Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Die neue Unauffälligkeit

Im neuen Tourismus-Konzept ist das Steinlachtal auf der CMT noch stärker eingegliedert in die Schwäbische Alb

Weniger eigenes Profil, mehr Publicity durch Eingliederung: Das Steinlachtal wird auf der CMT vor allem eines sein – Baustein im Angebot der viel bekannteren „Schwäbischen Alb“. Hauptzielgruppe bleiben Naturfreunde aus dem Südwesten.

14.01.2015
  • Eike Freese

Steinlachtal. Vom kommenden Wochenende an läuft die Stuttgarter Tourismus-Messe CMT. Für den Fremdenverkehr im Steinlachtal, der sich vor allem aus Ausflüglern aus dem Südwesten speist, ist die Urlaubs-Schau in der Landeshauptstadt der wichtigste Termin im Jahr. Acht Tage lang werden die örtlichen Touristiker auf der Messe präsent sein und dabei vielleicht weniger auffallen als je zuvor.

Im neuen Tourismus-Konzept ist das Steinlachtal auf der CMT noch stärker eingegliedert in die
Radelnde Familien, und davon so viel wie möglich: Das Steinlachtal wird sich auf der diesjährigen CMT-Messe in die „Erlebniswelt Albtrauf“ eingliedern, um Reisende zu locken. Archivbild: Freese

Die neue Unauffälligkeit folgt einem Plan. Gerade kleinere und unbekanntere Ferienziele wie das Steinlachtal können, so der Gedanke, vom zentraleren Marketing profitieren – wenn sie als attraktiver Bestandteil eines weitaus bekannteren Ganzen wahrgenommen werden. Dieses große Ganze ist die Destination Schwäbische Alb, deren Vermarktungsinstanz, die „Schwäbische Alb Tourismus“ mit Sitz in Bad Urach, in diesem Jahr mit einem neuen Standkonzept auf sich aufmerksam machen will. Kultur und Geologie sind dabei die Hauptreize, die man beim Kunden setzen will. Die Destination wird sich als „Jurassic Park“ präsentieren: vor allem also als Paradies für Stock- und Stein-Interessierte. Mössingen wird sich innerhalb des Gesamtkonzepts etwa mit dem Albtrauf und dem Bergrutsch einfügen, die zudem Bestandteil des anerkannten „Geoparks Schwäbische Alb“ sind.

Nicht ohne Grund ist also Mössingens Bergrutsch-Führer Armin Dieter der Tourismus-Experte vor Ort, der an jedem Tag der Messe für Fragen zur Verfügung steht – gemeinsam mit je einer Fachkraft der Stadt Mössingen und auch einem Repräsentanten der Kurklinik in Bad Sebastiansweiler. „Die CMT bringt uns richtig was“, zeigt sich Dieter überzeugt: „Man kann es nicht genau beziffern, aber dass viele Menschen vor allem durch die Messe auf uns aufmerksam werden, ist sicher.“

Im neuen Tourismus-Konzept ist das Steinlachtal auf der CMT noch stärker eingegliedert in die
In der Erlebniswelt Albtrauf (grüner Stand, Bildmitte) wird das Steinlachtal mit mehreren Mitarbeitern um Kunden werben. Bild: Alb-Tourismus

Die Gesamtfläche der Großdestination ist deutlich kleiner geworden auf der diesjährigen CMT. Für das Steinlachtal bedeutet das, dass noch weniger Fläche zur Verfügung steht, um ein ganz eigenes Profil ins Bild zu rücken. Bücher zum Reinschnuppern oder die Panorama-Liege vom Dreifürstensteig wird es diesmal nicht geben. Uwe Walz, Tourismusbeauftragter der Stadt, zeigt sich aber zuversichtlich, „dass das Konzept der Schwäbischen Alb durchdacht ist“. Mehr Aufmerksamkeit gebe es für die Alb an sich. „Wer von da aus in die Tiefe gehen will“, so Walz, „der bekommt dann Antworten und Tipps von uns.“ Sein Pfund ist vor allem der Premium-Wanderweg Dreifürstensteig sein, der seit diesem Jahr „Deutschlands zweitschönster Wanderweg“ getauft wird.

Neben Geologie und Wandervergnügen wird zudem die Streuobst-Kultur der Region offensiv angepriesen. Wie im vergangenen Jahr wird daher das Mössinger Netzwerk Streuobst an einem Tag die „Regio Lounge“ am Halleneingang bespielen: mit den Produkten des Netzwerks wie Saft, Konfitüre und Honig, dazu Infos zum netzwerkeigenen Öko-Energie-Projekt und einer Winterapfel-Ausstellung mit einem runden Dutzend verschiedener Kernobst-Sorten. „Das ist vermutlich wieder der Renner“, sagt Sabine Mall-Eder vom Netzwerk. „Die Leute wollen wissen, wie die unterschiedlichen Apfelsorten schmecken und sie kommen zwangsläufig zweimal an unserem Stand vorbei, beim Rein- und beim Rausgehen.“

Die CMT in Stuttgart läuft in diesem Jahr vom 17. bis 25. Januar. Die Messe richtet sich vor allem an die Reisenden selbst. Der Stand der „Schwäbischen Alb“ (Abbildung rechts) befindet sich in Halle 6 und zeigt die einzelnen „Erlebniswelten“ der Alb in einem auch optisch vereinheitlichen Messeaufbau. Das Steinlachtal ist der „Erlebniswelt Albtrauf“ (mittlerer Stand) zugeordnet. Am 20. Januar ist Aktionstag für das Wander-Tourismus-Konzept „Tübinger Umwelten“.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

14.01.2015, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball