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Oktoberfest auf der Kirbe

In Unterjesingen wird im Festzelt am Sportplatz zünftig gefeiert

Vier Tage Party in Unterjesingen: Bei der Kirbe gab es am Sportplatz Coverrock, Blasmusik und Oktoberfest-Stimmung. Der Ausklang beginnt heute um 15 Uhr.

05.11.2012

Von Sascha Geldermann

Unterjesingen. Die ersten 200 Gäste, die am Samstagabend in Dirndl oder Lederhose zur Kirbe kamen, bekamen einen halben Liter Freibier. Daher sah es im Festzelt am Sportplatz ein wenig wie auf dem Oktoberfest aus. Zur Band des Abends passte das sehr gut, denn die machte ihrem Namen Albfetza sowohl musikalisch als auch vom Kleidungsstil her alle Ehre.

Anfangs erhoben sich die mehreren hundert Gäste zwar nur schwerfällig von den Bierbänken, doch irgendwann riss sie die Mischung aus Schlagern, Oldies und Rock mit. Als die Bandmitglieder dann mit ihren Instrumenten auf die Tische sprangen, folgten die Zuhörer diesem Beispiel.

Jung und Alt schunkeln gemeinsam

„Ich bin begeistert, wie hier heute Jung und Alt zusammen feiern“, sagte Oliver Wittenberg. Er ist der Vorsitzende des örtlichen Sportvereins, der zusammen mit der Winzerkapelle und dem Flugsportverein die Festgemeinschaft-Unterjesinger-Vereine bildet. Dieses Trio organisiert die Kirbe in der heutigen Form nun schon seit rund 20 Jahren. Generell reichen die Wurzeln des Unterjesinger Herbstfestes aber schon 200 Jahre zurück: Es bildete den Abschluss der bäuerlichen Arbeiten.

„Ein Verein alleine könnte die Organisation nicht schaffen“, sagte Wittenberg. Insgesamt waren 200 ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Auch beim Equipment haben sich die Organisatoren längst zusammengeschlossen. Anfang der 1990er Jahre hatten sie gemeinschaftlich eine Gerätehalle am Sportplatz gebaut, in der alles gelagert wird.

Ein Teil der Kirbe-Einnahmen soll in den Ausbau der Gerätehalle fließen. Den Rest teilen die Vereine unter sich auf. Sie rechnen mit einem guten Gewinn. Denn bereits am Freitagabend war das Festzelt voll, als die Band P.n.8 Coverrock spielte. An dem Tag war das Publikum sehr jung.

Am Samstag kamen auch viele ältere Gäste aus Unterjesingen und Umgebung. „Das freut mich sehr, da man die in den vergangenen Jahren am Samstag nur selten auf der Kirbe gesehen hat“, so Wittenberg. Da das Oktoberfest-Motto so gut ankam, könnte es zu einer neuen Tradition werden. Die fünf Musiker von Albfetza brachten das Publikum bis 1 Uhr zum Schunkeln.

Nach der Kirbe ist vor der Kirbe

Der Sonntag richtet sich in jedem Jahr eher an ein älteres Publikum. Auch gestern begann er mit einem ökumenischen Gottesdienst im Festzelt. Danach sorgten die Musikvereine aus Rangendingen, Fischingen, Wiesenstetten und die Postmusik Tübingen für eine durchgängige Begleitung beim Mittagstisch.

Der Kirbe-Ausklang am heutigen Montag wird musikalisch von Gruppen aus dem Stadtteil beherrscht. Die Hockete beginnt zwar um 15 Uhr mit der Seniorenkapelle aus Weilstetten, bis 18.30 Uhr spielen dann aber die Winzer- und die Jugendkapelle aus Unterjesingen. Dazu gibt es Schlachtplatte. Außerdem sind das Karussell und der Autoscooter vor dem Festzelt in Betrieb.

Und wenn die viertägige Party vorbei ist? Dann werden sich die drei organisierenden Vereine bald zusammensetzen und für das kommende Jahr planen. Oliver Wittenberg, der Vorsitzende des Sportvereins, zog eine Parallele zum Fußball: „Nach der Kirbe ist vor der Kirbe.“

Die Musiker der im Jahr 2000 in der Nähe von Ulm gegründeten Oktoberfest-Band Albfetza sprangen am Samstagabend schon einmal auf die Tische – zur Begeisterung der Gäste. Bild: Geldermann

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Erstellt:
5. November 2012, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
5. November 2012, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 5. November 2012, 12:00 Uhr

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