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Erster Punkt dank Mauertaktik

In Hoffenheim muss die Null stehen

Hart erkämpftes Remis in Köln: Bereits in der ersten Partie ist klar zu erkennen, welche Strategie der neue 1899-Trainer mit seinen Spielern verfolgt.

02.11.2015

Von SID

Köln Mit einem Lächeln stapfte Huub Stevens vom Rasen, die Hände tief in den Taschen seiner Trainingsjacke vergraben. "Es ist ein kleiner Schritt in die hoffentlich richtige Richtung", sagte der neue Trainer von 1899 Hoffenheim nach dem schwer erkämpften 0:0 beim 1. FC Köln - und er klang zufrieden.

Tatsächlich hatten die Hoffenheimer den Punktgewinn jedoch einer gehörigen Portion Glück, ihrem starken Torhüter Oliver Baumann und der erneut eklatanten Abschlussschwäche der deutlich überlegenen Kölner zu verdanken. "Du weißt, dass die Mannschaft nicht das Vertrauen hat, du musst versuchen, nicht ins offene Messer zu laufen", sagte Stevens, der das Spiel der Hoffenheimer im Vergleich zu seinem Vorgänger Markus Gisdol komplett auf den Kopf gestellt hatte.

Weg vom offensiven Fußball mit frühem Pressing, hin zu einer massiven Defensive mit der alten Stevens-Weisheit: "Die Null muss stehen!" Dabei fungierten schon die beiden Stürmer Eduardo Vargas und Mark Uth als erste Defensivspieler, sie zogen sich weit zurück und attackierten die Kölner meist erst kurz vor der Mittellinie. Der Plan ging auf, erstmals seit dem dritten Spieltag, seinerzeit beim 0:0 bei Aufsteiger Darmstadt 98, blieb 1899 ohne Gegentreffer. "Ich habe gesagt: Sorgt dafür, dass die Linien eng zusammen sind, und das haben sie ganz gut gemacht", sagte Stevens. Er haderte aber auch mit den eigenen Schwächen im Abschluss. "Du siehst, dass du Chancen erspielst", so erklärte Stevens. "Wenn du eine Spitzenmannschaft bist, führst du. Aber wir wissen, dass wir das noch nicht sind." Vargas hätte nach 24 Minuten den Spielverlauf auf den Kopf stellen können, er scheiterte jedoch an Timo Horn.

Kölns Torwart war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. "Die Mannschaft hat ein richtig gutes Spiel gemacht. Wir haben uns viele Chancen erspielt, haben diese wieder nicht verwertet." Insbesondere der Ex-Hoffenheimer Anthony Modeste hatte mehrere Möglichkeiten, um Stevens' Einstand zu verderben. Er scheiterte jedoch an Baumann oder er schoss über das Tor. "Am Anfang der Saison hätte er die im Schlaf gemacht", sagte Dominique Heintz. Kölns Verteidiger monierte auch die Spielweise der Gäste: "Der Baumann spielt schon früh auf Zeit, mit dem Punkt sind die sehr zufrieden", so klagte Heintz.

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Erstellt:
2. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
2. November 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 2. November 2015, 12:00 Uhr

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