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Mit Engelszungen

Im Zick-Zack durch die Oststadt

Eine Fahrt durch die Oststadt erinnert derzeit an das Kinderspiel „Das verrückte Labyrinth“. Bei jedem Zug der Fair-Netz verschieben sich die Wege für die Anwohner. Um dennoch an das Ziel Arbeitsplatz oder Supermarkt zu kommen, ist Flexibilität gefragt – und viel Geduld.

26.04.2016
  • Maik Wilke

Seit März baut die Fair-Netz kontinuierlich das Fernwärmenetz in der Reutlinger Oststadt aus und tauscht dabei teilweise auch Wasser- und Erdgasleitungen. Betroffen sind die Bismarck-, Burg-, Kaiser- und die Schillerstraße. Dabei wandern die Baustellen täglich von Eck zu Eck oder erstrecken sich gar entlang der gesamten Straße. So ist das seit Wochen in der Burgstraße der Fall – seither ist die Hauptverbindung von Ost- zu Innenstadt zwischen den Kreuzungen Bismarckstraße und Leonhardsplatz stadtauswärts eine Einbahnstraße. Aus ihrem Quartier kommen Oststadtbewohner also über die Burgstraße nicht mehr. Die Folge: Die Umleitung über die parallel verlaufende Urbanstraße wurde zum vielbefahrenen Durchgang. Doch selbst die ist jetzt von der Charlottenstraße nicht mehr befahrbar – Oststädtler kommen nur im Zick-Zack aus ihrem Viertel.

Vergangenen Donnerstag hatten bereits Knut Hochleitner von der FDP und Karin Villforth (CDU) im Gemeinderat mitgeteilt, sie würden täglich von Bewohnern auf den Engpass angesprochen. Zu den Stoßzeiten herrscht Schneckentempo, Busse verspäten sich mehr als sonst. Ich selbst plane mittlerweile für 16-Uhr-Termine gut zwanzig Minuten mehr ein, allein für die Strecke von der Charlottenstraße auf die B313. Entgegen meines Ziels muss ich entweder zunächst auf der Charlotten- bis zur vier Kreuzungen weiterliegenden Krämer- und von dieser auf die Kaiserstraße. Oder ich fahre über die schmale, und eigentlich nicht als Durchfahrtsstraße geeignete Schillerstraße nach rechts auf die Bismarckstraße und von dieser dann zur Kaiserstraße. Sie blicken vor lauter Straßen und Umwege nicht mehr durch? So geht es manchem Oststädtler seit Wochen.

Vor allem, weil der größte Problembereich erst noch auf die gestressten Fahrer wartet: Egal, welchen Zick-Zack-Weg ein Oststädtler wählt, letztendlich landet er oder sie an einer Kreuzung zur Kaiserstraße und muss links abbiegen. Dabei ist man auf die Gutmütigkeit der entgegenkommenden Fahrer angewiesen. Doch weil auch die minutenlang zusehen müssen, wie von links die Autos wie an einer Kette gereiht vorbeiziehen, verzichtet dort keiner auf seine Vorfahrt. So vergehen teils mehrere Ampelphasen, bis man endlich die Kaiserstraße und damit die erlösende Abfahrt zur Seestraße erreicht hat.

Nicht falsch verstehen: Die Arbeiten der Fair-Netz sind notwendig und die einzelnen Abschnitte werden schnell beackert. Dass die Hauptachse Burgstraße oststadtauswärts komplett gesperrt wird und die Urbanstraße zur Hälfte, ist aber ärgerlich und führt zu quälend langen Staus. Immerhin: Die Arbeiten liegen im Zeitplan, teilt die Fair-Netz auf TAGBLATT-Nachfrage mit. Zudem soll die Sperrung der unteren Urbanstraße bereits Ende nächster Woche wieder aufgehoben werden. Bis zum Abschluss der Bauarbeiten im August ist dennoch viel Geduld gefragt. Danach dürften die Wege durchs Oststadt-Labyrinth wieder einfacher werden.

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26.04.2016, 01:00 Uhr

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