Knapp, Kusterdinger Veranstaltungs-Chef, war jedenfalls zufrieden. „Gute Resonanz, nix passiert, schönes Wetter und zufriedene Gesichter – was will man mehr“, zog er ein rundum positives Resümee.

Den 5-Kilometer-Hobbylauf (zwölf Teilnehmer) gewann Steffen Hillmert aus Tübingen in 19:05. Den Schülerlauf (36 Finisher) als Erster beendete Chris Breusch aus Pfullingen (9:49) vor Nicolas Mann (Betzingen) und Max Bauknecht (LAV Stadtwerke Tübingen). Außerdem ins Ziel kamen noch 20 Walker/innen bzw. Nordic Walker/innen.

Hornissenlauf-Sieger gewinnt mit Ansage
Florian Neu (Startnummer 164) rannte schon kurz nach dem Start zum Hornissenlauf vorneweg. Links der spätere Dritte Florian Vek (196), hinter Neu in Gelb der spätere Zweite Nico Elsäßer – Manfred Quooß (185) wird Vierter werden. Bild: Ulmer

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23.07.2012, 12:00 Uhr

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