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23.11.2015

Die mongolische Steppe garantiert spätestens seit dem Weinenden Kamel großartige Kinobilder. Auch der 17-jährige Bagi lebt mit seiner Familie vor diesen schier grenzenlosen Horizontlinien, in einer nahezu menschenleeren Landschaft. In der kargen Umgebung bekommen ein einzelner Baum, ein Pferd, jede Geste eine besondere Bedeutung. Bis eine Art Rollkommando aus Militärs und Veterinären in das gemächliche Leben der Nomaden einbricht.

Angeblich ist eine schwere Tierseuche ausgebrochen. Der ganze Landstrich soll geräumt werden. Die Nomaden werden zwangsweise in eine Plattenbausiedlung im Nirgendwo umgesiedelt – weil in den nahen Kohlegruben Arbeitskräfte fehlen. Bagi fährt mit dem Motorrad Post aus. Manchmal hat er seltsame Zustände. Sind es epileptische Anfälle, oder besitzt er tatsächlich die schamanischen Fähigkeiten seines Vaters und kann durch Wände oder Kohlenhaufen hindurchsehen?

Leider kann sich der Film nicht recht entscheiden, ob er eine nicht ganz esoterikfreie Schamanengeschichte erzählen will – oder ob er die versuchte Auslöschung der mongolischen Tradition durch eine rücksichtslose Industrialisierung anprangern will. Als Bagi mit einer schönen Kohlendiebin zur Zwangsarbeit verdonnert wird, wirkt das sehr sowjetisch – als Erinnerung an ein historisches Trauma?

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23.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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