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Handel

Ikea legt in Deutschland weiter kräftig zu

Weitere Filialen sind geplant. Online macht das Möbelhaus aber erst fünf Prozent seines Umsatzes.

09.11.2016

Von DPA

90 Euro geben Käufer im Schnitt aus. Foto: Ikea Deutschland/André Grohe

Hofheim. Der Möbelhändler Ikea ist auf seinem wichtigsten Einzelmarkt Deutschland erneut stark gewachsen. Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2015/2016 (31. August) im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 Prozent auf 4,75 Mrd. EUR, wie die Ikea-Deutschland-Tochter in Hofheim bei Frankfurt berichtete.

Trotz eines Wachstums von 22,7 Prozent machte der Online-Umsatz von 232,6 Mio. EUR immer noch recht bescheidene 4,9 Prozent an den Gesamterlösen aus. Das ist vergleichbar mit dem Umsatz der Restaurants, die einen Umsatz von 221,1 Mio. EUR beitrugen. Zum Ziel hat Ikea einen Online-Anteil von 10 Prozent wie im britischen Markt.

Das werde man in den Jahren 2020 bis 2025 auch erreichen, erklärte Geschäftsführer Peter Betzel. Aktuell sei man aber sehr zufrieden. „Wir halten das für eine sehr, sehr gute Entwicklung. Wir setzen auf ein perfektes Zusammenspiel der Angebote online und in unseren Einrichtungshäusern. Wir sind meiner Meinung nach eines der ganz wenigen Möbelhändler, die beide Kanäle gut bedienen können.“

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Ikea in Deutschland die Zahl der 50 Einrichtungshäuser nicht verändert, im laufenden kommen hingegen vier neue hinzu – in Wuppertal, Wetzlar, Magdeburg und Kaarst bei Düsseldorf. Voraussichtlich im Jahr 2019 sollen außerdem neue Häuser in Memmingen und Nürnberg eröffnen. Bereits 2018 soll ein neuer Markt in Karlsruhe fertig werden. Mit dem neuartigen, nur rund 500 Quadratmeter großen Bestell- und Abholzentrum in Ravensburg habe man positive Erfahrungen gesammelt.

Wie in den Vorjahren hat sich der Umsatz pro Einkauf gesteigert. Im Schnitt gaben die Ikea-Kunden 91,40 EUR pro Bon aus, 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders gut entwickelten sich die Bereiche Küche, Schlafen und Wohnzimmer, berichtete der Ikea-Deutschlandchef.

In den Häusern seien rund 1000 zusätzliche Mitarbeiter vor allem im Service eingesetzt. Die Selbstbedienungskassen seien dabei kein Mittel zum Personalabbau: „Wir sparen mit den Selbstbedienungskassen eher Raum und Zeit. Wir schaffen mit Hilfe unserer Kunden auf gleicher Fläche mehr Bezahlvorgänge.“

Weltweit hat der Konzern nach früheren Angaben seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2015/2016 (31. August) weiter um 7,1 Prozent auf 34,2 Mrd. EUR gesteigert. dpa

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Erstellt:
9. November 2016, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
9. November 2016, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. November 2016, 06:00 Uhr

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