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Katastrophe

Hunderte Nachbeben in Mittelitalien

5000 Menschen haben im Bebengebiet ihre Häuser verloren. Hunderte sind an die Küste gezogen.

29.10.2016
  • DPA/AFP

Ussita. Nach den beiden schweren Beben in den Bergen von Mittelitalien wollen viele der Geschädigten an die Küste ziehen. Mehr als 500 der 5000 Menschen, die nicht in ihre Häuser zurückkehren können, hätten sich bereits für Hotels an der Küste als ihre künftige Bleibe entschlossen, erklärte der italienische Zivilschutz.

Am Mittwochabend hatten zwei Beben der Stärke 5,5 und 6,1 im Abstand von zwei Stunden die Region Marken erschüttert. Zwar kam wie durch ein Wunder niemand ums Leben, doch die Schäden sind beträchtlich. Seitdem zählte das Erdbebeninstitut INGV fast 700 Nachbeben. Nach Expertenangaben können die Nachbeben Monate dauern.

Der Zivilschutz bietet allen Betroffenen der neuerlichen Beben an, sich mit seiner finanziellen Hilfe selbst eine neue Bleibe zu suchen, in bereits bestehende Gemeinschaftsunterkünfte vor Ort zu ziehen oder in Hotels an der Adriaküste einzuchecken.

Regierungschef Matteo Renzi gab 40 Millionen Euro an Soforthilfe frei. Die Zeltstädte des Zivilschutzes sollen so schnell wie möglich verschwinden, neue erst gar nicht entstehen, kündigte er an. Niemand in der Bergregion, in der schon bald der erste Schnee fallen könnte, solle den Winter in einem Zelt verbringen müssen, versprach Renzi nach einem Besuch in der Bebenregion.

Tourismus eingebrochen

Auch diejenigen Ortschaften, die nicht von der Erdbebenserie betroffen sind, fürchten nun, dass Touristen fernbleiben. „Ich verstehe, dass es aus menschlicher Sicht schmerzhaft ist, das zu unterscheiden“, sagte Fabio Paparelli, Tourismusbeauftragter der Region Umbrien, der Zeitung „La Repubblica“. Aber die Leute müssten verstehen, dass der Teil, der vom Erdbeben betroffen sei und den man besser meide, nicht für die gesamte Region stehe. Seit dem Erdbeben im August sei der Tourismus in Umbrien um 27 Prozent eingebrochen. dpa/afp

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29.10.2016, 06:00 Uhr

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