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Religiöse Fixpunkte müssen bleiben

Huber kritisiert Gegner des Tanzverbots an Karfreitag

Der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Wolfgang Huber, hat die geplanten Demonstrationen gegen das Tanzverbot an Karfreitag kritisiert.

29.03.2013

Von dpa

Stuttgart/Berlin. «Mich stört daran, dass wir ganz bestimmte Fixpunkte brauchen, an denen wir uns gemeinsam an zentrale Punkte unserer religiösen Identität erinnern», sagte Huber heute.de. Die Gesellschaft insgesamt verliere etwas, wenn sie Karfreitag und Ostern nicht mehr mit einem Sinn verbinde: «Man muss auch an morgen denken und dazu braucht man Traditionen, die von gestern kommen.»

Allerdings distanzierte sich Huber von seinem Nachfolger, dem amtierenden EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider, der gerade jungen Gegnern des Tanzverbotes «hemmungslosen Egoismus» vorgeworfen hatte. «Meine Wortwahl ist das nicht», so Huber.

Im Südwesten hatte sich zuletzt der Parteinachwuchs von Grün-Rot gegen das Tanzverbot gestellt. Es sei «nicht mehr zeitgemäß», sagt der Juso-Landeschef Markus Herrera Torrez. Es müsse jedem freigestellt sein, was er an Ostern mache oder lasse. Und der Landessprecher der Grünen Jugend, Marcel Emmerich, sagte: «Das Tanzverbot passt nicht in eine emanzipatorische Gesellschaft. Religiöse Bräuche dürfen nicht der gesamten Gesellschaft aufgezwungen werden.»

Huber,ehemaliger Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche.Foto:K.Schindler/Archiv

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Erstellt:
29. März 2013, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
29. März 2013, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 29. März 2013, 12:00 Uhr

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