Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Viel Lob, kaum Tadel für die Gewerbeschau

In Ergenzingen wuchs ein starkes Gemeinschaftsgefühl

Noch immer im Hochgefühl einer sehr erfolgreichen Premiere der Ergenzinger Gewerbeschau zogen gestern Verwaltungsstellenleiter Lutz Strobel und der Sprecher der Betriebe Markus Baur Bilanz.

31.10.2012
  • Gert Fleischer

Ergenzingen. Sicher scheint schon jetzt: Es gibt eine nächste Gewerbeschau. Der Termin steht noch nicht fest, aber 2015 scheint ein geeignetes Jahr zu sein. Sicher ist auch: Lutz Strobel will auch beim nächsten Mal keinen professionellen Ausstellungsmacher einsetzen, sondern es wieder selbst machen. „Nur selbst“, lautete seine spontane Antwort. Er schob aber gleich nach: „Wenn es wieder mit so einem Team geht wie dieses Mal und man die Aufgaben verteilen kann.“ Dafür spricht aus derzeitiger Sicht alles. Das Team-Erlebnis bei der aufwändigen Vorbereitung der Gewerbeschau muss ganz besonders gewesen sein. Die war sowohl Lutz Strobel als auch Markus Baur anzumerken. Sie konnten nicht auf große Erfahrungen zurückgreifen – im Jahre 2002 stellten sich nur die Betriebe des kleinen Gewerbegebiets „Höllsteig“ vor. Heuer galt es, Großunternehmen einzubeziehen. Dass die nicht ganz ohne Skepsis waren, erhöhte den Druck, unter dem die Macher standen.

Kürzlich habe sich der Lenkungsausschuss mit den beteiligten Unternehmen, Dienstleistern und Vereinen zusammengesetzt. Die Gewerbeschau sei nicht nur gelungen, weil viele Zuschauer kamen, gab Strobel die verbreitete Stimmung weiter. Sie sei schon vor Beginn als Erfolg gewertet worden, weil eine Gemeinschaft entstanden sei zwischen Firmen, Vereinen und Ortsverwaltung – „das haben wir uns so gar nicht vorstellen können“.

Strobel gab zu, dass er bei anfangs täglichen Gruppen- und Ausschusssitzungen an die Grenze seiner Belastbarkeit geriet. Immerhin hat er einen Ganztagsjob als Verwaltungsstellenleiter und ist im Ehrenamt Ortsvorsteher in Holzhausen. Auch Markus Baur, der einen Handwerksbetrieb zu führen hat (Fliesen), engagierte sich mit aller Kraft. „Es ist ein richtig gutes Team entstanden“, sagte Strobel. Er meinte damit jene 30, 40 Leute, die in unterschiedlichsten Funktionen und Aufgaben mitwirkten. Beispielhaft nannte Strobel Anja Becker, Inhaberin des Fitnessclubs „Evolution“. Sie habe er zuvor nur vom Namen gekannt, doch sie habe sich von Anfang bis zum Ende mit Elan eingesetzt.

Der Lenkungsausschuss wurde nach der Schau zum „Arbeitskreis Gewerbe in Ergenzingen“ umformiert. Er soll etwa wie woanders ein Handels- und Gewerbeverein die Interessen bündeln und das gerade gewonnene Gemeinschaftsgefühl hegen. In diesem Arbeitskreis sind alle Arten von Unternehmen vertreten, auch Vertreter/innen aus der Geschäftsleitung der Großbetriebe in „Ergenzingen-Ost“.

Wie das Entdecken der Nachbarschaft aussieht, schilderten Baur und Strobel. So bemerkten Unternehmen, dass sie künftig vielleicht keine professionellen Caterer mehr anheuern müssen, wenn sie eine betriebliche Veranstaltung aufziehen und dabei auch Verpflegung benötigen – offenbar waren die örtlichen Vereine so überzeugend bei dieser Dienstleistung, dass sie künftig eine Chance bekommen. Auch die Möglichkeit, im Alltag Handwerksbetriebe aus dem Ort einzusetzen wurde vielen bewusst, nachdem sie von solchen Firmen Kenntnis bekamen und sie zudem persönlich kennen und schätzen lernten. Strobel, der seinen Dank nochmals in alle Richtungen schickte, sprach von einen Win-win-Situation.

Abgesehen vom Zwischenmenschlichen fanden die gut 60 teilnehmenden Unternehmen auch die Gewerbeschau selbst als Erfolg. Die Großen wie Dachser, Bitzer, Ensinger oder Elring-Klinger hätten gestaunt, mit wie viel Interesse die Leute gekommen sind. Bei Bitzer habe man mit einem Zählgerät an die 4000 Besucher registriert, die durch die Werkshallen zogen. Weil der Kühlkompressorenhersteller gerade anbaut und dann Leute braucht, sei ihm diese Imagebildung sehr gelegen – auch als Ausbildungsbetrieb.

Lutz Strobel und Markus Baur wunderten sich, wie wenig bei der Manöverkritik bemängelt wurde. Etwa, dass die Toiletten für Behinderte nicht gut ausgeschildert waren. Oder dass ein zweiter Shuttle-Bus nötig wäre. Mehr Programm in der Ortsmitte und etliche Kleinigkeiten mehr, die beim nächsten Mal berücksichtigt werden können.

Insgesamt habe sich „Ergenzingen und die Stadt“ – Strobel gab sich gesamtstädtisch – nach außen hervorragend dargestellt. Umgekehrt hätten auch der OB und die Stadt alle Hilfen gegeben. Allzu lang solle die nächste Schau nicht auf sich warten lassen. Zwischen drei und fünf Jahren reichten die Wünsche als Turnus.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

31.10.2012, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball