Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Tag der Vorentscheidung

Hotelgruppe Rilano stellt sich im Gemeinderat vor

Der heutige Dienstag dürfte vorentscheidend werden für die aktuellen Hotelpläne auf dem Bruderhausgelände: Geschäftsführer Holger Behrens stellt erstmals die Münchner Hotel-Gruppe Rilano vor. Unterdessen fordert die RSÖ-Fraktion ein ganz neues Verfahren für das Hotel.

01.07.2014
  • Thomas de Marco

Reutlingen. Wie das TAGBLATT mehrfach berichtet hat, planen Rilano, die Erlebnisbrauerei Wichtel aus Feuerbach sowie Easy Sports, der Betreiber von Fitness-Studios mit Hauptsitz in Reutlingen, das Hotel gemeinsam zu betreiben. Heute hat nun Geschäftsführer Behrens von der 2011 gegründeten Münchner Rilano-Gruppe zunächst einen Gesprächstermin bei Baubürgermeisterin Ulrike Hotz. Anschließend präsentiert er sein Unternehmen sowie die Reutlinger Hotelpläne in der nicht öffentlichen Verlängerung der Gemeinderatssitzung den Mitgliedern dieses Gremiums.

„Es sieht unverändert gut aus. Wichtig ist aber, dass die Stadt und der Gemeinderat dahinterstehen“, sagt Behrens zu den Plänen, die Verantwortung für das Hotel auf drei Schultern zu verteilen.

Ihm gehe es darum, heute die letzten Zweifel auszuräumen. „Wir freuen uns über die Partner Wichtel und Easy Sports. Ich bin optimistisch, dass dieses Konzept funktioniert und habe ein gutes Gefühl, dass wir das auch realisieren können.“ Letztlich müssten Investor Manfred Steinbach sowie die Stadt Reutlingen entscheiden, ob diese Pläne zum Zug kommen.

Steinbach hatte sich Mitte Juni dem TAGBLATT gegenüber ebenfalls positiv zu dieser Konzeption geäußert und wie Behrens erwartet, dass die Pachtverträge über 20 Jahre noch bis Ende Juni unterschrieben werden könnten. Dass es nun doch nicht so schnell gegangen ist, erklärt Behrens damit, dass Vereinbarungen und Investitionen über einen sehr langen Zeitraum zu treffen seien. „Dafür müssen wir sicher gehen, da kommt es nicht auf den genauen Tag an“, sagt er.

Die RSÖ-Fraktion dagegen will das Projekt ganz stoppen und die Zusammenarbeit mit Investor Steinbach beenden. Für die Entwicklung des Hotelprojekts an der Stadthalle habe sich die Stadt bislang ausschließlich an die Planungen und Bemühungen eines einzigen Projektentwicklers gebunden. Nach der Erklärung der Projektgesellschaft vom 11. Februar, das Hotelprojekt aufzugeben, sei der Erbbaurechtsvertrag nun aber hinfällig.

Damit eröffne sich für den Gemeinderat wieder die Möglichkeit, sämtliche infrage kommenden Formen einer Hotellerie auf dem Bruderhausgelände in Erwägung zu ziehen. Insbesondere auch das von der RSÖ im Dezember vergangenen Jahres angeregte integrative Hotel solle in diese Entscheidungsfindung miteinbezogen werden.

„Wir haben lange intern diskutiert, ob wir diesen Antrag stellen sollen. Denn uns ist klar, dass er für Unruhe sorgen wird“, sagt der Fraktionsvorsitzende Thomas Ziegler. Aber der RSÖ missfalle, dass ihr Antrag für ein integratives Hotelkonzept überhaupt nicht geprüft werde.

Aus Kreise des Gemeinderats ist freilich zu hören, dass wohl die Mehrheit der Fraktionen das neue Hotelkonzept mit drei Partnern nach anfänglicher Skepsis positiv sehe. Wichtig sei dabei allerdings, dass Investor Steinbach eine gesicherte Finanzierung des Projekts vorweisen könne, damit keine solche Bauruine drohe wie in Tübingen lange Zeit an der Blauen Brücke. Im Gemeinderat gehen sie deshalb davon aus, dass der Investor die drei Bewerber Rilano, Wichtel und Easy Sports einem entsprechenden Stresstest unterzogen haben dürfte.

Jens Täuber, Geschäftsführer der Wichtel-Hausbrauerei mit den Standorten Feuerbach, Böblingen und Ditzingen, hofft darauf, dass die neue Konzeption bald den Zuschlag bekommt. „Entscheidend ist allerdings das Hotel, das über 60 Prozent der Fläche in Anspruch nehmen wird. Aber ich bin dabei, wir sind derzeit in der Endphase der Verhandlungen.“ Wie berichtet, soll die von Wichtel betriebene Gastronomie eine 400 Quadratmeter große Fläche für die Außenbewirtschaftung bekommen, die zu einer Belebung des Bürgerparks führen dürfte.

Täuber sondiert den Standort Reutlingen seit geraumer Zeit. Er will auf jeden Fall in der Stadt Fuß fassen – am liebsten mit, bei einem Scheitern des Projekts bei der Stadthalle aber notfalls auch ohne das Hotel.

gSiehe „Mit Engelszungen“

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

01.07.2014, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball