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Das Tagebuch der Ärztin Luise Guffarth aus dem Frühjahr 1945

Im Schlund des Trichters (1): Tübingen zu Beginn der französischen Besatzung

Am 19. April 1945 besetzten die Franzosen Tübingen. Damit war für die Universitätsstadt der Krieg zu Ende – zweieinhalb Wochen vor der reichsweiten Kapitulation. „Der Schlund des Trichters, auf den alles zudringt“, nannte Walter Kempowski jene entscheidenden Tage vor dem Ende der Nazi-Herrschaft. Dr. Luise Guffarth (1915-1988), Ärztin in der hiesigen Ohrenklinik, hat für ihren Mann bis zu dessen Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft am 4. Juni 1945 darüber Tagebuch geführt. Ihr Sohn hat es jetzt, 60 Jahre später, dem Tübinger Stadtarchiv geschenkt.

27.04.2011

18. April

Vormittags Tieffliegerangriff auf die Innenstadt mit vielen Dachschäden durch Bordwaffenbeschuss. Blindgänger auf dem Marktplatz. Nachmittags Gerücht von Feindannäherung bei Wurmlingen u. Herrenberg. Um 18 Uhr habe ich die Klinik verlassen, um noch frühzeitig zu Haus zu sein. In der Stadt ein aufgeregtes Getriebe wie in einem Ameisenhaufen.

Im Schlund des Trichters (1): Tübingen zu Beginn der französischen Besatzung
Luise Guffarth blickt an Neujahr 1944 vom Dach der HNO-KLinik an der Kinderklinik vorbei stadteinwärts.

Da das jenseitige Neckarufer angeblich verteidigt werden soll, ziehen viele Leute mit Sack u. Pack auf Leiterwägele in den diesseitigen Lazarettbezirk. Abends erschreckten uns bereits mehrere Detonationen durch Sprengung der Neckarbrücken mit Ausnahme der Eberhardbrücke u. Blauen Brücke, zu deren Sprengung es nicht mehr gekommen sei. Auch die Alleenbrücke musste dran glauben.

Durch die Sprengung der Eisenbahnbrücke (Neckarhalde) sind Schienenteile auf die Häuser u. bis zum Schlossberg raufgeflogen. Ausser vielen Fensterschäden, – bei uns zum Glück nicht, – zerstörte Wasser- und Stromleitungen. Gas fehlt ebenfalls. Du kannst Dir denken, wie empört die Einwohner wegen dieser Dinge waren, die durch diese lächerlichen Brückensprengungen entstanden waren. Die in der Stadt befindlichen Panzersperren wurden nicht geschlossen, da ja der diesseitige Stadtteil als Lazarettbezirk abgesperrt war, wobei allerdings niemand wusste, ob sich der Feind danach richten würde.

Später abends hörte man näherkommendes Artilleriefeuer u. deshalb haben wir 3 nachts im Keller geschlafen, den wir bereits einigermassen häuslich hergerichtet hatten, um bei Artilleriebeschuss einige Tage unten wohnen zu können.

Nachtrag: Nachmittags am 1.4. hatten wir den ersten einzigen u. letzten Fliegerangriff hier in Tübingen, der obwohl nicht mal sehr schwer, doch im Industrieviertel jenseits des Neckars grossen Schaden angerichtet hat. Ich besuchte gerade gegen 17 Uhr Siegrid v. L. in der Frauenklinik, als Alarm kam. Etwa 6 - 8 Wellen schneller Kampfflugzeuge (mit je 4 Bomben) klinkten ihre Bomben fast direkt über der Ohrenklinik aus u. dann hörte man kurz darauf die einschlagenden Bomben. Diesseits des Neckars ist aber keine einzige gefallen. Ich war natürlich im Keller der F.K., wo alles wackelte u. schepperte. Es war grässlich unheimlich. Gott sei Dank war daheim alles wohl.

