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Humane Preise, wunderschönes Ambiente
Sarah Kürten und Oguzhan Deniz vom Label „Wiederbelebt“. Foto: Caroline Holowiecki
„Holy Shit Shopping“

Humane Preise, wunderschönes Ambiente

Das „Holy Shit Shopping“ kann auf viele Stammkunden bauen.

12.12.2016
  • CAROLINE HOLOWIECKI

Stuttgart. Die Schlange reichte schon vor der Eröffnung über den halben Parkplatz. „Holy Shit Shopping“ (HSS), eine Art alternativer Weihnachtsmarkt mit Mode, Kunst, Schmuck und Kulinarischem, gastierte am Wochenende wieder in der Phoenixhalle des Stuttgarter Römerkastells, und hunderte Menschen traten sich vor allem am Sonntag gegenseitig die Füße platt. Auch im zehnten Jahr hat die Messe nichts von ihrer Anziehungskraft eingebüßt, und dies, obwohl es mittlerweile in Stuttgart und Umgebung viele solcher Märkte gibt. Alle zielen auf dieselbe Klientel ab.

Für die Aussteller sind die Veranstaltungen dennoch unverzichtbar, denn hier ist anfassen, probieren, anquatschen unbedingt erwünscht. „Wer unsere Geschichte hört und uns kennenlernt, kauft auch eher. Nur online, das funktioniert in der Branche nicht. Der persönliche Kontakt ist wichtig“, erklärt Kathleen Fritzsche von „Kipepeo Clothing“. Die kleine Feuerbacher Bekleidungsfirma druckt Zeichnungen von Kindern aus Tansania auf faire Kleidungsstücke und unterstützt damit Schulprojekte in Afrika. Und auch Christian Kerecsenyi, Geschäftsführer von „Art of Oil“ aus Ostfildern, weiß: „Zum Schluss besticht man mit dem Geschmack.“

Das Prinzip funktioniert. Harriet Udroiu, die für HSS unter anderem das Booking übernimmt, betont: HSS sei eine der allerersten Messen dieser Art gewesen und könne daher auf besonders viele Stammkunden bauen – bei Ausstellern und Besuchern gleichermaßen. 6000 bis 7000 Menschen kommen in der Landeshauptstadt pro Veranstaltungswochenende. Das Ambiente mit Live-DJ und schickem Industriecharme sei hier „wunderschön“, lobt Christian Kerecsenyi. Jedoch seien die Veranstalter gefordert, immer neue Aussteller ins Boot zu holen, sagt Kathleen Fitzsche von „Kipepeo“ .

Wie das erst ein Jahr alte Label „Wiederbelebt“ aus Stuttgart. Das Unternehmen macht aus Industrie-Reststoffen Mode. Zwar hat die Firma einen kleinen Laden am Leonhardsplatz. Inhaberin Sarah Kürten sagt freilich: „Viele aus Stuttgart kennen uns noch nicht.“ Caroline Holowiecki

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12.12.2016, 06:00 Uhr

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