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Ihr Traum ist die Bundesliga
Lydia Schiele hat erst nach dem Abitur mit dem Schießsport begonnen. Bild: Eichert
Schießen

Ihr Traum ist die Bundesliga

Die Luftgewehr-Schützin Lydia Schiele vom SSV Starzach hat als Späteinsteigerin schnell aufgeholt und scheint auf der Überholspur zu sein.

22.03.2018
  • Philipp Eichert

Die gebürtige Wachendorferin und in Hirrlingen wohnende Luftgewehr-Schützin des Verbandsligisten SSV Starzach und Angestellte der Pharma- und Medizin-Technikbranche als Research Consultant ist mit ihren 27 Jahren lebenserfahren genug, um in ihren Angaben zu Träumen und Zielen etwas Spielraum mit einzubauen.

Andersherum hat sie es selbst offensichtlich noch gar nicht registriert, dass sie bereits so gut wie angekommen ist in der Bundesliga – wenn auch zunächst erst einmal in der 3. Bundesliga oder Württembergliga (WL). Nach der jüngsten Luftgewehr-Saison in der Verbandsliga Süd ist sie mit dem SSV Starzach als Tabellenfünftem zwar nicht in die WL aufgestiegen, als Einzel-Schützin ihrer Liga theoretisch aber schon. Als Beste mit durchschnittlich 387,14 Ringen und Rekord-Halterin mit 393 Ringen darf sie sich mit der WL durchaus auseinandersetzen. In etwa der Hälfte der Teams der WL wäre sie klar die Nummer 1 geworden und mit ihrem Saisondurchschnitt wäre sie zwischen der zweiten und dritten Position eine Größe gewesen.

Seit drei Jahren schießt Lydia Schiele in Starzach. Zunächst in der Luftgewehr-Landesliga Süd und seit zwei Jahren in der Verbandsliga Süd. Mit dem Schießen hat sie erst 2010 nach dem Abitur als Späteinsteigerin begonnen. Freunde nahmen sie mit nach Bühl und in Hirrlingen wohnend, schloss sie sich bald dem Schützenverein Hirrlingen an. Seit 2015 trainiert sie zusätzlich in Stuttgart mit der Armbrust und dem Zimmerstutzen. In diesen beiden Disziplinen reichte es 2016 und 2017 bei den Landesmeisterschaften schon einmal auf das Treppchen. Außerdem schießt Lydia noch Kleinkaliber – wobei ihr Steckenpferd das Stehend-Schießen ist. Bei wöchentlich zwei bis drei Trainingseinheiten mit dem Luftgewehr bleibt für Joggen oder Schwimmen nicht viel Zeit.

Ihr nächstes Ziel ist der Aufstieg und eine Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft. Am wichtigsten ist ihr jedoch der Schießsport in der Mannschaft. So sieht sie es auch als richtige Entscheidung an, nach Starzach gewechselt zu sein. In der Mannschaft sporne man sich gegenseitig an, während man im Wettkampf in erster Linie gegen sich selbst antritt.

Lydia, was sagt man Dir nach?

Ehrgeizig zu sein und bereit zu sein, viel Zeit zu investieren und meine Ziele vor Augen zu haben und dafür 120 Prozent zu geben.

Mit wem wärst Du gern mal zwei Stunden im Fahrstuhl eingesperrt?

Mit einem Mental-Trainer.

Welches Ereignis aus der Vergangenheit hättest Du gern miterlebt?

Die Olympischen Spiele 1972 in München. Allein schon wegen der Schieß-Halle und der dort herrschenden Atmosphäre. Die Halle selbst ist für mich das Größte, was es als Sportlerin gibt.

Wenn jemals eine Biografie über
Dich erscheinen sollte, welchen
Titel sollte sie tragen?

Ohne Fleiß/Training kein Preis/Erfolg.

Die wichtigste App auf meinem Smartphone ist …

Whats-App und der elektronische Kalender. Beides sport- und berufsbedingt.

Welcher Song geht Dir während eines Wettkampfes durch den Kopf?

In der Vorbereitung „Heart of Courage“ von „Two Steps from hell“. Im Wettkampf meistens das zuletzt gehörte Lied.

Für die Konzentration gibt es vor dem Wettkampf . . .

eine Banane und eine Apfelsaftschorle. Letzteres aber auch während des Wettkampfs.

Auf welches Modell vertraust Du beim Gewehrkauf?

Beim Luftgewehr auf Feinwerkbau, da diese Marke für mich technische Vorteile besitzt.

Bist Du eine Schnellschützin oder
eine Absetzerin?

Eine Intervall-Schützin. Wenn es läuft, schieße ich schnell, wenn nicht, dann halt eben
langsam.

Welche ist Deine liebste Auswärtsanlage? Auf welchem Schießstand geht gar nichts?

Ganz klar die Olympiaschießanlage in München-Hochbrück. Bekanntlich finden dort jedes Jahr die Deutschen Meisterschaften – nicht nur mit dem Luftgewehr – statt, was mich schon immer reizte. Die Größe, der Freiraum und die Atmosphäre sind unschlagbar. Dagegen liegt mir die Schießanlage in Mittelstadt überhaupt nicht. Dort bringe ich keinen Fuß auf den Boden.

Die Schützen-Serie

Die SÜDWEST PRESSE wird in loser Reihenfolge in den kommenden Wochen die Schützen querbeet vorstellen, die in den höheren Ligen schießen, beziehungsweise durch besondere Leistungen in den verschiedenen Disziplinen auffällig geworden sind. Zudem müssen die Schützen mehrere Fragen beantworten, die auch mit ihrer Sportart zu tun haben. Dem Schützenbrauch folgend, sich per „Du“ anzusprechen, schließen wir uns selbstverständlich an.

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22.03.2018, 01:00 Uhr

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