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Hygiene: Skandal abgehakt
Blick in den Operationssaal der Mannheimer Uniklinik. Foto: dpa
Desinfektion

Hygiene: Skandal abgehakt

Die Mannheimer Uniklinik hat nach dem Vorfall die Sterilgutaufbereitung neu strukturiert.

05.12.2016
  • DPA

Mannheim. Mehr als zwei Jahre nach dem Skandal um verunreinigtes Operationsbesteck ist die Affäre für das Mannheimer Uniklinikum weitgehend ausgestanden; allerdings bleibt das Krankenhaus in den roten Zahlen. Zum Jahresende rechne man mit einem Minus von etwa 15 Millionen Euro, sagte ein Kliniksprecher. Nach einem Verlust von 40 Millionen Euro in 2015 sei das Klinikum finanziell nun aber auf einem guten Weg. Auch die Kontrollen seitens des zuständigen Regierungspräsidiums Karlsruhe würden nun zum normalen Rhythmus zurückkehren.

Im Herbst 2014 waren Mängel bei der Reinigung von OP-Besteck aufgedeckt worden und hatten das Krankenhaus auch in finanzielle Schwierigkeiten gebracht. Inzwischen hätten sich die Fallzahlen jedoch wieder vollständig erholt und lägen mit rund 40 500 in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres sogar etwas höher als vor dem Skandal. Es bleibt den Angaben zufolge bei dem Ziel, bis 2020 wieder eine schwarze Null zu schreiben. In den Jahren vor der Affäre waren regelmäßig Überschüsse erwirtschaftet worden – zuletzt im Jahr 2013 rund 4,5 Millionen Euro.

Acht Kontrollen in 2015

Das Regierungspräsidium hatte das Mannheimer Krankenhaus allein 2015 acht Mal kontrolliert und heuer bereits vier Mal. Ab jetzt werde man wieder zur Routine zurückkehren und das Klinikum im Dreijahresturnus besuchen, sagte ein Behördensprecher. Das Krankenhaus befinde sich auf einem guten Weg. „Vertrauen kommt zu Fuß und geht zu Pferd“, kommentierte der Kliniksprecher im Rückblick die Reaktion der Öffentlichkeit nach dem Bekanntwerden des Skandals. Inzwischen sei die größte Vertrauenskrise aber überwunden. Unter anderem hat das Krankenhaus einen Flyer veröffentlicht und erklärt in einem Film, wie die Operationsbestecke gereinigt werden. „Das Interesse der Patienten ist sehr groß.“ Die Reinigung und Desinfektion der Gerätschaften war nach Bekanntwerden der Missstände neu strukturiert worden. Abläufe wurden überarbeitet und das Personal wurde geschult und ergänzt. dpa

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05.12.2016, 06:00 Uhr

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