19. April

Gegen 2 Uhr nachts hörten wir Motorengeräusch oder ähnliches. Seit 6 Uhr früh stehen die ersten vorgestossenen französ. Feindpanzer auf dem Marktplatz. Benehmen der Franzosen ist gut. Auch Neger u. Marokkaner sind dabei; ein ungewohnter Anblick. Nachts hat die Bevölkerung erlaubter u. unerlaubterweise einen am Güterbahnhof stehenden Verpflegungszug u. aber auch das militär. Verpflegungsamt ausgeräumt.

Wir „Vorortbewohner“ erfahren so etwas natürlich nie. Diesmal zum Glück, denn ein paar Tage drauf mussten die ganzen Dinge, die die Leute z. T. zentnerweise heimgeschleppt hatten, bei Strafandrohung u. Haussuchung wieder abgegeben werden, wobei den Angebern 10 % der Waren zugesprochen wurde. Alles abgegebene Zeug wurde dann leider von den Franzosen an den Sammelstellen beschlagnahmt. – Von 7.10 - 7.50 war unser letzter Flieger-Alarm! Ich habe dann vormittags mit Frl. v.H. auf einem Leiterwägele 2 Eimer Brunnenwasser geholt.

Im Schlund des Trichters (1): Tübingen zu Beginn der französischen Besatzung
Luise Guffarth blickt an Neujahr 1944 vom Dach der HNO-KLinik an der Kinderklinik vorbei stadteinwärts.

Am Gemeindehausbrünnele dauerte 1 Eimer 10 Min. Am Marktbrunnen gings schneller, aber man musste auch Schlange stehen. Anschliessend habe ich dann eine Rotkreuz-Helferin in dem Marine-Lazarett angezeigt, die mit Französinnen zusammen einige Panzersoldaten um Schokolade angebettelt hat.

Nach dem Eingang der Feindpanzer haben Ausländer viele Geschäfte geplündert – vor allem Konfektions- u. Schuhgeschäfte – u. haben sich neu eingekleidet. Leider hat sich auch ein Teil deutscher Bevölkerung daran beteiligt. Eine Schande!

Nachmittags haben wir noch Gebrauchswasser aus dem nahen Neckar geholt.

Gegen 18 Uhr wollte ich – laut Befehl – Photo, Feldstecher u. Waffen aufs Rathaus bringen. Bin aber wieder umgekehrt, da ab 18 Uhr Ausgangsverbot bekanntgegeben war. – In Prof. Engelhards Garten sind 4 deutsche Soldatengewehre gefunden worden.

20. April

Morgens bin ich vergeblich wegen Brot u. Fleisch zur Stadt. Teilweise sei in manchen Geschäften ohne Marken verkauft worden. Ich hatte leider nicht das Glück. Überall lange Schlangen. Ausländer bekamen sofort u. ohne Marken. Bei manchen Läden stand ein schwarzer Soldat mit Waffe dabei. Auf allen Plätzen standen jetzt Panzer u. Autos. In der Altstadt fast überall weisse und schwarze Panzermarkierung. Im Hotel Lamm wohnte der französ. Kommandant. Man hatte ihm die Neue Aula als Sitz angeboten, aber er wählte das Rathaus. Auf der Molkerei gabs für Säuglinge 1/8 l Vollmilch, so lange der kleine Vorrat reichte.

In allen Gassen der Stadt ein toller Fahrbetrieb. Die Franzosen fahren verwegen schnell. Als Fahrer fungieren meist Schwarze.

Als ich heut die Sachen aufs Rathaus bringen wollte, wurde mir alles bereits von franz. Soldaten auf der Strasse aus dem Netz genommen, u. ins Rathaus kam ich gar nicht rein. Nachmittags brachte ich noch einige Säbel etc. fort, die auf der Strasse „nicht gefragt“ waren u. nach Schilderung der morgendlichen Geschehnisse erhielt ich auch noch für die abgenommenen Dinge eine Bescheinigung.

Nachmittags war ich kurz in der Klinik. Eine grosse Überraschung: im 1. Stock nur Marokkaner. Nur der oberste Stock und der kleine Operationssaal für uns. Kaum Zivilbetrieb. Die ganze Klinik erzählt aufgeregt von Belästigungen, Plünderungen u. Vergewaltigungen durch Marokkaner u. Neger. Mir grauste. Nach Besprechung mit Oberarzt Wolf soll ich während dieser Tage daheim bleiben.

Abends zeitweise heftiges Art.Feuer, vermutlich auf Reutlingen. Ein Geschütz ganz in unserer Nähe auf dem Schlossberg. Bei jedem Abschuss wackelte unser Häusle, Fenster klirrten u. man fuhr ganz zusammen. (…)

21. April

Die Nacht ist ruhig verlaufen, nur zeitweise starkes Artilleriefeuer, an das man sich aber leichter gewöhnt als an Fliegeralarm. Jetzt merkt man langsam, wie sehr einen doch die dauernden Alarme der letzten Monate geschlaucht haben. Die jetzt noch oft vorüberfliegenden Bomberverbände haben keine Schrecken mehr für uns, wir bedauern nur die Städte, die noch darunter leiden müssen.

Starker Autoverkehr auf der Hirschauerstraße, oft noch in die Biesingerstraße. Jedes heraufkommende Auto wird hinter Gardinen ängstlich beobachtet u. man ist erleichtert, wenn es dann wieder umdreht. Mehrmalige Hausdurchsuchung in Nr. 18a. Weswegen weiss niemand. Mittags Wasser u. Brennesseln (zum Mittagessen) am Neckarufer geholt.

Nachmittags „Besuch“ zweier Marokkaner, die bei uns harmlos nach Schnaps, aber auch nach Schmuck fragten. Sind durch die Wohnung gegangen, bei uns Wasser getrunken, – Lauchgemüse verschmäht, – oben 1 Taschenlampe, im Nachbarhaus 1 Rad geklaut. Ich bin unter dessen heimlich aus dem Haus u. auf der Neckarhalde 1 Auto mit 3 weissen Franzosen gebeten mitzukommen. Als sie vor unserem Haus hielten u. ihre Pistolen entsicherten, bekam ich einen Mordsschreck u. befürchtete, mir noch 3 weitere Plünderer herbeigeholt zu haben. Dem war aber nicht so. Sie stellten die Schwarzen zur Rede u. alle gingen dann weg. Die 2 Marokkaner sah ich dann aber kurz drauf doch wieder allein in der Strasse. Seit diesem Besuch wird das Haus dauernd geschlossen u. wenn's schellt, lassen wir den Pastor oben aus dem Balkon fragen.

Abends kam das 1. Gewitter dieses Jahres u. wegen des Wassermangels wurden überall Eimer etc. aufgestellt. In Rollers Haus ist ein französ. Telephonbüro eingerichtet worden; in der Nr. 10 essen franz. Offiziere, so dass u. U. immer solche zur Stelle sind.

Im Schlund des Trichters (1): Tübingen zu Beginn der französischen Besatzung
Luise Guffarth mit Ehemann Franz im heimischen Garten in der Biesingerstraße 18.

Abends gegen 21 Uhr kamen 3 schwarze Gestalten mit Taschenlampen die Treppe rauf u. schellten u. klopften heftig an die Haustür. Wir hofften nur, dass die Tür halten möge. Im dunkeln sind wir die Treppe raufgeschlichen, dass von oben ja niemand öffnet. Nach banger Viertelstunde konnten wir dann den Abzug der 3 beobachten. (…)

22. April

Reger Autoverkehr auf der Hirschauer Straße. von West nach Ost. Kleiner Parkplatz dort eingerichtet. Jenseits des Neckars französ. Hauptverbandsplatz mit vielen Rotkreuz- Zelten. Nachschub u. Durchmarsch weiterer Feindtruppen. Wo die Truppen stocken, schwärmen besonders die Schwarzen aus u. plündern in den Häusern. Parole: Nie öffnen. Beschwerden bei der franz. Polizei werden meist mit Achselzucken abgetan. Oh, ces moires! Sie scheinen von ihren eigenen Leuten nicht in Schach gehalten werden [zu] können, was für uns sehr bitter ist. Überall hört man von tollen Plündereien u. Vergewaltigungen. So hatte sich das doch niemand vorgestellt. Immer noch ohne Licht, Wasser u. Gas.

