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König Zlatan triumphiert

Ibrahimovic brennt darauf, in Frankreich seine Karriere zu krönen

Der Superstar der Schweden nahm nach seiner Gala die Huldigungen entgegen. Für die unterlegenen Dänen hatte er eine spezielle Botschaft.

19.11.2015
  • SID

Kopenhagen Zlatan Ibrahimovic schlitterte auf Knien mit Triumphgeheul in die Arme seiner jubelnden Teamkollegen - doch noch größere Freude bereitete dem "König von Schweden" sein Interview nach dem Triumph. "Die Dänen wollten mich hier in Rente schicken", sagte der Superstar mit spöttischem Unterton. "Aber ich habe ihr ganzes Land in Rente geschickt." Danach versprach er seinen Fans weitere Großtaten der Marke Zlatan: "High magic" werde er in Frankreich bieten. Große Magie.

Schweden, das Fußballkönigreich Zlatan, fährt zur EM 2016 - und Dänemark nicht. Es war angesichts des 2:2 im Playoff-Rückspiel nach Schwedens 2:1 im Hinspiel beinahe allein dem Zauberer Ibrahimovic zu verdanken. Er hatte in der 16. Minute schon das 1:0 erzielt, ehe er elf Minuten vor dem Schlusspfiff mit einem Traumfreistoß im Parken-Stadion von Kopenhagen letzte Zweifel am Ende des Duells der nordischen Rivalen beseitigte.

Geduldig und mit höchstem Genuss nahm Zlatan I. anschließend die Huldigungen entgegen. "Er ist Gott, er ist der König Schwedens" sagte Mittelfeldspieler Jimmy Durmaz. Erik Hamren schien kurz davor, seinen Starspieler zu adoptieren: "Er gehört nicht zu meiner Familie", sagte der Trainer der Schweden: "Aber ich liebe ihn." Zlatan Ibrahimovic ist 34, die EM 2016 wird sein letztes Turnier, das Rückspiel am Dienstagabend hätte sein letztes Länderspiel sein können. Aber: "Nicht mit Zlatan! Der ist ein Gigant. Wie üblich ist er da, wenn er am dringendsten gebraucht wird", schrieb Expressen, die schwedische Boulevardzeitung: "Zlatan verlängert seine Karriere in der Nationalmannschaft selbst." Die Genugtuung aber oblag nicht dem nationalen Fußballdenkmal allein. "Wir sind die schlechteste schwedische Nationalmannschaft jemals genannt worden. Da fühlt es sich gut an, zur EM zu fahren", sagte etwa Hamren. Er verriet auch einige Details seiner Ansprache vor dem Spiel. Es ging in die Richtung: Wenn wir gut verteidigen, reicht es. Vorne haben wir ja den Weltstar.

Ein Weltstar vorne war, was Morten Olsen fehlte. Unmittelbar nach dem Abpfiff reichte der 66-Jährige seinen Rücktritt nach 15 Jahren in Diensten der Dänen ein.

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19.11.2015, 12:00 Uhr

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