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Auszeichnungen: „Science2Start“

Ideen mit viel Potenzial

Wissenschaftliche Ideen mit wirtschaftlichem Potenzial sind am Donnerstag beim Sommerempfang des Kompetenzzentrums BioRegio Stern im Technologie-Park Tübingen-Reutlingen ausgezeichnet worden.

07.07.2012
  • Thomas de MARCO

Reutlingen. Die Preise sind bereits zum vierten Mal vergeben worden. „Ich freue mich über die steigende Anzahl der Einreichungen. Die hohe Qualität dieser Gründungsprojekte belegt eindrucksvoll, dass in der Region konsequent wissenschaftliche Exzellenz und wirtschaftliches Potenzial verknüpft werden“, sagte Stern-Geschäftsführer Klaus Eichenberg vor 350 Unternehmern, Wissenschaftlern, Politikern, Beratern und Finanziers im Technologie-Park.

Nicht das Wort, sondern die Idee sei bei den Preisträgern am Anfang gestanden, erklärte Christian Erbe, Präsident der Industrie- und Handelskammer Reutlingen. „Das ist nicht einfach, denn Kreativität ist nicht zu erlernen.“ Nach der Idee beginne ein langer Weg, den nicht alle zu Ende gingen. Erbe, geschäftsführende Gesellschafter der Tübinger Elektromedizin-Firma Erbe, forderte aus eigener Erfahrung, nicht als Einzelkämpfer anzutreten: „Seien Sie mutig, unternehmen Sie etwas – aber lassen Sie sich beraten. Sprechen Sie uns an, wir können helfen!“

Den Hauptpreis in Höhe von 2000 Euro des Ideenwettbewerbs „Science2Start“ erhielt die Arbeitsgruppe „Biomems und Sensorik“ des Naturwissenschaftlichen Medizinischen Instituts (NMI) der Universität Tübingen in Reutlingen für die Entwicklung einer Mikroreferenz-Elektrode. Den Ingenieuren und Chemikern Massimo Kubon, Tobias Ensslen und Gorden Steve Link gelang, mit einem ionenleitfähigen Kunststoff ein wichtiges Funktionselement des chemischen Online-Monitorings zu miniaturisieren und damit die Überwachung von Stoffwechselprodukten und biologisch-chemischen Produktionsprozessen entscheidend zu vereinfachen.

Aus dem Labor in die breite Anwendung

Dieses Projekt überzeugte die aus Wissenschaftlern, Wagniskapitalgebern und Unternehmern zusammengesetzte Jury, weil die Machbarkeit bereits im Labor erfolgreich getestet wurde und nun mit Industriepartnern in die breite Anwendung überführt werden kann – beispielsweise für die Überwachung von Intensivpatienten oder in der Umwelt- und Lebensmittelanalytik.

Der zweite Preis und damit 1500 Euro gingen an „Computomics“, eine Ausgründung des Zentrums für Bioinformatik der Universität Tübingen. Die beiden Gründer, Sebastian Schultheiß und Tobias Dezulian, zwei Bioinformatiker, haben ein Werkzeug entwickelt, mit dem sich DNA-Sequenzdaten besonders hochqualitativ analysieren lassen. Diese innovative Dienstleistung ist unter anderem für Saatgutzüchtung, Krebsforschung und Medikamentenentwicklung außerordentlich wertvoll.

Rang drei (1000 Euro) erhielten die Tübinger Forscher Ulrich Schraermeyer und Sylvie Julien vom Department für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Tübingen für einen Wirkstoff zur Behandlung von trockener, altersbedingter Makula-Degeneration (AMD). Diese AMD verändert die Sehfähigkeit der Patienten bis hin zur vollständigen Erblindung.

Ideen mit viel Potenzial
Die Preisträger und ihre Laudatoren (von links) Prof. Claus Claussen vom Verein zur Förderung der Biotechnologie und Medizintechnik, Stern-Geschäftsführer Klaus Eichenberg, Technologie-Park-Geschäftsführer Thomas Dephoff, Gorden Steve Link, Massimo Kubon, IHK-Präsident Christian Erbe, Tobias Ensslen, Prof. Ulrich Schraermeyer, Tobias Dezulian, Sylvie Julien und Sebastian Schultheiß.Bild: Agentur Zeeb

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07.07.2012, 12:00 Uhr

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