Aus Angst vor weiteren „nächtlichen Besuchen“ haben wir gegenüber bei General Schmid um Übernachtung in den nächsten Tagen gebeten, da dort viele Leute im Haus sind. Umzug mit Matratzen u. Steppdecken und Kinderbett. Nachts gegen 4 u. 5 Uhr nächtliche Störungen durch Tür- u. Fensterrasseln. Schaurig!

23. April

Vormittags mit Mutti am Güterbahnhof zwischen den zerstörten Schienen Holz gesammelt. Ein hohes Leiterwägele voll.

Nachts wieder 1 Störung.

24. April

Mit Frl. v. H. nochmals Holz geholt. Nachmittags bei der Quelle am Tunnel 2 Eimer Wasser geholt. Keine direkte Störung, aber dennoch aus Angst u. Aufregung sehr schlecht geschlafen. (…)

25. April

Wieder Quellwasser geholt. Ausländer bewohnen den im Tunnel stehenden Zug u. daher kann man sich allein nicht zur Quelle wagen, denn überall strolchen jetzt diese Leute herum, da keiner mehr arbeitet, u. oft Deutsche von ihnen belästigt werden. Wegen Übermüdung früh ins Bett. Gegen 23 Uhr entsetzliche Hilfeschreie in der Nähe. Vom Balkon aus sah man 2 Schwarze rumschleichen, die gleich die Pistole auf uns anhielten. Kaum geschlafen, da 4-5 mal noch an verschiedenen Fensterläden u. Haustür[en] gerüttelt wurde.. Haustür natürlich verbarrikadiert. Gar nicht wieder ins Bett, sondern gemeinsam um 5.30 [Uhr] gemeinsam in Schmids Küche Bohnenkaffee getrunken.

26. April

Von 8 - 10 [Uhr] zu Haus geschlafen. Dann wieder Quellwasser geholt, Holz gespalten u. das kl[eine] Gärtle vorm Misthaufen angelegt. Grosse Überraschung: der Milchmann war wieder da u. kommt ab heute regelmäßig wieder. Vorläufige Zuteilung wie vorher. (…)

Nachmittags Besuch von Frl. M., dass ich mit dem Jungen während der Tage des Truppendurchmarsches in der Klinik schlafen könne.

27. April

In der Klinik (Baracke) gut u. ohne Störung geschlafen, – eine wahre Wohltat nach all den Aufregungen. In der Klinik kaum Arbeit. 8 Patienten am morgen. Bin jetzt auch wieder in Klinikverpflegung, die zwar sehr nachgelassen hat, aber doch noch reichlicher ist, als man es daheim machen könnte.

Nachmittags Frau B. kennen gelernt. Schielt. Kaltes regnerisches Aprilwetter.

Zu Haus von 21 - 24 Uhr in mehreren Nachbarhäusern wieder grosse Aufregung wegen eindringen wollender Franzosen. 3stündige Haussuchung bei v. L.

28. April

Heut vor einem Jahr, – weisst Du noch? Da kamst Du auf Urlaub u. ich war seelig vor lauter Aufregung u. Glück. Nun habe ich nur unseren Jungen, aber ich bin unendlich glücklich, dass es da ist, denn das Kind ist doch das Kostbarste, was ich von Dir besitze. Wann werden wir uns wiedersehen, – wo magst Du sein, wann wirst Du zurückkommen, – so frage ich mich jeden Tag. Aber ich will u. darf die Hoffnung nicht verlieren, denn erst dann ist alles verloren u. so will ich getreulich u. geduldig warten, bis das Schicksal Dich mir wiederbringt u. das Kind wird mir sehr dabei helfen. (…)

29. April

Der anfängliche Feindtrubel mit Marokkanern u. Negern hat etwas nachgelassen. Trotzdem hört man immer wieder von Plündereien u. Vergewaltigungen. Es sollen auch schon viele Schwarze deswegen erschossen sein, aber die wenigsten werden ja so erwischt u. dann ist es ja immer schon geschehen, da wir ja ab 20 Uhr nicht mehr aus dem Haus dürfen, u. Waffen hat ja auch niemand mehr, um sich selbst zu wehren. Die Wehrlosigkeit gegenüber solchen Dingen ist sehr bedrückend. (…)

Man sieht auch bereits einzelne Amerikaner hier.

