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Sport

IOC-Boss Bach will Kampf gegen Doping stärken

IOC-Präsident Thomas Bach hat im Zuge des russischen Dopings-Skandals einen Drei-Punkte-Plan zur Stärkung der weltweiten Doping-Bekämpfung vorgeschlagen. Damit soll die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada zumindest in Teilen noch vor den Olympischen Spielen im kommenden Sommer in Rio de Janeiro effektiver arbeiten.

21.11.2015
  • SID

Prag "Wir denken, dass die Einführung dieser Punkte dazu führen wird, dass der weltweite Anti-Doping-Kampf effektiver, transparenter, kostengünstiger und harmonisierter wird", sagte Bach beim Treffen der europäischen Olympischen Komitees (EOC) in Prag. Der Fecht-Olympiasieger von 1976 betonte, dass er den Drei-Punkte-Plan nicht als Doktrin, sondern als "Denkanstoß" verstehe.

Zum einen soll das Test- und Ergebnismanagement in Zukunft nicht mehr von den internationalen Verbänden, sondern von der Wada vorgenommen werden. In einem zweiten Schritt schlug Bach die Einsetzung einer Untersuchungskommission vor, die Sportler "intelligenter" kontrollieren soll und gleichzeitig die Arbeit der nationalen Anti-Doping-Agenturen genau verfolgt.

In einem dritten Punkt sollen die Sanktionen für Dopingsünder allein in die Hände des Internationalen Sportgerichtshof Cas gelegt werden, um weltweit ein einheitliches Bestrafungssystem zu etablieren. Einsprüche sollen weiterhin beim Cas verhandelt werden.

Bach ging in seiner Rede auch direkt auf die Doping-Krise in Russland ein. Er habe ein gutes Gespräch mit Alexander Schukow, Chef des russischen Olympischen Komitees, geführt. Wie Bach ausführte, habe Schukow ein Papier präsentiert. Demnach sollen alle Offiziellen wie Trainer und Betreuer, die an einem Doping-Fall beteiligt sind, zur Verantwortung gezogen werden. Gedopte Athleten würden nach den Standards internationaler Anti-Doping-Regeln bestraft, saubere Athleten hingegen geschützt. "Wir haben das mit großer Zufriedenheit registriert", sagte Bach.

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21.11.2015, 12:00 Uhr

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