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Gesundheitsausstellung: Fitness braucht gute Pflege

Hunderte holten sich Anregungen

Gesund leben und fit bleiben – das wollen alle. Doch fast alle leiden auch unter allerhand Stressfaktoren und deren gesundheitlichen Folgen. Bei der zweiten regionalen Gesundheitsausstellung im Tübinger Sportinstitut konnte sich das Publikum über den „Hoffnungsträger regenerative Medizin“ informieren und sich von 24 Ausstellern zeigen lassen, was man selber für die Gesundheit tun kann.

01.10.2012
  • mm

Tübingen. „Die moderne Hightech-Medizin hat schon ein paar Wege gefunden, den Jungbrunnen zu ersetzen“, erklärte Prof. Konrad Kohler vom Zentrum für Regenerative Medizin am Samstag im Fachvortrag zu der Gesundheitsausstellung. Er erlebte im Anschluss an sein halbstündiges Referat eine fast ebenso lange Fragerunde: Das Publikum bei der Gesundheitsschau war – wie viele Aussteller bekräftigten – sehr engagiert, gut informiert und lebhaft interessiert an Ratschlägen, Tests und Therapieangeboten.

„In der alternden Gesellschaft, sagte Kohler, „werden degenerative Erkrankungen immer häufiger“. Das Bewusstsein, dass man für die Gesundheit mehr tun muss, wächst. Nicht nur Sportwissenschaftler wissen, wie Andreas Dietrich vom Sportinstitut sagt, dass Sport, Spiel, Bewegung und richtige Ernährung in „positivem Zusammenhang“ mit der Gesundheit stehen. Bei den Ausstellern in der Spielhalle des Sportinstituts konnten sich die Besucher daher am Samstag und Sonntag nicht nur über heilpraktische Massagen, Aquafitness oder rückenfreundliche Matratzen, über gesundes Wasser oder Schmerz lindernden Magnetschmuck informieren.

Zu Wasser und zu Land "Gesund leben": Tagblatt-Messe im Sportinstitut

© Wegner 02:30 min

Sie konnten auch die eigene Fitness checken lassen: Vom Metabolic-Test, der Abnehmblockaden aufdeckt, über Venenprüfungen bis hin zu Hörtests reichten die Angebote der Aussteller. In der Gymnastikhalle war zu Entspannungs- und Yoga-Übungen zum Mitmachen eingeladen. Sonntagnachmittag zeigte Jutta Wekenmann, wie „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ funktioniert – eine Methode, die im „Betrieblichen Gesundheitsmanagement“ des Sportinstituts für die 10 000 Uni-Beschäftigten wie auch bei einigen Firmen-Partnern bereits erprobt wird.

Tipps zum Stressabbau hätten auch die Helfer am E-Bike-Stand brauchen können: Die Pedelecs zum Ausprobieren, mit denen die Besucher auf der roten Laufbahn des Unistadions ihre Runden drehten, waren heftig umlagert. Detlev Ferchland von der Betzinger Firma Fahrrad Kaiser war im Dauereinsatz. Der „Mobilitätsgewinn“ durch die Tretkraft-verstärkten Räder interessiert sowohl Ältere mit Gelenkproblemen als auch junge Familien (Kinderanhänger!) – aber auch Pendler, die bei den hohen Spritpreisen ihre persönliche Energiewende einleiten wollen.

Hunderte holten sich Anregungen
Schauen, fragen, diskutieren: Die vom SCHWÄBISCHEN TAGBLATT und dem Institut für Sportwissenschaft gemeinsam veranstaltete zweite regionale Gesundheitsausstellung fand im Sportinstitut ein informiertes Publikum. Rund 1800 Besucher/innen kamen, viele testeten die Mitmachangebote im Außengelände.Bilder: Faden

Nebenan konnte man beim Bogenschießen die Konzentration schulen oder beim Cross-Skaten sowie auf der Slackline die eigene Koordinationsfähigkeit erproben. In der Schwimmhalle des Sportinstituts lud die Studentische Seglergemeinschaft zum Kindersegeln ein.

Vor allem diese Kombination aus Ausstellung und Mitmachangeboten, „die Location“ und die Information per Fachvortrag gefiel vielen Ausstellern. „Wir führen hier qualitativ sehr gute Gespräche“, sagte etwa Jens Borzym, der Tübinger Studioleiter der Fitness-Firma Mapet. Der Standort sei gut, das Publikumsinteresse „für uns durchweg positiv“.

Hunderte holten sich Anregungen
In diesem Alter eher Spaß als Problemdiagnose: Der Hörtest war gefragt.

Auch Manfred Kauer von der BioRegio Stern, die ihre vorwiegend in Tübingen angesiedelten Forschungsprojekte aus der Regenerativen Medizin vorstellte, war mit der Resonanz „sehr zufrieden“. Birgit Skora aus Wurmlingen, die an ihrem Stand die Wirkung von Magnetschmuck und Magnetfeldtherapie erklärte, lobte das „kritische aber offene Publikum“: „Die Leute hier hinterfragen viel, das ist spannend, das fordert mich“. So ging’s auch Aquafitness-Trainer Eberhard Roth – er hätte sich nur am Samstag „etwas mehr“ davon gewünscht.

Der Kreis Tübingen hat im Gesundheitssektor ein ungewöhnlich vielfältiges Angebot: Neben der Universität, ihrem Klinikum und der BG Klinik gibt es viele Firmen, Therapeuten und Fitness-Angebote. Die Gesundheitsausstellung, die der Verlag SCHWÄBISCHES TAGBLATT jetzt zum zweiten Mal mit dem Sportinstitut organisierte und – wie Geschäftsführer Alexander Frate sagt, auch weiter „regelmäßig anbieten“ und „gegebenenfalls ausbauen“ will –, hat neue Interessenten gefunden: Karlheinz Neuscheler und Marcus Zinsmeister vom Landratsamt, die im März die erste Gesundheitskonferenz für den Landkreis organisierten, prüfen, ob beide Veranstaltungen zusammenarbeiten könnten. Andreas Dietrich vom Sportinstitut dazu: „Es ist gut, wenn starke Partner zusammenkommen“. Das könne beiden nützen.

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01.10.2012, 12:00 Uhr

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