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„Im Geiste bin ich bei Euch“
Patti Smith vertrat Bob Dylan in Stockholm. Foto: dpa
Literaturnobelpreis für Bob Dylan

„Im Geiste bin ich bei Euch“

Bob Dylan ist bei der Verleihung in Stockholm nicht zugegen, bedankt sich aber in einem Brief.

12.12.2016
  • DPA

Stockholm. US-Rockpoet Bob Dylan hat den Nobelpreis für Literatur am Samstagabend zwar nicht persönlich in Empfang genommen, sich aber dennoch geehrt gezeigt. In seiner Dankesrede, die die US-Botschafterin in Stockholm, Azita Raji, stellvertretend für Dylan vorlas, entschuldigte er sich für sein Fehlen. „Aber bitte wisst, dass ich auf jeden Fall im Geiste bei euch bin und mich geehrt fühle, so einen prestigeträchtigen Preis zu bekommen“, schrieb er. Bei der Zeremonie in der schwedischen Hauptstadt ließ er sich musikalisch von seiner Freundin und Rockmusikerin Patti Smith vertreten. Sie sang Dylans Song „A Hard Rain's A-Gonna Fall“ und musste vor Aufregung mehrmals neu ansetzen.

Bei dem anschließenden festlichen Bankett trug Botschafterin Raji dann Dylans Rede vor. Dass er einmal den Literaturnobelpreis erhalten würde, hätte er sich nie träumen lassen, hieß es darin. „Wenn mir jemals jemand gesagt hätte, dass ich auch nur die geringste Chance hätte, den Nobelpreis zu gewinnen, hätte ich gedacht, dass die Wahrscheinlichkeit etwa so groß wäre wie die, auf dem Mond zu stehen“, schrieb der US-Rocksänger.

Der 75-Jährige war als erster Songschreiber in der über 100-jährigen Geschichte des Preises ausgezeichnet worden. Er erhielt die Ehrung für seine „poetischen Neuschöpfungen in der großen amerikanischen Gesangstradition“, wie es in der Jurybegründung hieß.

Innerhalb des nächsten halben Jahres muss Dylan eine „Nobelrede“ halten – das ist die Bedingung, dass er den mit acht Millionen schwedischen Kronen (etwa 830 000 Euro) dotierten Preis behalten darf. Die Juryvorsitzende hofft, dass er im Frühjahr für diese Vorlesung nach Stockholm kommt. Eine feste Zusage hat sie noch nicht bekommen – Dylan hält also auch in dieser Frage das Nobelpreis-Komitee weiter hin. Schon nach der Bekanntgabe im Oktober hatte der Rockpoet die Jury verärgert, weil er wochenlang nicht ans Telefon gegangen war. Dann hatte er seine Teilnahme an der Preisverleihung wegen „anderer Verpflichtungen“ abgesagt. dpa

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12.12.2016, 06:00 Uhr

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