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Militärische Räume

IMI-Kongress über Bilder von Freund und Feind

Militärische Landschaften – Diskurse, Räume, Strategien“ ist das Thema des 19. Kongresses der Informationsstelle Militarisierung. Er beginnt am Freitag.

09.11.2015
  • ST

Tübingen. In den vergangenen Jahren nahm der IMI-Kongress die Militärpolitik einzelner Akteure wie Deutschland, EU oder Nato unter die Lupe. Dieses Jahr sollen die Auswirkungen von Militarisierung auf verschiedenen Ebenen diskutiert werden: Wie werden Freund- und Feindbilder verankert und Zugehörigkeit zu geopolitischen Blöcken konstruiert? Wie beeinflussen solche Bilder das Denken der Menschen? Welche Auswirkungen haben Militärbasen und Rüstungsbetriebe hier auf ihre Umwelt, und wie wirkt die internationale Truppenpräsenz und Kriegsführung in Afghanistan auf die Möglichkeiten einer Politikgestaltung von unten?

Der Kongress beginnt mit einer eher geselligen Auftaktveranstaltung am Freitagabend, 13. November, von 20 Uhr an in der Hausbar des Wohnprojekts Schellingstraße. Es sollen fiktive Landschaften vorgestellt werden, die das Militär und die Computerspielindustrie für Training und Simulation entwerfen. Am Samstag, soll es im Schlatterhaus (Österberg-straße 2) zunächst um gedankliche und diskursive Räume gehen. Am Samstagabend wollen Aktivisten aus Afghanistan von 18 Uhr an berichten, wie sie sich seit vielen Jahren vor dem Hintergrund von Bürgerkrieg und Besatzung für Frauen- und Menschenrechte und für Selbstbestimmung engagieren.

Militär- und Rüstungsstandorte in Deutschland und der Widerstand, der sich gegen sie regt, sind Thema am Sonntag von 9.30 Uhr an ebenfalls im Schlatterhaus.

Der Titel des Kongresses „Militärische Landschaften“ bezieht sich auf einen neuen Ansatz der kritischen Geographie. Es sollen auch die psychischen Konsequenzen einer Militarisierung des Raumes und des Alltags diskutiert werden. Den Eröffnungsbeitrag am Samstag hält dazu der Vorsitzende der Neuen Gesellschaft für Psychologie Klaus-Jürgen Bruder. Die Informationsstelle Militarisierung rechnet mit rund 100 Kongressteilnehmern aus dem ganzen Bundesgebiet.

www.imi-online.de

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09.11.2015, 12:00 Uhr

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