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Gespickter Pool

In Mähringer Planschbecken steckten Nadeln

Während der Hitzewelle stellte Markus Rathgeber vor ein paar Wochen einen Pool auf seinem Grundstück auf. Gestern entdeckte er nun zwei lange, dünne Nadeln, die in der Umrandung steckten. Er fürchtet, dass der Täter nicht einfach nur das Bädle zerstören wollte.

30.07.2015

Mähringen. Als Markus Rathgeber gestern Vormittag seinen Pool wieder fit für die angekündigte Hitze machen wollte, traute er seinen Augen nicht. In der Plastikumrandung des zwei auf drei Meter großen Beckens steckten zwei etwa sieben Zentimeter lange, sehr feine Nadeln. Während der kühlen Tage war das Bädle etwas aus Rathgebers Blickfeld geraten. Der Mähringer Parkettleger hatte es für sich und seine Mitarbeiter mit Wasser gefüllt und direkt an der Straße aufgestellt. Zur Abkühlung in der Mittagspause. Die Nadeln müssten wohl in den letzten 48 Stunden gesteckt worden sein, vermutet er, und seien nicht unbedingt handelsüblich. Sie würden ihn vielmehr „verdächtig“ an seine zwei Klinikaufenthalte erinnern. „Solche Nadeln hat man nicht zufällig.“

„Perfide“ sei, so Rathgeber, dass offenbar jemand nicht sein „größeres Planschbecken“ nur zerstören wollte. Sonst hätte er die Nadeln wieder herausgezogen. Oder das Bädle schlicht mit einem Messer aufgeschlitzt. In seinen Augen habe der Täter „sehr bewusst“ agiert. Jemand habe ihm offenbar „den Spaß am Pool verderben“ wollen. Der Täter wollte anscheinend nicht, dass das Wasser ausläuft. Rathgeber fürchtet, der Schaden sollte erst entdeckt werden, „wenn man das Ding im Fuß hat“.

Ob die Nadeln tatsächlich aus dem Klinikbereich stammen, konnte Andrea Kopp, Pressesprecherin der Polizei, nicht bestätigen. Sie würden daraufhin untersucht werden, erklärte sie auf Nachfrage. Auch „was dahinter steckt, können wir noch nicht sagen“, so Kopp. Dass der Täter in Mähringen ein Trittbrettfahrer des fränkischen „Poolschlitzers“ sei, der überregional durch die Medien geistert, scheint ihr ebenfalls abwegig. Der Täter in Münnerstadt durchkämmt nachts serienmäßig die Gärten und schneidet Planschbecken auf. Laut „Spiegel-Online“ allerdings mit einem Messer. Ein Nachahmer, so Kopp, würde eher die gleiche Methode wählen.

Einen Tatverdacht haben weder die Polizei noch der Pool-Besitzer. Für Rathgeber, der den Sachschaden als minimal bezeichnet, stehen zwei Fakten fest: Zum einen sei die Aktion „nichts, was im Vorbeigehen getan werden kann“. Zum anderen ist sich der Mähringer absolut sicher, dass „niemand von den Härten“ dafür infrage kommt. Auch eine „gezielte Attacke“ schließt der 43-Jährige aus. Er vermutet, dass er Opfer eines „Pool-Hassers“ wurde.

Beamte vom Kirchentellinsfurter Polizeiposten haben jedenfalls vor Ort seine Anzeige entgegen genommen. Die Nadeln ließen sie vorerst stecken, berichtet Kopp. „Sonst wäre der Pool im Eimer gewesen.“ lau

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30.07.2015, 12:00 Uhr

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