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Neue Koalition gegen IS

In Syrien tun sich Kurden und gemäßigte Rebellen zusammen

Um den Vormarsch der Terrormiliz IS in Syrien zu bremsen, haben Kurden, Rebellen und arabische Stämme eine gemeinsame Brigade gebildet. Derweil wird nach der Syrien-Konferenz eine politische Lösung angemahnt.

02.11.2015

Von DPA/AFP

Hasaka Kurz nach der bislang größten internationalen Syrien-Konferenz wollen kurdische Kämpfer und syrische Rebellen militärisch den Druck auf die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erhöhen. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte unter Berufung auf eine Erklärung der sogenannten Syrischen Demokratischen Truppen mit, dass deren Kampfeinheiten mit Angriffen auf IS-Hochburgen im Nordosten Syriens begonnen hätten. Es handele sich um den ersten Schritt einer Militäroperation, die das Ziel habe, Syrien mit Hilfe von Luftangriffen der US-geführten internationalen Koalition von den Extremisten zu befreien.

Die Brigade hatte sich Mitte Oktober aus den Kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG), arabischen Stämmen und Rebellengruppen gebildet. Die Angriffe auf den IS seien im Süden der Provinz Hasaka gestartet worden, teilte ein Sprecher der Truppen mit. Kurdensprecher Idriss Nassan bestätigte dies.

Bei einer Konferenz in Wien hatten am Freitag 17 Staaten gemeinsam einen neuen Anlauf zu einer politischen Lösung der Syrien-Krise gestartet, darunter auch der Iran und Russland. In zwei Wochen sollen die Beratungen fortgesetzt werden. In der Abschlusserklärung wurde auf Drängen des Irans und Russlands ausdrücklich festgehalten, dass das syrische Volk selbst über die Zukunft des Landes entscheiden sollte. Damit rückte der Westen von einer früheren Forderung ab, dass der syrische Machthaber Baschar al-Assad sofort aus dem Amt gedrängt werden müsse.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon merkte am Wochenende in einem Interview mit spanischen Tageszeitungen an, die Syrien-Gespräche würden durch die Frage nach dem Schicksal von Assad blockiert. Es sei "völlig ungerecht und unzumutbar, dass das Schicksal einer Person den gesamten politischen Verhandlungsprozess in Geiselhaft nimmt", sagte Ban. Dies sei "inakzeptabel". Es dürfe keine Zeit mehr verloren werden.

Am Freitag hatte zudem die US-Regierung die Entsendung bewaffneter Spezialeinheiten ins syrische Kriegsgebiet angekündigt, um lokale Gruppen im Kampf gegen den IS auszubilden und zu beraten. US- Präsident Barack Obama sprach von weniger als 50 US-Soldaten und der Verlegung einer nicht genannten Zahl von Kampfflugzeugen des Typs A-10 und F-15 an den türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik. In Abstimmung mit der irakischen Regierung soll ein Einsatzkommando gebildet werden, um Angriffe auf Anführer des IS und dessen Netzwerk zu koordinieren.

Das Weiße Haus bestritt, dass es sich um eine Kehrtwende in der US-Krisenstrategie handelt. "An der Mission hat sich nichts geändert", so Sprecher Josh Earnest.

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Erstellt:
2. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
2. November 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 2. November 2015, 12:00 Uhr

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