Die Lebensmittelmarken laufen bis jetzt noch genauso weiter. Pro Woche 1 1/2 Brot = 1500 g je Person. Leider verschwinden ab u. zu Brotrationen aus dem Kasino, so dass wir jetzt jeder für sich für 4 Tage 1 ganzes Brot erhalten, das man wegschliessen kann. Ich habe leider immer noch doppelten Hunger; wohl durch das Stillen.

Zu tun ist leider in der Klinik immer noch sehr wenig, da die Landbevölkerung fehlt. Da die gesamten Krankenkassen etc. jetzt wegfallen, müssen die Patienten nun alles selbst zahlen u. wir müssen uns auch mit den Aufnahmen u. Verordnungen danach etwas richten.

So lange ich noch mit dem Kind hier schlafe, bin ich Gott sei Dank zwischendurch immer wieder mit wickeln, stillen, füttern, baden u. Windelwaschen beschäftigt, was mir aber alles grosse Freude macht. Die letzten Nächte habe ich recht gut geschlafen u. mich dadurch von den durchgemachten Aufregungen wieder langsam erholt. Mutti schläft auch noch immer drüben bei Schmid. (…)

Über Mittag gehe ich meist heim, u. bringe dann für den Jungen fertige Milchflaschen bis zum nächsten Mittag mit; dazu als Mittagsmahlzeit etwas gekochte Brennesseln in einer !asse. 1 1/2 Salzkartoffel, die ich dazu vermische, erhalte ich von der Küche bezw. vom Kasino-Mittagessen. Einige Male hat der Junge auch geriebene Apfel + Kartoffel erhalten. Er isst alles mit grösstem Appetit u. das Füttern macht mir unheimlich viel Freude.

30. April

Gestern hab ich mal mit Herr v. L. besprochen, was zu tun wäre, wenn ich eines Tages von der Klinik abgebaut würde als jüngste u. überzählige Kraft. Da keinerlei Rechtsverhältnisse mehr gelten wie bislang, würde mich nichts binden u. auch nichts schützen. Das beste wäre jetzt Landarzt zu sein oder zu werden. Unser allgemeiner Lebensstandard wird wohl sehr sinken, u. da werden wohl Fachärzte weniger gefragt sein u. der Landarzt hat die grössten Chancen zu helfen u. zu leben.

Da mir dazu aber die Geburtshilfe fehlt, hätte ich wohl vor, bei evtl. Absicherung ein paar Monate in der Frauenklinik zu hospitieren. Dann könnte ich später erst mal einige Landarztvertretungen übernehmen u. vielleicht – wenn ich Glück habe, – schliesslich mal irgendwo in eine Landpraxis selbst reinkommen, sei es als Assistent oder gar als Nachfolger. Das ist mein vorläufiger Plan. Ob Du ihn wohl gutheisst? Hoffentlich! Da ich doch nun für Mutter u. den Jungen sorgen muss, ist es doch wichtig, die bestmöglichste Stellung zu erreichen eben für den Fall, dass ich nicht an der Ohrenklinik bleiben kann.

1. Mai

Heut um 14 Uhr sei der Führer gefallen, – heisst es. Leider erfährt man nirgends mehr offizielle amtliche Nachrichten, so dass man immer nur im Dunkeln schwebt, was draussen u. besonders im eigenen Vaterland eigentlich los ist. Man hört das meiste nur als Gerüchte, die sich dauernd widersprechen u. zum Schluss ist es dann doch ganz anders.

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27.04.2011, 12:00 Uhr

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