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Heimspiel für Richard Freitag

In Klingenthal steht der Name schon lange für Skisprung-Qualität

Für Tournee-Tagessieger Richard Freitag beginnt die Saison mit einem Heimspiel. In Klingenthal weiß der 24 Jahre alte Sachse auch seine skisprungverrückte Familie hinter sich.

21.11.2015
  • SID

Klingenthal "Ein Familien-Mixed? Das wäre mal cool": Richard Freitags Begeisterung ist verständlich, gemeinsam mit seiner jüngeren Schwester Selina (14) wäre der Skispringer derzeit weltweit wohl kaum zu schlagen. "Sie macht das richtig gut", sagt der Sachse über die frisch gebackene deutsche Junioren-Meisterin. Einziger Haken: Die Disziplin gibt es noch nicht. In Klingenthal muss es Richard Freitag daher alleine richten.

Familiäre Unterstützung ist dem 24-Jährigen beim Weltcup-Start heute (16.15/ARD und Eurosport) dennoch gewiss. Neben Selina wird auch Vater Holger, 1983 Weltcup-Sieger in Harrachov und ein Jahr später Olympia-Teilnehmer, seinem "Richi" beim Heimspiel die Daumen drücken. Der Name Freitag steht in Sachsen eben für echte Skisprung-Qualität.

"Dieser Rückhalt gibt mir unheimlich viel Kraft", sagt Richard Freitag. Für die Wundertüte im deutschen Team könnten die Voraussetzungen somit besser kaum sein. "Die Vorfreude auf das Wochenende ist riesig. Der Weltcup-Auftakt in der Heimat ist für mich jedes Mal aufs Neue ein großes Privileg", sagt Freitag, der die Familie schon mehrfach stolz gemacht hat. Erst im Januar flog er in Innsbruck zum ersten deutschen Tournee-Tagessieg seit zwölf Jahren.

Immer wieder aber machten dem Mann aus dem Erzgebirge auch seine Formschwankungen zu schaffen. 2014 in Sotschi musste Freitag sogar zuschauen, wie seine vier Teamkollegen Olympia-Gold holten. Hinzu kommt ein enormes Verletzungspech, auch in der diesjährigen Vorbereitung musste er mit Kniebeschwerden kürzer treten. "Aber jetzt fühle ich mich körperlich wieder richtig fit", sagte Freitag und blickt lieber voraus.

Zurecht. Bundestrainer Werner Schuster setzt voll auf Freitag als seine "zweite Geige" neben Weltmeister Severin Freund: "Er kann extrem sauber und dynamisch springen. Auf kleineren Schanzen ist er extrem schwer zu schlagen", lobt Schuster.

Und sollte es doch einmal ein Familien-Mixed geben, haben die Freitags den Sieg quasi sicher, zumal Weltcup-Starterin Anja Tepes, Schwester des zweimaligen Weltcup-Gewinners Jurij Tepes, gerade ihre Karriere beendet hat. Einem Sieg der Freitag-Geschwister stünde wohl nichts im Wege.

In Klingenthal steht der Name schon lange für Skisprung-Qualität
Vorstart-Stimmung: Richard Freitag zählt aufgrund seiner Qualitäten in Klingenthal zum erweiterten Favoritenkreis. Foto: Eibner

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21.11.2015, 12:00 Uhr

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